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14. Oktober 2026 116/26 Veranstaltungsankündigung
Vortrag zu jüdischen DP-Camps im Nachkriegsdeutschland
Oldenburg. Mehr als 200.000 Jüdinnen und Juden lebten nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland in sogenannten DP-Camps (Displaced Persons Camps). Dort suchten sie Zuflucht und schufen einen neuen, teilautonomen Lebensraum für sich. Wie dieses Leben aussah, erzählt die Historikerin Dr. Angelika Königseder von der Technischen Universität Berlin in ihrem Vortrag mit dem Titel „Jüdische DP-Camps als teilautonome Lebensräume im Nachkriegsdeutschland“. Dieser findet am Montag, 26. Oktober, 19.00 Uhr im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg (Leo-Trepp-Straße 15) statt. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“ der Arbeitsstelle Interkulturelle Jüdische Studien an der Universität Oldenburg und des Leo-Trepp-Lehrhauses der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg. Interessierte werden gebeten, sich bis Sonntag, 25. Oktober unter mit Namen und Adresse anzumelden und zur Teilnahme ihren Ausweis mitzubringen.
Die Abkürzung DP steht für „Displaced Persons” und ist ein Sammelbegriff der Alliierten, der alle Personen umfasst, die sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs kriegsbedingt außerhalb der jeweiligen Herkunftsländer im Gebiet der Besatzungszonen aufhielten. Dazu zählten unter anderem neben Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und ehemaligen Häftlingen der Konzentrationslager auch schätzungsweise eine Viertelmillion jüdischer Displaced Persons, jüdische Überlebende, die 1945 vorübergehend in den westlichen Besatzungszonen lebten. Sie nannten sich selbst der „Rest der Geretteten“.
Die Referentin Angelika Königseder hat Politikwissenschaften, Soziologie und Neuere Geschichte studiert. Seit 2020 ist sie Forschungs- und Projektkoordinatorin des Arthur Langerman Archivs für die Erforschung des visuellen Antisemitismus (ALAVA), das am Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin angesiedelt ist. Gemeinsam mit der Historikerin Dr. Juliane Wetzel verfasste Königseder das Buch „Lebensmut im Wartesaal. Die jüdischen DPs (Displaced Persons) im Nachkriegsdeutschland“, das erstmals 1994 veröffentlicht wurde.
Die Vortragsreihe „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“ widmet sich in diesem und im kommenden Jahr zahlreichen Aspekten der jüdischen Zivilisation, die über Epochen-, Länder- und Kulturgrenzen hinwegreichen. Das vollständige Programm für 2026/27 ist auf der Homepage der Interkulturellen Jüdischen Studien und des Leo-Trepp-Lehrhauses zu finden:
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Prof. Dr. Andrea Strübind, E-Mail: ; Dr. Carina Branković, E-Mail: