Wie entsteht eine zukunftsfähige Organisation? Nicht allein durch Trendbeobachtung und Managementtools, sondern durch lernfähige Strukturen, verantwortungsvolle Führung und eine Kultur, die Unsicherheit als Chance begreift. Das wurde beim Jubiläumsforum des C3L auf dem Innocampus der Uni Oldenburg deutlich.
Rund 80 Gäste aus Wirtschaft, Bildung und Verwaltung tauschten sich über entscheidende Hebel für resiliente und innovative Organisationen aus – praxisnah und mit Blick auf uns Menschen. Die Keynote von Prof. Dr. Stephanie Birkner machte deutlich, dass „Alltagsstaunen“ eine wichtige Grundlage für Zukunftsfähigkeit sein kann. Wer bewusst wahrnimmt, offen ist für Zufälle und neue Perspektiven zulässt, kann das Unerwartete entdecken. Mit Vorstellungskraft und spielerischem Ausprobieren entstehen neue Ideen und neue Möglichkeiten.
Neue Perspektiven eröffneten auch die Workshops:
Dr. Kai Bruns zeigte, wie „Effectuation“ Entscheidungen unter Ungewissheit möglich macht – mit praktischen Werkzeugen für den Alltag.
Marvin Brüning und Lisa Breford machten deutlich: Psychologische Sicherheit ist der unsichtbare Motor von Innovation – und ein Puffer in schwierigen Situationen. Deshalb lohnt es sich im Alltag, regelmäßig ins Depot der psychologischen Sicherheit einzuzahlen.
Benedikt Dittel & Alexander Meinders präsentierten die „Bonbonspender-Methode“ – eine Strategie, um Digitalisierungspotenziale in komplexen Prozessen sichtbar zu machen.
Stephan Pust führte in die Welt der organisationalen Resilienz ein – zwischen Krisenbewältigung und langfristiger Transformation. Oft geht es erst bei Krisen und Schocks um Resilienz – dies jedoch jederzeit für gute Unternehmensführung elementar ist.
Dr. Annika Summ und Dr. Stephanie Lenger zeigten, wie sich mit der Methode LEGO® Serious Play® nachhaltige Veränderung kreativ erforschen lässt. Mit den Händen zu arbeiten, kann neue Denkräume öffnen.
Frank Oppenheimer zeigte, wie Unternehmen technologische Innovationen strukturiert nutzen können – von KI bis Cloud, mit Zielorientierung und iterativer Umsetzung.
Dr. Andreas Blomenkamp beleuchtete die menschliche Seite der Unternehmensnachfolge – mit Fokus auf Kommunikation, Konfliktmanagement und kultureller Transformation.
Die lebendigen Diskussionen in Workshops und beim anschließenden Netzwerkabend zeigen: Future Readiness ist kein abstraktes Ziel – sondern ein Prozess, den wir gemeinsam gestalten. Ein großes Dankeschön geht an alle Referent*innen, die mit ihrer Expertise und Energie starke Impulse geliefert haben. Ein besonderer Dank gilt unseren Partnern und Förderern, die die Veranstaltung ermöglicht haben: Arbeitgeberverband Oldenburg, Gründungs- und Innovationszentrum der Universität, Oldenburgische IHK, IQON, Ludwig Freytag, Öffentliche Oldenburg und Stadt Oldenburg