Gesellschaft heute scheint nicht mehr als gerecht empfunden zu werden. Die Infrastruktur fällt auseinander, die Kluft zwischen Armen und Reichen wächst, die Mittelschicht fühlt sich von Abstiegsängsten bedroht, Konservative von zu viel „Wokeness“. Dabei hatte der moderne Sozialstaat der Nachkriegszeit ein Versprechen gegeben: Bildung, Vollbeschäftigung, Aufstieg und ein komfortables Leben.
Zeit, einen Blick zu werfen auf die vielschichtige Idee der „gerechten Ordnung“. Welche Vorstellungen hatten die Griechen der Antike, Bauern in der Frühen Neuzeit oder Schweden im 20. Jahrhundert davon, was „gerecht“ sei oder wie die Gesellschaft gerecht geordnet sein sollte? Und: Welche Anstrengungen muss man unternehmen, um sie zu verwirklichen?
| 21.4. | Eine faire Weltkarte? Arno Peters und die Debatte über globale Gerechtigkeit seit 1970 Dr. habil. David Kuchenbuch (Univ. Oldenburg) |
| 5.5. | Adel und Bauern, Männer und Frauen, Christen und „Ketzer“: Gerechtigkeit und soziale Ungleichheiten im Mittelalter Prof. Dr. Almut Höfert (Univ. Oldenburg) |
| 19.5. | „Das Seine tun und sich nicht verzetteln“. Gerechtigkeitsdebatten in Griechenland und Rom Prof. Dr. Michael Sommer (Univ. Oldenburg) |
| 2.6. | Gerechte Ordnung – Kritische Überlegungen auf dem Hintergrund Lateinamerikas: Von der Befreiung zur Dekolonisierung Prof. Dr. Ulrike Sallandt (Univ. Oldenburg) |
| 16.6. | Der Bauernkrieg von 1525 – auf der Suche nach einer gerechten Ordnung? Prof. Dr. Gerd Schwerhoff (TU Dresden) |
| 30.6. | Das schwedische „Volksheim“. Wie Kapitalismus und Sozialstaat die gerechte Gesellschaft stiften sollten Prof. Dr. Thomas Etzemüller (Univ. Oldenburg) |
Alle Vorträge dienstags 18.15 Uhr, Vortragssaal, Landesmuseum Natur und Mensch (Damm 38-46)