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Termine

Workshop: Was heißt: Das Soziale designen? (Prof. Dr. Thomas Etzemüller)

3GO + Graduiertenakademie

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Schöne neue Welt. Wie die Gegenwart ihre Zukunft gestaltet“, die das Wissenschaftliche Zentrum Genealogie der Gegenwart (WiZeGG) in Kooperation mit der Graduiertenschule für Gesellschafts- und Geisteswissenschaften (3GO) im WiSe 2019/2020 organisiert. Die Veranstaltungsreihe besteht aus insgesamt vier Einheiten, die jeweils eine Vorlesung und einen Workshop umfassen.

 „Social Design“ hat einen positiven Anspruch: Der Mensch soll an der architektonischen Gestaltung der Umwelt partizipieren und die eigenen Bedürfnisse einbringen. Doch nach wie vor sind es Experten, die Planungsprozesse und Design kontrollieren. Der Mensch steht gewiss im Mittelpunkt ihrer Arbeit – nur wie? Im Vortrag und im Workshop soll die Genealogie einer Praxis untersucht werden, die im 20. und 21. Jahrhundert wahlweise als „Social Engineering“, „Nudging“ oder eben als „Social Design“ firmierte. Diese Ansätze bauen darauf, dass die Gesellschaft nicht nach schematischen und ideologischen Vorgaben reguliert wird, sondern durch die Orientierung am „menschlichen Maß“, wie eine maßgebliche Formulierung der Architekturtheorie lautete. Welche Machtverhältnisse sind in diese Formen partizipativer Praktiken eingebaut? Schließen sich Übermächtigungsverhältnisse und Gemeinwohlorientierung aus oder sind sie auf eine höchst ambivalente Weise miteinander gekoppelt?

Der Workshop findet am 5. Dezember 2019 von 9:00 bis 13:00 Uhr in Raum A03 1-109 statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur auf Anmeldung möglich.

Die Anmeldung bitte über Stud.IP vornehmen.

Zur Vorbereitung lesen Sie bitte folgende Texte, die für Sie zum Download in Stud.IP bereitgestellt sind:

Thomas Etzemüller, "Brasilia als Experimentalraum und Gesamtkunstwerk", in: Stefan Böschen/Matthias Groß/Wolfgang Krohn (Hg.), Experimentelle Gesellschaft. Das Experiment als wissensgesellschaftliches Dispositiv, Baden-Baden: Nomos 2017, S. 269-289.

Siegfried Giedion, Die Herrschaft der Mechanisierung. Ein Beitrag zur anonymen Geschichte. Frankfurt am Main: Europäische Verlagsanstalt 1982 (Auszüge).

Prof. Dr. Thomas Etzemüller lehrt als Professor für Kulturgeschichte der Moderne am Institut für Geschichte der Universität Oldenburg.

https://uol.de/thomas-etzemueller

Beginn

05. Dezember 2019, 09:00

Web9aemag6ster (lindopvepa.vsjaualchwkhp@uol.de) (Stand: 02.01.2020)