Kontakt

Leitung

Prof. Dr. Volker Hohmann

+49 441 798 5468

W30 3-301

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department Medizinische Physik und Akustik
26111 Oldenburg

Administration

Nicole Kulbach

+49 441 798 3326

+49 441 798 3903

W30 2-206

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department Medizinische Physik und Akustik
26111 Oldenburg

Für Studierende

Willkommen bei der Arbeitsgruppe Digihead!

Wie gelingt Kommunikation in einer lauten Umgebung? Warum können wir uns auf einer belebten Feier meist problemlos auf ein Gespräch konzentrieren, während Menschen mit Hörbeeinträchtigungen dabei oft große Schwierigkeiten haben? Und wie können Hörgeräte entwickelt werden, die Menschen in solchen Situationen besser unterstützen?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen wir uns in unserer Arbeitsgruppe. Unser Forschungsziel ist es, Hörgeräte und andere Hörassistenzsysteme besser an die Anforderungen des Alltags anzupassen. Dabei untersuchen wir die akustische Umgebung selbst, die Funktion des Hörgeräts und auch das Verhalten von Probanden in realen Kommunikationssituationen.

Ein zentraler Forschungsschwerpunkt ist die Analyse natürlicher Kommunikationssituationen. Menschen bewegen sich während Gesprächen, richten ihre Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Personen und reagieren auf komplexe akustische Umgebungen. Solche Prozesse erfordern die sogenannte „Auditory Scene Analysis“, die Fähigkeit des Hörsystems, aus einer Vielzahl von Schallquellen ein sinnvolles Bild der Umgebung zu erzeugen. Während dies bei normalem Hören meist unbewusst und mühelos geschieht, stellt es Menschen mit Hörbeeinträchtigungen häufig vor große Herausforderungen.

Um diese Prozesse besser zu verstehen, entwickeln und untersuchen wir Modelle des Hörens sowie Algorithmen für zukünftige Hörgeräte. Dabei erforschen wir zum Beispiel, wie relevante Schallquellen erkannt, Sprache in störenden Umgebungen verständlicher gemacht und Hörgeräte intelligenter an die Bedürfnisse ihrer Nutzerinnen und Nutzer angepasst werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschung ist die ökologische Validität von Hörgeräteevaluationen. Viele klassische Hörtests finden unter stark kontrollierten Laborbedingungen statt und bilden Alltagssituationen nur eingeschränkt ab. Deshalb entwickeln wir Methoden, mit denen Hörgeräte in möglichst realitätsnahen Kommunikationssituationen untersucht werden können. Dafür nutzen wir moderne Laborumgebungen, die virtuelle und reale Elemente miteinander verbinden und natürliche Bewegungs- und Kommunikationsmuster möglich machen. Desweiteren werden Methoden für die Hörgeräteforschung im Feld eingesetzt und (weiter-)entwickelt, um noch näher am alltäglichen Leben zu sein.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Entwicklung und Nutzung offener Forschungswerkzeuge. Mit den Projekten openMHA und TASCAR tragen wir zu einer offenen und reproduzierbaren Hörforschung bei. Diese Werkzeuge werden international in Forschung und Entwicklung eingesetzt und ermöglichen die Untersuchung neuer Hörgerätealgorithmen sowie die Erstellung interaktiver virtueller Hörumgebungen.

Für Studierende der Physik sowie Physik, Technik und Medizin bietet die Arbeitsgruppe verschiedene Möglichkeiten, sich mit den Themen Hören, Kommunikation und Signalverarbeitung auseinanderzusetzen. Dazu gehören beispielsweise Das PTM-Praktikum und das Blockpraktikum Psychophysik, Neurosensorik und auditorische Signalverarbeitung des Fortgeschrittenenpraktikums. Außerdem betreuen wir Bachelor- und Masterarbeiten zu aktuellen Fragestellungen aus der Hörforschung.

Neben der Forschung legen wir großen Wert auf eine offene und kooperative Arbeitsatmosphäre. In monatlichen Gruppentreffen werden aktuelle Projekte vorgestellt und diskutiert. Bei Pitch Talks geben Mitglieder der Arbeitsgruppe Einblicke in ihre laufenden Arbeiten, während in den Code Cafés technische Themen in lockerer Atmosphäre gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Der regelmäßige Austausch innerhalb der Gruppe sorgt dafür, dass alle Beteiligten an Entwicklungen und Projekten teilhaben können. Darüber hinaus bieten Konferenzen und Workshops die Möglichkeit, Forschungsergebnisse zu präsentieren und sich mit Wissenschaftler*innen aus aller Welt zu vernetzen.

Wenn du mehr über unsere Forschung erfahren möchtest oder Interesse an einer Laborbesichtigung hast, freuen wir uns über deine Nachricht an:

(Stand: 06.07.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p120142
Zum Seitananfang scrollen Scroll to the top of the page