Am 08.02.26 fand am Institut für Chemie ein Chemie-Workshop für Stipendiat*innen der Hans-Riegel-Stiftung statt. Es nahmen insgesamt 26 mit einem Stipendium ausgezeichnete Schüler*innen und MINT-Interessierte teil.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Dekan und Professor der Technischen Chemie, Prof. Michael Wark wurden den Schüler*innen einige Labore und neuste Forschungsarbeiten des Teilbereichs Technische Chemie am Institut für Chemie vorgestellt. Die Angebote wurden von Professor*innen, Nachwuchsgruppenleitungen und Doktorand*innen der einzelnen Arbeitsgruppen vorbereitet und durchgeführt:
- Die Arbeitsgruppe um Prof. Michael Wark betreute das Angebot „Herstellung einer farbstoffsensibilisierten Solarzelle“. In diesem Workshop, in welchem die Schüler*innen auch selbst im Labor aktiv tätig waren und haben die elektrochemische Aktivität untersucht. Zuerst mussten sie leitfähige Glasstücke zurechtschneiden und reinigen. Anschließend wurde eine Titandioxid-basierte Paste darauf aufgebracht und die getrockneten Schichten durch Teelösungen imprägniert. Die beschichteten Glassubstrate sowie Graphit-beschichtete Gegenelektroden wurden in einen Stromkreis eingebracht und letztendlich die elektrochemische Aktivität untersucht.
- In der Arbeitsgruppe um Prof. Dmitry Momotenko wurden die Grundprinzipien des 3D-Drucks von Materialien wie Leitern und Halbleitern auf einer Nanoskala vorgestellt. Die Arbeitsgruppe verwendet hierfür zwei unterschiedliche Methoden, die meniskusbegrenzte galvanische Abscheidung und die durch Druck getriebene Ionenabgabe. Es wurden Anwendungsmöglichkeiten und vorangegangene Arbeiten vorgestellt und Fragen rund um diese Methoden, Prozesse und deren Anwendung beantwortet und diskutiert.
- Eine weitere Station fand in der Nachwuchsgruppe von Dr. Melanie Walther statt. Diese beschäftigt sich mit dem nachhaltigen Vorhaben, aus Grünschnitt, Heu und Algen biologisch komplett abbaubaren Kunststoff herzustellen. Am Sonntag wurde zusammen mit den Stipendiaten eine Fermentation von Zucker im Labor angesetzt.
- Die Nachwuchsgruppe um Dr. Lars Mohrhusen untersucht hybride Materialkombinationen aus langfristig gut verfügbaren Elementen für thermische und photochemische Katalysatoren. Die Schüler*innen wurden in die Thematik der Nanomaterialien und der oberflächensensitiven Methoden unter Ultrahochvakuum eingeführt und Voraussetzungen sowie mögliche Gründe für ein Studium im Fach Chemie besprochen.
Der MINT TANK ist ein Stipendiat*innenprogramm, in das Fachpreisträger*innen der Dr. Hans Riegel-Fachpreise von insgesamt 21 Universitäten in Deutschland und Österreich aufgenommen werden. Ziel ist es, den Stipendiat*innen durch verschiedene Seminarangebote eine Studien- und Berufsorientierung im MINT-Bereich zu ermöglichen und durch Vernetzung das Verständnis für unterschiedliche Fachbereiche zu fördern. Das „Einstiegsseminar MINT TANK“ ist das erste Seminarangebot, das daher besonders breit aufgestellt ist und den Fokus auf interdisziplinäre Einblicke in aktuelle MINT-Forschungsbereiche legt. Die Teilnehmenden stehen zu dem Zeitpunkt am Ende ihrer Schulzeit oder zu Beginn ihres Studiums, d.h. sind in der Regel zwischen 17 und 20 Jahre alt. Mehr über den MINT TANK und die Hans-Riegel-Stiftung finden Sie hier: https://www.hans-riegel-stiftung.com/projekte/mint-tank
Mehr zu und über die Angebote für Studieninteressierte am Institut für Chemie: Angebote für Studieninteressierte, Übersicht der Studiengänge