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Deutsch als Fremdsprache (DaF) / Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
Die Lehr- und Forschungstätigkeit in dem Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) / Deutsch als Zweitsprache (DaZ) konzentriert sich einerseits auf die Erforschung der Bedingungen und des Verlaufs des Zweit- und Fremdspracherwerbs, andererseits beschäftigen wir uns mit der Gestaltung von Förderung und Sprachunterricht. Dabei sind wir besonders an der sprachlichen Integration von Zuwanderern mit deutlichem Nachdruck auf der Förderung der Mehrsprachigkeit von Menschen und Gesellschaften interessiert. Die Zusammenarbeit mit der interkulturellen Pädagogik, den Erziehungswissenschaften, der Migrationssoziologie und der vergleichenden Kulturwissenschaft prägt das Profil von Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache in Oldenburg.
Niederdeutsch und Saterfriesisch
Im Fachgebiet Niederdeutsch und Saterfriesisch forschen und lehren wir zur Regionalsprache Niederdeutsch und zur Minderheitensprache Saterfriesisch:
Saterfriesisch ist als eigenständige Form des Friesischen eine Minderheitensprache und in direkter Nähe von Oldenburg zuhause: Das Saterland mit ca. 1500 aktiven Sprecher*innen des Seeltersk bildet eine sprachliche Enklave in Niedersachsen. Die Regionalsprache Niederdeutsch oder Plattdüütsch wird in den norddeutschen Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie in den nördlichen Teilen von Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Hessen von ca. 3 bis 5 Millionen Menschen gesprochen. Noch größer ist die Zahl derer, die die Sprache verstehen.
Fachdidaktik Deutsch
Fachdidaktik Deutsch ist die wissenschaftliche Disziplin, die fachspezifische Erwerbs- und Vermittlungsprozessen innerhalb und außerhalb der Schule untersucht. Als Wissenschaft vom fachspezifischen Lehren und Lernen befasst sie sich in Forschung und Lehre in historischer wie gegenwartsbezogener Perspektive mit der Auswahl, Legitimation und Begründung von Zielen der Sprach- und Literaturvermittlung, der methodischen Strukturierung von Lehr-Lernprozessen, der Entwicklung und Evaluation von Lehr- und Lernmaterialien sowie der Untersuchung sozialer und medialer Bedingungen, unter denen die Vermittlung von Sprache und Literatur erfolgt. Fachdidaktisches Wissen umfasst mithin Wissen über fachliche Ziele, über fachliche Inhalte, über fachlich Lehrende und Lernende und über fachliches Lehren und Lernen.
Literaturwissenschaft
Die Neuere deutsche Literaturwissenschaft befasst sich mit deutschsprachiger Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Sie versteht sich in Oldenburg als kulturwissenschaftliche Disziplin und interessiert sich auch für die medialen und sozialen Bedingungen literarischer Texte.
Zu den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten der Oldenburger Literaturwissenschaft gehören z.B.
- das Verhältnis von Literatur und Medizin sowie die Literatur der Moderne und Postmoderne;
- Drama und Theater, Literatur in Zeitungen, Zeitschriften und populären Medien, sowie die Literaturtheorie;
- die Kinder- und Jugendliteratur seit der Aufklärung, einschließlich der Kindermedien (Bilderbuch, Film).
Mediävistik
Die Vorstellung von einem "mittleren Zeitalter" (lateinisch medium aevum) zwischen Antike und Neuzeit ist eine Erfindung der italienischen Renaissance-Humanisten des 14. und 15. Jahrhunderts. Sie träumten von einer Wiederbelebung der antiken Kultur und sahen im "Mittelalter" eine Phase des kulturellen und auch politischen Verfalls, die sie von der Blütezeit Roms trennte. Dieses Epochenkonzept prägt das Bild vom Mittelalter bis heute: Wir sprechen vom "dunklen" Mittelalter und stellen uns mittelalterliche Menschen oft als Gefangene irrationalen Aberglaubens vor.
Sprachwissenschaft
Die