Clémence Schupp-Maurer - Habilitationsprojekt
Dr. Clémence Schupp-Maurer
Institut für Musik (» Postanschrift)
Clémence Schupp-Maurer - Habilitationsprojekt
Clémence Schupp-Maurer - Habilitationsprojekt
Musik in der Karibik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts - Eine postkoloniale Untersuchung
In der Karibik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts war Musik in vielen Kontexten zu hören: auf Tanzveranstaltungen, in der Kirche, in Privaträumen, auf den Plantagen, im Theater, in Tavernen oder auch auf den Schiffen. Das Musik-Hören und -Spielen, das Tanzen auf und Schreiben über Musik fanden vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen der Zeit statt und waren von der kolonialen Denkweise, die sich im 18. Jahrhundert entwickelte, geprägt. Wer an welchen Musikpraktiken teilnehmen durfte, unterlag beispielsweise einer staken rassistischen Ordnung. Das Habilitationsprojekt zielt eine Untersuchung des Musiklebens in diesem komplexen politisch besetzten Raum an: Wie klang die alltägliche musikalische Welt der Karibik? Wer war an welchen Musikpraktiken beteiligt? Wie wurde die Musik je nach (politischen) Kontexten und Räumen angepasst und rezipiert? Reiseberichte, Zeitschriften, Verwaltungsakten, Briefe, Libretti u.Ä. werden hierfür in die Analyse herangezogen, wobei ein wichtiger Anspruch des Projektes in einer kritischen methodischen Auseinandersetzung mit diesem nahezu ausschließlich kolonial geprägten Quellenmaterial besteht.