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Iuventus-Preis für Studenten

Zwölf Niederlandistik-Studierende der Universität Oldenburg haben im Rahmen der Verleihung des Iuventus-Preises der Nederlands Genootschap van vertalers eine "eervolle vermelding" erhalten. Ihre Übersetzung der niederländischen Erzählung "Bederf is de weg van alle vlees" von Marcel Möring wurde als vielversprechende Arbeitsübersetzung gewürdigt. Als Preis wurde am 25. September 1999 im Rahmen eines Symposiums im Amsterdamer Tropenmuseum zwei Vertretern der Studierenden, Katih Quecke und Thorsten Robra, das gerade erschienene neue dreibändige Van-Dale-Wörterbuch überreicht.

Die Übersetzung wurde in zwei Seminaren im SS 1998 und im WS 1998/99 unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Grüttemeier mit den Studierenden Jörn Anders, Julia Antufjew, Eugen Blank, Aina Kazimagomedowa, Clara Finke, Maria Ganseforth, Katih Quecke, Maren Pannemann, Thorsten Robra, Andrea True, Michael Urban und Arno Wanders erstellt.
Abgeschlossen wurde das Seminar mit einem Besuch von Marcel Möring an der Universität am 16. Februar 1999, wo er mit den Studierenden über ihre Übersetzung diskutierte.

NWZ vom Dienstag den 03.Mai

Von ,,Moffen" und ,,Kaaskoppen"

Niederlande-Studien vermitteln grenzüberschreitende Erfahrung  

Vor 25 Jahren - exakt am 16. April 1974 - wurde an der Universität Oldenburg der Lehrbetrieb aufgenommen. Viele Wissenschaftler der Hochschule haben sich seither in Forschung und Lehre national wie international einen Namen gemacht. Die NWZ stellt in einer Serie Wissenschaftler und ihre Projekte vor. 

Von Mona Hansen Oldenburg. ,,Rotmoffen en Kaaskoppen" hieß ein Theaterstück, das auf kleineren Bühnen in den Niederlanden und Deutschland gezeigt wurde. Es handelte von den Beziehungen zwischen den ,,Moffen", wie die Niederländer ihre Nachbarn im Osten gelegentlich schimpfen, und den angeblichen Käseliebhabern im Westen, den ,,Kaaskoppen" eben. Es ging also um die Klischees, die die Beziehungen der Niederländer und der Deutschen seit langem unverändert prägen. 
Am Fachbereich Literatur- und Sprachwissenschaften der Oldenburger Universität kann man die gegenseitige Unkenntnis, die zur Klischeebildung führt, mit einem Studium der niederländischen Philologie beheben Das Angebot in Oldenburg ist ,,klein, aber fein". Seine Stärken liegen in einer intensiven Betreuung. ,,Wir achten darauf, Hausarbeiten ausfiihrlich zu besprechen und auf jeden Fall kommentiert zurückzugeben", sagt Ralf Grüttemeier, einer der beiden Professoren des Faches. Außerdem ist da die Nähe  zur  holländischen Grenze und zur Groninger Universität, mit der seit 20 Jahren in Forschung und Lehre kooperiert wird. 
Trotz guter Studienbedingungen sind die Berufsaussichten für die Absolventen jedoch nicht sonderlich gut. Diesem Problem versuchen die Lehrenden mit einem neuen Studiengang zu begegnen. ,,Niederlande-Studien? ist stärker praxisorientiert und soll die Absolventen besser für den Arbeitsmarkt qualifizieren.  Juristisches, politisches und wirtschaftliches Fachwissen ergänzen die Sprach- und Literaturwissenschaft. Zusätzlich absolvieren die Studierenden zwei Auslandssemester in Groningen und ein Praktikum im Nachbarland. Idealerweise öffnet sich  ihnen da der Weg zu einer niederländisch-deutschen Laufbahn ,,Die Signale aus der regionalen Wirtschaft sind ermutigend", sagt Grüttemeier.


NWZ vom Montag den 28. Dezember 98:

Erster Schritt zu einem Europa

Oldenburg. Es ist der 15. Mai 1648. Die Abgesandten stehen um einen runden Tisch, jeweils die rechte Hand erhoben. Spanische und nordniederländische Delegationen haben sich im Ratssaal zu Münster versammelt. Die Nachricht vom Frieden breitet sich schnell aus in der Republik der Vereinigten Niederlande. Turmglocken läuten, die Menschen feiern.
Mit dem Westfälischen Frieden 1648 wurde nicht nur der Dreißigjährige Krieg beendet, sondern auch der ,,Ewige Friede" zwischen den Niederlanden und Spanien geschlossen, wie es im ersten Kapitel des gemeinsamen Friedensvertrages heißt. Mehr als 80 Jahre hatten Spanier und Niederländer gekämpft. Diese Seite des Westfälischen Friedens zeigt die aktuelle Ausstellung ,,Eeuwige vrede - Ewiger Friede 1648" in der Landesbibliothek Oldenburg. Das ,,Nationale Komitee Friede von Münster" aus den Niederlanden hat die Wanderausstellung 350 Jahre später zusammengestellt.
Die Schau beginnt mit dem Bild von der Beeidigung des Friedens in Münster. Aber auch Kriegsszenen sind zu sehen. Soldaten metzeln sich gegenseitig nieder. Zeichnungen und Stiche zeigen den Alltag aus der Zeit des Krieges:
Frauen, Männer und Kinder liegen erschöpft am Boden, zupfen Gras von der Erde und schlachten vor Hunger die eigenen Angehörigen. Dazu finden sich Erklärungen in deutscher und niederländischer Sprache. ,,Das katholische Spanien wollte seinen Einfluß in den nördlichen Provinzen der Niederlande nicht verlieren. Die nördlichen Provinzen wehrten sich gegen Glaubensverfolgungen und den absolutistischen Einheitsstaat", erzählt Hans Beelen, Lehrbeauftragter an der Universität Oldenburg im Fachbereich Niederlandistik. Er hat die Wanderausstellung in die Landesbibliothek geholt.
Beelen ergänzte die Schautafeln der Wanderausstellung mit 40 Büchern aus dem Bestand der Landesbibliothek. ,Eigentlich ist dies eine Doppelausstellung", erläutert er. Die Werke stammen überwiegend aus dem 17. Jahrhundert. Neben spanisch-katholischen Quellen kommen niederländische Historiker zu Wort, zudem sind Flugschriften zu sehen wie zum Beispiel in einem Sammelband von 1620. ,,Zum Aufstand in den Niederlanden erschienen viele Propagandaschriften", berichtet Beelen. ,,Binenkorb des Heyl. Römischen lmmenschwarms seiner Hummelszellen (oder Himmelszellen) Hurrnaußnäster, Bräm(s)engeschwurm und Wäspengetöß..." heißt zum Beispiel die Flugschrift von Philips van Mamix, einem überzeugten Calvinisten.
Außerdem hat Beelen aus dem Fundus der Landesbibliothek Literatur zur Kriegführung ausgesucht, darunter die Beschreibungen von Herman Hugo (1558-1629). Er war der Beichtvater und Betreuer der spanischen Truppen bei der Belagerung der Stadt Breda 1625.
Zwei Atlanten aus dem 17. Jahrhundert warten mit Karten der damaligen niederländischen Provinzen auf. Den Schluß bildet eine Portraitsammlung von AnseIm van Hulle. Aufgeschlagen ist das Bildnis von Hermann Mylius (1603-1657), der sich als Diplomat für die oldenburgische Neutralität im Dreißigjährigen Krieg einsetzte.
Beelen würdigt am Friedenssschluß besonders die Anerkennung der Niederlande und die diplomatische Leistung als solche. ,,Vielleicht war dieses Abkommen der erste Schritt auf dem Weg zu einem Europa."

NWZ vom Donnerstag den 23. April 9

Ein oder zwei Semester in Groningen Pflicht

,,Niederlande-Studien" sind genehmigt
Oldenburg Das Wissenschaftsministerium in Hannover hat zum Wintersemester 1998/99 einen Magisterstudiengang ,,Niederlande-Studien" an der Universität Oldenburg genehmigt. Der von Professor Dr. Ralf Grüttemeier vom Fachbereich Literatur- und Sprachwissenschaften entwickelte Studiengang wird in Abstimmung mit der Rijksuniversiteit Groningen angeboten. Die Genehmigung ist zunächst auf fünf Jahre befristet. Grüttemeier spricht von einem ,,Regionalstudiengang", der den Absolventen Chancen auf einen Arbeitsplatz in beiden Ländern eröffnen soll. Das Studium gliedert sich in ein viersemestriges Grundstudium, das dem Grundstudium der Niederlandistik entspricht. Im viersemestrigen Hauptstudium ist ein Auslandsstudium in Groningen Pflicht, ein Semester beim Studium als Nebenfach, zwei im Hauptfach. Umgekehrt gilt das gleiche für Studierende, die in Groningen "Deutschland-Studien" belegen. Teil des Studiums ist ein Praktikum in der Wirtschaft, wobei Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen diesseits und jenseits der Grenze gelegt wird.

UNI - INFO April

Deutsch-Niederländische Vermittler Magisterstudiengang "Niederlande-Studien" beginnt im Wintersemester   

Ab dem kommenden Wintersemester kann an der Universität Oldenburg das Fach "Niederlande-Studien" belegt werden. Auf Antrag der Universität hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Magisterstudiengang genehmigt. Er ist zunächst als 5-jähriges Modellvorhaben geplant. Beteiligt sind daran auf der einen Seite die Fachbereiche Literatur- und Sprachwissenschaften, Sozialwissenschaften und Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Universität Oldenburg sowie auf der anderen Seite die geisteswissenschaftliche Fakultät der Rijksuniversiteit Groningen. Während das Grundstudium dem der bisher schon angeboteten Niederlandistik entspricht, beinhaltet das Hauptstudium auch die Bereiche Volkswirtschaftslehre. Rechtswissenschaften sowie Geschichte/Politik/Soziologie der Niederlande und Deutschlands im Vergleich. Zwei Studiensemester sind in Groningen zu absolvieren, dazu ein Praktikum in der Wirtschaft. Es sei zu erwarten, daß der Studiengang eine wichtige Rolle im nordwestdeutschen und nordniederländischen Raum spielen könne, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Region Groningen-Ems/Dollart-Oldenburg-Bremen weise große Ähnlichkeiten hinsichtlich der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Struktur auf. Das grenzüberschreitende Studium könne dieser Region wichtige Impulse vermitteln. Weiterhin habe der Studiengang eine überregionale Bedeutung: Sowohl die politischen Bemühungen der letzten Jahre als auch die Probleme großer deutsch-niederländischer Betriebsfusionen belegten die Notwendigkeit von deutsch-niederländischen Vermittlern mit kultureller und ökonomischer ,,Zweisprachigkeit".


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