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Synthese und Auslegung thermischer Trennprozesse unter Verwendung moderner Methoden der Mischphasenthermodynamik

Veranstaltung "Synthese und Auslegung thermischer Trennprozesse unter Verwendung moderner Methoden der Mischphasenthermodynamik"


Steckbrief
 
 Veranstaltungstyp Vorlesung
Seminar
Praktikum
 
 Veranstalter Prof. Dr. J. Gmehling
Dr. J. Rarey
 
 Veranstaltungstermin eine Woche  
 Raumnummer W3 2-240  
 Bemerkung Blockveranstaltung
12.2. - 15.2.2008 (dt.) bzw.
19.2. - 22.2.2008 (engl.)
 


Über die Veranstaltung

Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer mit den heute benutzten Methoden, ihren Anwendungsbereichen und -grenzen vertraut zu machen. Dabei sollen die Aspekte einen besonderen Schwerpunkt bilden, die nach unserer Erkenntnis für die erfolgreiche Modellierung einzelner Trennapparate oder ganzer Anlagen von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören neben den thermodynamischen Daten reiner Stoffe besonders das Phasengleichgewichtsverhalten von Gemischen sowie die Analyse des Verhaltens von Multikomponentensystemen. Neben den üblichen Modellen werden dabei auch die Ansätze zur Beschreibung des realen Verhaltens von elektrolythaltigen Gemischen behandelt.

Nach einer tiefergehenden Behandlung der benötigten thermodynamischen Grundlagen sowie der Grundlagen zur Auslegung verschiedener Grundoperationen wie z.B. Rektifikation, Extraktion, Kristallisation und Membranverfahren wird detailliert auf verschiedenste Ansätze zur Lösung verfahrenstechnischer Probleme mit Hilfe moderner thermodynamischer Methoden eingegangen. Dazu gehören beispielsweise die Auswahl von Zusatzstoffen für Sonderverfahren wie azeotrope und extraktive Rektifikation, extraktive und adduktive Kristallisation oder Hybridverfahren, Zweidruckverfahren etc. sowie eine eingehende Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen der reaktiven Rektifikation. Es soll dabei besonders auch die Fähigkeit zum Verständnis verschiedener grafischer Darstellungen des Gemischverhaltens (Darstellungen auf lösungsmittelfreier Basis, Iso-Linien, Destillationslinien, ...) geschult werden.

Regelmäßige Übungen (zum Teil mit Hilfe des Programms MathCAD) dienen der Festigung des Lernstoffs und bieten dem Teilnehmer die Gelegenheit, sein Verständnis durch Klärung offener Fragen zu vertiefen.

Im Anschluss erfolgt eine Einführung in die Arbeitsweise und Bedienung des Prozesssimulators Aspen Plus (Version 10.0). Dieser letzte Tag wendet sich speziell an Personen, die zuvor noch nicht die Gelegenheit hatten, mit einem Prozesssimulator zu arbeiten.


Webrgmastefudber (tc2@ahoi2uol.demu) (Stand: 07.11.2019)