Menstruation im Fokus

Erfahrungen von Mädchen und Frauen in Deutschland und weltweit

Kostenfreie Menstruationsprodukte

Standorte

Im ICBM befinden sich drei Menstruationsartikelspender. Die ausgestatteten Toiletten sind mit einem Aufkleber (Bild rechts) an der Tür versehen. In kursiv Toiletten mit geschlechtsunspezifischem Zugang.

ICBM Oldenburg: 

  • W15 0-017 Frauen WC ICBM, Foyer
  • W15 1- barrierefreies WC ICBM 

ICBM Wilhelmshaven:

  • ICBM Wilhelmshaven Frauen WC

 

Weitere Spender finden sich:

Wechloy*Haarentor
  • W2 01-147 barrierefreies WC, Ringebene
  • W2 1-145 Frauen WC, Ringebene
  • W1 0-018 Frauen WC, Mensa  
  • W3 Frauen WC, Bereichsbibliothek Campus Wechloy
  •  AStA-Trakt, links neben der Tür zum AStA-Flur

* Die Damen- und Herren-WCs auf der Ringebene werden aktuell umgebaut zu All-Gender-Einzel-WCs. Jede Kabine, die dann direkt von der Ringebene abgeht, wird mit einem Spender für Hygieneprodukte ausgestattet werden.

"Der Spender in der Toilette des ICBM Foyers hat mich schon gerettet. Ohne den Spender hätte ich nach Hause fahren müssen und hätte meine Veranstalltung mittendrin abbrechen müssen."

Studierende, anonym

Was haben die Spender Bildungsgerechtigkeit zu tun?

Studierende, die menstruieren und für die der Erwerb von Hygieneartikeln jeden Monat eine finanzielle Belastung darstellt, möchten unter Umständen das Haus während ihrer Periode nicht verlassen und können somit die Universität nicht besuchen. Oder tritt die Periode plötzlich während des Besuchs der Hochschule auf und die betreffende Person hat keine Hygieneartikel dabei, muss sie nach Hause fahren. Wer keine Möglichkeit hat, den natürlichen Prozess der Menstruation auf hygienische und nicht gesundheitsgefährdende Art und Weise handzuhaben, hat somit nicht den gleichen Zugang zu Bildung wie eine Person, die nicht menstruiert. Dies entspricht nicht unserer Vorstellung von Chancengerechtigkeit. Die Universität möchte dieser Ungerechtigkeit entgegenwirken, indem sie nun kostenlose Menstruationsartikel bereitstellt.

Warum nicht auch Rasierer, Haargel, Kämme, Nagelfeilen und andere Hygieneartikel?

Der Bedarf nach Menstruationshygienartikeln kann im Gegensatz zum Bedarf nach anderen Hygienartikeln unerwartet und zwingend auftreten. Der Umgang mit Menstruationen ohne adäquate Menstruationsartikel kann dabei für Betroffene mental belastend und unter Umständen auch gesundheitsgefährdend sein. Im Zweifelsfall muss die Person ihren Arbeits-oder Studientag unterbrechen oder gar abbrechen.

Ziel der Bereitstellung von Menstruationsartikeln ist es eine sichere und chancengleiche Umgebung für Menstruierende zu schaffen

Wer kümmert sich um die Spender und an wen kann ich mich bei Problemen damit wenden?

Die Spender werden vom Reinigungspersonal aufgefüllt. Falls aber doch mal ein Problem mit den Spendern vorliegen sollte, oder ihr Feedback geben möchtet, könnt ihr euch an Katinka Hoppe wenden.

Werden die Spender denn überhaupt richtig genutzt?

Ja, die bisherige Erfahrung mit den Spendern zeigt, dass diese sehr verantwortungsvoll genutzt werden. 

Geschichte der Spender

Im Januar 2023 stattete ein Team bestehend aus Dr. Beate Grünberg, Dr. Vita Solovjeva und Katinka Hoppe, dank der Finanzierung durch das advisory Board zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses, zwei Damen Toiletten auf der Ringebene am Campus Wechloy mit Spendern aus. Seit 2024 finanziert die Gleichstellung der Fakultät V die Produkte aus dem Gleichstellungsbudget der Fakultät V.

Da die Studierenden sehr rücksichtsvoll und bewusst mit dem Angebot umgehen, konnten von dem geplanten Budget für Produkte, fünf weitere Spender angeschafft werden: drei für das ICBM und für das barrierefreie WC auf der Ringebene in Wechloy. Die Toilette im Bereich der Bibliothek in Wechloy wurden auch ausgestattet. Im Gleichstellungsplan der Universität ist die Bereitstellung von kostenfreien Menstruationsprodukten für die Zukunft nun auch enthalten und soll bald umgesetzt werden.

(Stand: 05.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p117841
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