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Anschrift

Universitätsklinik für Medizinische Strahlenphysik
Pius-Hospital Oldenburg
Medizinischer Campus der Carl von Ossietzky Universität
Georgstraße 12
26121 Oldenburg

Informationen für Studenten

Informationen für Studenten

Auf dieser Seite sind Informationen zum allgemeinen Ablauf von Praktika, Bachelor/Masterarbeiten oder dem Erwerb von Sachkundezeiten zum Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz aufgeführt. Die aufgeführten Punkte sollen den Studierenden dabei helfen neben dem Erlernen des wissenschaftlichen Arbeitens auch die regulatorischen Randbedingungen in unserer AG besser zu verstehen. Die Informationen ersetzen keine Regelungen, die in der Prüfungsordnung oder in anderen studienbezogenen Unterlagen aufgeführt sind sondern sollen Hilfestellung dabei geben, sich in unserer AG zurecht zu finden.

Weitere Informationen finden sich vor allem auch in unserem On-Line Praktikum 

Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz / Wahl der Veranstaltungen

Der Erwerb der Fachkunden im Strahlenschutz für die Strahlentherapie, Nuklearmedizin oder Radiologie wird im sogenannten Richtlinienmodul MPE geregelt. 

In Oldenburg können Großteile der Voraussetzungen zum Erwerb der Fachkunde erlangt werden. Aufgrund der langen Sachkundezeit (Praktische Tätigkeit von mehr als einem Jahr Vollzeit), ist ein kompletter Erwerb der Fachkunde  nur während einer zusätzlichen praktischen Ausbildungszeit möglich. Jedoch kann in Oldenburg ein Teil der dieser zusätzlichen Zeit erworben werden, so dass eine Eintritt in den Beruf häufig problemlos möglich ist. 

Die Fachkunde setzt sich zusammen aus

-  einer  „Geeigneten Ausbildung”mit theoretischem Wissen (Eingangsvoraussetzung)

-  praktischer Erfahrung (Sachkunde) 

-  spezifischen Strahlenschutzkursen

Die geeignete Ausbildung kann dabei durch ein Master-Studium Medizinphysik oder durch gleichwertige Ausbildung mit Hochschulabschluss nachgewiesen werden. An der Uni Oldenburg ist der zweite Weg möglich. Hierfür müssen Veranstaltungen besucht werden, die den Stoffinhalt des Richtlinienmoduls Anlage 1 (Wissensstand) abdecken. Treten hier Lücken auf, so können diese im Rahmen eines Fachgespräches am Ende des Fachkunderwerbs nachgewiesen werden (etwa durch Selbststudium oder Besuch weiterer Kurse). 

In Niedersachsen gilt zudem die landeseigene Regelung, dass das Fachgespräch am Ende des Studiums NICHT ohne signifikanten Nachweis einer Art Grundausbildung in Medizinischer Physik durchgeführt werden kann. Insofern kann man mit einem normalen Physik-Studium ohne Besuch grundlegender Veranstaltungen die Fachkunde nicht erwerben.

Der Inhalt dieser „Grundausbildung” ist, wird immer individuell entschieden. 

Für Oldenburg gilt hier bisher der Besuch folgender Veranstaltungen als obligatorisch:

- Biomedizinische Physik und Neurophysik (5.04.317)

- Einführung in die Kern- und Teilchenphysik (5.04.341)

- Medical Radiation Physics (5.04.4242)

- Hochenergiestrahlenphysik (5.04.4642)

- Grundlagen der Physiologie (bio 279)

Bei vorhandener Lehrkapazität bieten wir regelmäßig weitere Veranstaltungen an, so dass im typischerweise alle Anforderungen nach der Anlage 1 Richtlinienmodul für die Bereiche Strahlentherapie und Radiologie abgedeckt werden können. Belegt man diese Veranstaltungen, so kann man aus den Studiengängen Physik, Engineering Physics und PTM heraus prinzipiell die Fachkunde erwerben. 

Strahlenschutzkurse:

Die Strahlenschutzkurse werden, wenn möglich, auch innerhalb des Studiums angeboten. 

Grundkurs 

Hierfür kooperieren wir unter anderem mit dem Seminar für Strahlenschutz am Krankenhaus Links der Weser in Bremen.Hier kann der Grundkurs im Strahlenschutz nach vorheriger Anmeldung beim Seminarleiter besucht werden. Informationen zu Terminen und zur Anmeldung finden sich hier.  Wichtig: bitte Anmeldungen per email und euch als Medizinphysik Studenten der Uni Oldenburg ausweisen. Ansonsten fallen Kosten an. 

Spezialkurs

Der Spezialkurs im Strahlenschutz konnte bis vor einigen Jahren im Rahmen des Studiums in Kooperation mit dem Pius-Hospital Oldenburg angeboten werden. Dies ist zurzeit nicht möglich. Im Moment läuft jedoch gerade ein Antragsverfahren. Bis dahin wird der Kurs nicht angeboten. Die Spezialkurse können im Rahmen des Sachkundeerwerbes auch bei externen Kursanbietern (kostenpflichtig besucht werden). 

 

Hinweis: Zusätzlich zum oben dargestellten Verfahren der Fachkunde bietet die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik eine Weiterbildung, die sogenannte Fachanerkennung. Auch diese setzt sich wieder aus praktischer Tätigkeit und theoretischem Wissen zusammen. Die Kurse, die von uns angeboten werden, können auch für die spätere Beantragung der Fachanerkennung verwendet werden.  Bei Fragen zu diesem Verfahren sprecht uns bitte an. Diese Fachanerkennung ist NICHT notwendig um später als Medizinphysiker im Krankenhaus zu arbeiten. 

 

 

 

Erwerb der Sachkundezeiten

Sachkundezeiten können sowohl im Rahmen von Praktika, Studentenjobs oder auch Abschlussarbeiten erworben werden. Neben der reinen Zeit (38,5h=1Woche Sachkundezeit) müssen erlernte Fähigkeiten und praktische Erfahrungen testiert werden.

Studierenden können in der Klinik prinzipiell Sachkundezeiten für die Teletherapie, Brachytherapie, Nuklearmedizin und Radiologie erwerben. Es steht ihnen frei an allen Tätigkeiten der Medizinphysik mitzuwirken. Die notwendigen Aspekte der Ausbildung sind wiederum im Richtlinienmodul geregelt.  Es liegt in der Eigenverantwortung des Kandidaten/der Kandidatin, welche Fähigkeiten erlernt werden und sich diese auch testieren zu lassen. Auf Grundlage der Zeiten und Kompetenzen wird am Ende ein Sachkundezeugnis erstellt. 

Praktika, Internships, Lab-Projects

Der Ablauf der Praktika richtet sich zum einen nach den Anforderungen des Studiengangs, zum anderen aber auch am Ziel des Praktikums (Forschung, Klinik, etc.).


Im grundlegenden klinischen Praktikum werden zunächst die typischen Abläufe des Berufsbildes Medizinphysiker kennen gelernt, bevor dann in einem zweiten Schritt kleinere Forschungsprojekte hinzukommen können.

 

Ablauf von Abschlussarbeiten:

Um das Thema der Abschlussarbeit individuell auf die persönlichen Interessen und Fähigkeiten abzustimmen möchten wir die Studierenden vor der ersten Arbeit im Rahmen eins Praktikums (F-Prakikumsversuch Strahlenphysik, Lab-Projekt oder freiwilliges Praktikum) näher kennen lernen. Nach dem erfolgreichen Abschluss wird die Themenwahl gemeinsam an den Interessen des Kandidaten und an den aktuellen Themen der AG getroffen. Anhand der Aufgabenstellung definiert sich im Allgemeinen auch der Zweitbetreuer der Arbeit. Vor dem Beginn der Abschlussarbeit tragt euch bitte in diese Veranstaltung ein.

Eckpunkte der Ablaufes:

Abschlussarbeiten bei uns sind grundsätzlich Präsenz-Arbeite, die nur zu einem kleinen Teil im Home-Office durchgeführt werden können. Insbesondere werden Abschlussarbeiten teilweise auch auf die Sachkundezeiten angerechnet. Daher ist eine regelmäßige Anwesenheit vor Ort zwingend notwendig. Darüberhinaus ist der regelmäßige Austausch und das Zusammensein auch einen wichtige soziale Komponente innerhalb einer Arbeitsgruppe. 

Für klinisch orientierte Abschlussarbeiten sowie für alle Tätigkeiten die dem Erwerb der Sachkunde im Strahlenschutz dienen sollen, ist die sichere Vewendung der deutschen Sprache Voraussetzung. Die Entscheidung über die Qualität der Deutschkenntnisse  wird in den vorbereitenden Praktika getroffen (es sind also keine Zertifikate notwendig). Die Sprache der wissenschaftlichen Aspekte (Vorträge, Abschlussarbeit, Diskussionen) ist entweder Deutsch oder Englisch.

Theoretische Grundlage für die Durchführung einer Abschlussarbeit ist der Lehrinhalt der Vorlesungen zur Strahlenphysik, Astrophysik und/oder Space Environment aus dem jeweiligen Studienprogramm.

  • Nach Themenwahl und Festlegung eines Startdatums, erwarten wir eine regelmäßige Arbeit am Thema. Wir gehen von einem Workload von 40 Stunden pro Woche aus, die mit der jeweiigen nominellen Dauer der Arbeit zu multiplizieren sind, um den gesamten Workload zu erhalten. Weniger Aufwand pro Woche ist mit den Beteruern abzusprechen (jedoch verlängert sich dann die Bearbeitungszeit entsprechend).
  • Für das Miteinander in der Arbeitsgruppe und einer Optimierung des Austausches über den Fortgang der Arbeit erwarten wir eine permanente Anwesenheit des/der Kandidaten/in in unseren Büroräumen (etwa 80% des Workloads, 20% Homeoffice ist maximal möglich).  
  • Ein Arbeitsplatz wird in unserem Co-Working Space zur Verfügung gestellt.
  • Wir erwarten von den Kandidaten, dass sie einen eigenen Laptop besitzen und für die Durchführung der Arbeit verwenden.
  • Experimente, Messdaten, Auswertungen, Software müssen so aufbereitet werden, dass ein Nachvollziehen jederzeit möglich ist. Die Daten müssen zudem regelmäßig in unserem Cloudspeicher hinterlegt und aktualisiert werden. Einen Verzeichnis erstellen wir euch auf Anfrage. Eigene Cloud Verzeichnisse dürfen natürlich benutzt werden, reichen aber nicht aus. Die Daten müssen letztendlich auf unserem Verzeichnis liegen. Ohne adäquate Ablage der Dateien können wir euch leider keine Note geben. Dabei ist folgende Struktur einzuhalten:
  •  Jahr-Nachname-Projektname
    • Bspw: 2015-Mustermann-Volumeneffekt Ionisationskammern
  •  
    • Unterordner
    •  
      • 1. Literatur:
      • sämtliche Referenzen (Paper,Abstracts, Manuals etc.)
    •  
      • 2. Materialien:
      • Arbeitsordner: Versuchsbeschreibungen, Messdaten, Auswertungen, geschriebene Software, spezielle Sekundärsoftware die von Interesse für das Projekt ist usw
      • 3. Zwischenergebnisse: Labreports, Vorträge innerhalb der AG oder an der Uni
      • 4. Endergebnisse: Thesis, Abschlussvortrag, Publikationen und Proceedings (Abstracts, PDFs und PPTs derPoster/Vorträge)
  • Die Vollständigkeit/Qualität der Datenaufbereitung wird im Rahmen des Gutachtens zur Arbeit berücksichtigt und hat somit Einfluss auf die Note. 
  • Die Betreuer/inen stehen regelmäßig für Fragen zur Verfügung und sollten kontinuierlich über den Fortgang der Arbeiten informiert werden.
  • Auswertungen werden in Form von kurzen Labreports/Präsentationen geschrieben. Master-Kandidaten*innen stellen ihre Ergebnisse einmal zur Mitte und einmal am Ende ihrer Arbeit im Abteilungsseminar vor. Bachelor-Kandidaten*innen einmal am Ende. 

Abschlusskolloquium zur Abschlussarbeit.

Sieht der Studiengang ein Abschlusskolloquium vor, so findet dies in der Regel im Rahmen des AG-Seminars (Montags) statt. Die Note des Kolloquiums setzt sich zu je 50% aus dem Vortrag sowie der anschliessenden Diskussion/Fragerunde zusammen. Dabei werden grundsätzlich auch Fragen zu den physikalischen Grundlagen der Abschlussarbeit gestellt.

Wir freuen uns sehr darauf euch in unserer AG zu begrüßen!

Bewertungskriterien für Abschlussarbeiten

Folgende Kriterien legen wir im allgemeinen für Bachelor- und Masterarbeiten zu Grunde.

 

Praktischer Teil (30%)

(Literaturrecherche, Planung der Versuche, Simulationen, Experimente, regelmäßige Erstellung von Lab-Reports, selbstständiges Arbeiten und Arbeiten in der Gruppe, Anwesenheit in der Gruppe, Aufbereitung der Messdaten, Bereitsstellung der Ergebnisse im Cloudspeicher...)

 

Erfassung, Entwicklung und Darstellung der in der Themenstellung enthaltenen Probleme (10%)

(klare Formulierung der Problemstellung, Hinführung zum Thema, Verdeutlichung der Relevanz des Themas, Entwicklung von Beleg- bzw. Argumentationsketten bzgl. der Problemstellung und nicht nur Behauptungen/Mutmaßungen)

 

Logischer bzw. systematischer Aufbau der Arbeit (10%)


 

(schlüssiger und verständlicher Aufbau, Erkennbarkeit eines „roten Fadens“), Schlüssigkeit der Argumentation, Verständlichkeit und Aussagekraft der an- gebrachten Argumente, Beleg der Aussagen durch (Mess-Daten/Literatur,...)

 

Vollständigkeit und Richtigkeit der Ausführung (10%)

(Berücksichtigung aller wichtigen und relevanten Aspekte des Themas, ausreichende Erläuterung von Tabellen und Abbildungen, klare Formulierung der Ergebnisse, Bezug der Ergebnisse zur Problemstellung, Diskussion der Ergebnisse,...)

 

Eigenständige Beiträge (20%)

(Hinweise auf übergreifende Zusammenhänge und/oder weiterführende Fragen, Entwicklung begründeter eigener Konzepte, Lösungsansätze, Experimente, Theorien, selbst erstellte experimentelle Aufbauten, verwendete Messtechniken, als notwendig erkannte Variationen, Darlegung, warum andere Lösungswege nicht gewählt wurden bzw. nicht möglich waren, Ideen- und/oder Interpretationsreichtum, Sorgfalt, kritische Analyse und Hinterfragung der Ergebnisse u.a. auch bzgl. des wissenschaftlichen Werts der Arbeit, Auswertungen und Darstellungen mit eigenen Bildern/Tabellen etc.)

 

Sprachliche Angemessenheit (10%)

Stil, richtige Definition und Verwendung der für die Problemstellung wichtigen Begriffe/ Fachsprache, Verständlichkeit

 

Beachtung formaler Vorschriften (10%)

(Literaturnachweis, Titelblatt, Rand etc.), Rechtschreibung, Zeichensetzung

 

 

Notenskala:

 

Punkte

100-96

91-95

86-90

81-85

76-80

71-75

66-70

61-65

56-60

50-55

<50

Note

1,0

1,3

1,7

2,0

2,3

2,7

3,0

3,3

3,7

4,0

5,0

Publikationen:

Wir streben an jedem Studierenden während seiner Abschlussarbeit die Möglichkeit zu geben erste Publikationen zu verfassen. Hierbei starten wir typischerweise mit Tagungsbeiträgen (Proceedings) und arbeiten uns dann schrittweise zum Peer Reviewed Paper vor. Aufgrund der Vielzahl der Projekte (ca. 30-50/Jahr) ist eine allerdings gewisse Formalisierung des Ablaufes notwendig:

Das Verfassen einer Publikation/Tagungsbeitrages wird gemeinsam mit den beiden Betreuern beschlossen und das Autorenteam festgelegt, welches an der Durchführung des Projektes und dem Verfassen der Publikation beteiigt ist. Die Reihenfolge der Autoren wird möglichst früh abgesprochen.

Bei dem Verfassen der Publikation sind etwaige Deadlines zu beachten und ist allen Ko-Autoren genügend Zeit einzuräumen die Texte frei zu geben. Für die erste Version sollten dies mindestens eine Woche für termingebundene Proceedings sein. Ein Einreichen durch den Erstautor ohne die Freigabe ist nicht gestattet. Nachdem alle Bemerkungen der Ko-Autoren eingearbeitet sind erfolgt die die letztendliche Freigabe des Textes durch die Betreuer. Ein Einreichen ohne Freigabe durch die Betreuer ist nicht gestattet und kann zum zurückziehen der Publikation führen.

Diese Regeln gelten für Paper, Abstracts, Poster aber auch für Vorträge etc.

(Stand: 05.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p45134
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