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Dr. Birte Lipinski
Referatsleitung Referat Forschung und Transfer

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Sprecher

Prof. Dr. Carsten Agert

Prof. Dr. Christoph Lienau

Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff

 

Energie der Zukunft

Energie der Zukunft

Der Oldenburger Weg:  Energieforschung an der Universität Oldenburg

Zukunftsweisende Energieforschung hat in Oldenburg eine lange Tradition. Forschende der Universität gehörten zu den ersten, die sich in den 1970er Jahren mit erneuerbaren Energien befassten. Bereits in den 1980er Jahren wurde auf dem Campus ein „Energielabor“ mit eigenständiger Solar- und Windstromversorgung eingerichtet – der Grundstein für den heutigen Forschungsschwerpunkt Erneuerbare Energien. Bis heute ist die Energieforschung hier ein Aushängeschild – ungewöhnlich an einer Universität ohne Ingenieurswissenschaften. 

Inzwischen bilden rund 30 Professor*innen mit ihren Arbeitsgruppen den Kern der Oldenburger Energieforschung, von den Naturwissenschaften (z. B. Materialforschung für Solarzellen und Batterien, Windphysik) über die Informatik (digitale Energiesysteme) bis hin zu Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die die Transformation des Energiesystems aus ökonomischer und gesellschaftlicher Perspektive untersuchen.

Das Energielabor ist eins der wenigen baulichen Zeugnisse aus der Zeit, in der die Energiewende ihren Ursprung nahm. Das für damalige Verhältnisse außergewöhnlich energieeffiziente Gebäude ging 1982 in Betrieb. (Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt)

Oldenburger Energieforschung –  von ihren Anfängen bis heute 

Ausgewählte Beispiele aus der Energieforschung – von der Windphysik bis zur Innovationssoziologie

 

Das Ziel: Nachhaltige Energietransitionen gestalten

Expertisen, Institute, Netzwerke und Ausbildungsangebote wurden zu einem interdisziplinärem Forschungscampus „Energie der Zukunft“ vernetzt mit dem Ziel, eine nachhaltige Energietransition zu gestalten. Diese Zusammenarbeit zahlt sich in regionalen, nationalen und internationalen Projekten und Kooperationen sowie Lehrangeboten (Studienprogramme und Weiterbildungen) aus.

Die gemeinsamen Forschungsaktivitäten sind maßgeblich in zwei interdisziplinären Clustern formiert, von denen eines den Schwerpunkt „Material“, das andere den Schwerpunkt „Systeme und Vernetzung“ verfolgt. Die in diesen beiden Clustern forschenden Wissenschaftler*innen sind in eine Vielzahl (inter-)nationaler Forschungsverbünde eingebunden, die das gesamte Forschungsspektrum von Grundlagen der Energiewandlung, technischen Wandlungssystemen bis hin zur systemischen Vernetzung und Bewertung abbilden. 
Komplementiert wird dieser umfassende Forschungsansatz durch einzigartige und international alleinstellende Experimentalfelder (Windkanal, Smart City Reallabor, Cyber-Resilience-Labor, Attosekunden-Labor, Ultrakurzzeit-Elektronenmikroskop), die in der Lehre in profilbildenden Studiengängen verankert sind. 

Beim Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis profitiert der Schwerpunkt von langjährigen Kooperationsbeziehungen zu regionalen Unternehmen der Energiewirtschaft (z.B. EWE, Enercon), die am Standort gemeinsam mit der Universität im Oldenburger Energiecluster (OLEC) organisiert sind.

Cluster Material

Das Forschungcluster „Material“ bündelt die Aktivitäten im Bereich der Nano-, Quantum- und Energieforschung. Die drittmittelstarken Forschungsgruppen sind gut vernetzt; eine zentrale Kollaboration der Akteure findet im Projekt „Dynamics at the Nanoscale“ statt. Übergeordnetes Ziel ist die Erforschung grundlegender Energiewandlungsprozesse und deren Quantendynamik in Nanostrukturen, die oft auf extrem kurzen räumlichen und zeitlichen Skalen stattfinden und vielfach noch unverstanden sind. Der Transport von Elektronen, Kernen, Spins und elektromagnetischer Strahlung auf der Nanoskala ist für zukünftige Anwendungen von Nanomaterialien in der Quantenkryptographie, der Quanteninformationsverarbeitung (z.B. in Quantencomputern), in der Quantensensorik, aber auch in ultra-schnellen optischen Computern, optoelektronischen Bauelementen, Solarzellen oder Batterien unabdingbar und wird mit innovativen experimentellen und theoretischen Methoden untersucht. Die Entwicklung des Forschungsclusters wurde in den vergangenen Jahren durch DFG-Förderungen unterstützt und durch fünf strategische forschungsstarke Neuberufungen – zwei Lichtenberg-Professuren, eine Professur im Professorinnenprogramm des Bundes und des Landes sowie zwei Berufungen von ERC-Starting Grants-Geförderten) – gestärkt und zukunftsorientiert aufgestellt. 

Forschungsgruppen im Cluster Material

Electronic Structure Theory EST 

Ultrafast Nano-Optics - UNO 

Ultrafast Coherent Dynamics

Scanning Probe Spectroscopy

QuantumBio

Quantum Materials

Technical Chemistry 1

Physikalische Chemie 2

Cluster Systeme und Vernetzung

Im Forschungscluster „Systeme und Vernetzung“ sind neben den Forschungsbereichen Windphysik und Energieinformatik insbesondere auch außeruniversitäre Akteure wie das universitäre An-Institut OFFIS und das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) integriert – insgesamt also circa 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das übergeordnete Ziel des Clusters zusammen mit energieaffinen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften am Standort Oldenburg ist die Vernetzung von Energiesystemkomponenten, -technologien, -materialien und -modellen zu großskaligen Systemen, um nachhaltige Energietransitionen zu gestalten. In zahlreichen Projekten wird dieser interdisziplinäre Ansatz vertieft. Mehrere Forschungsgruppen verbinden die einschlägige Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, die Windenergieforschung, Forschungen zu Energietechnologien, Energieinformatik und Energiesystemen sowie die Physikalische und technische Chemie.

Die Oldenburger Energieforschung ist nicht nur innerhalb der Universität stark aufgestellt. Diese ist eng mit mehreren Forschungsinstituten am Standort verbunden: dem ForWind – Zentrum für Windenergieforschung, dem OFFIS – Institut für Informatik und dem DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme.

Zudem ist die Oldenburger Energieforschung ist aktiv in regionalen und überregionalen Netzwerken. Die Universität Oldenburg ist Gründungsuniversität im Energieforschungsnetzwerk Niedersachsen efzn, beteiligt sich aktiv in regionalen, überregionalen, nationalen und internationalen Initiativen, Programmen, Netzwerken und Kooperationen. Neben dem efzn gehören hierzu Powerhouse Nord, das Oldenburger Energiecluster OLEC und die Metropolregion Nordwest.

Forschungsgruppen im Cluster Systeme und Vernetzung

Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften 
Den Wandel verstehen

Windenergieforschung
Die Kraft des Windes

Energietechnologien, Energieinformatik, Energiesysteme
Auf das Netz kommt es an

Physikalische und technische Chemie
Materialien verstehen

Forschungsinstitute Energie

ForWind – Zentrum für Windenergieforschung (Dr. Stephan Barth – Geschäftsführung)

OFFIS – Institut für Informatik (Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff – Bereichsvorstand Energie)

DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme (Prof. Dr. Carsten Agert – Institutsdirektion)

(Stand: 20.04.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p46228
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