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  • Weiterbildung "Betriebliches Bildungsmanagement"

Klassisch, dual oder berufsbegleitend zum Bachelor?

Welcher Weg zum Bachelor BWL passt zur Generation Z? Das sind die Pros und Cons am Beispiel Betriebswirtschaftslehre, einem der beliebtesten Studiengänge. 

Berufseinsteiger legen heute mehr Wert auf Work-Life-Balance, wie unter anderem eine Studie der Hochschule Mainz zeigt. Aber was ist eigentlich mit der Work-Study-Balance der Generation Z, also der zwischen 1995 und 2010 Geborenen? 40 Stunden pro Woche plus Überstunden – das passt nicht zu einem Lebensentwurf, in dem Zeit für Freizeit, Familie und Freundschaften wichtig sind. 

Das gilt für die Arbeit ebenso wie für das Studium. Wer sich einen Bachelor als Ziel setzt, muss als nächstes seinen Weg dahin wählen. Denn Interessierte haben etwa im betriebswirtschaftlichen Bereich die Qual der Wahl. Sie können klassisch in Vollzeit, dual mit oder ohne Ausbildung oder berufsbegleitend studieren. 

Beim „normalen“ Studium an einer Hochschule gibt es viel Theorie und nur einzelne kurze Praktika – und kein Gehalt. Bei der dualen Variante werden dagegen die bezahlte Mitarbeit im Unternehmen und das Studieren kombiniert. Das ist oft mit hohen Belastungen verbunden – schließlich müssen zugleich die Anforderungen im Betrieb und an der Hochschule erfüllt werden. Erholungsphasen gibt es kaum. Wer es stressfreier mag und lieber eins nach dem anderen angehen will, kann zunächst eine Ausbildung absolvieren. Später kann man dann parallel zum Job den Bachelor-Abschluss berufsbegleitend erwerben.

Wer bereits im Beruf steht und für den nächsten Karriereschritt zum Beispiel einen BWL-Bachelor anstrebt, nimmt in der Regel kein klassisches oder duales Studium auf. Denn dabei gibt es entweder kein Gehalt beziehungsweise ist es bei der dualen Variante mit durchschnittlich rund tausend Euro recht niedrig. Im Vergleich zum Verdienst in einer regulären Anstellung würde dies einen deutlichen finanziellen Rückschritt bedeuten. Anders sieht es bei einem berufsbegleitenden Studium aus: Berufstätige können wie gewohnt bei vollem Gehalt arbeiten und müssen nicht auf ihren erarbeiteten Lebensstandard verzichten. Auch wenn die Studienkosten und der höhere Steuersatz berücksichtigt werden, lohnt sich die berufsbegleitende Variante für Beschäftigte deutlich mehr. Das zeigt ein überschlägiges Rechenbeispiel über den Zeitraum von drei Jahren: 

Duales Studium: 
Nettogehalt ca.                        30.000 Euro 

Berufsbegleitendes Studium: 
Nettogehalt ca.                        80.000 Euro
– Studienkosten ca.                    15.000 Euro
Vorteil berufsbegleitend             35.000 Euro

Viele Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten, wenn ihre Angestellten neben dem Job studieren. Dann fällt der Vorteil noch größer aus. Neben dem finanziellen Plus gibt es weitere Argumente für das berufsbegleitende Studieren. Gegenüber den stark strukturierten dualen Angeboten ist man deutlich flexibler. Gelernt wird überwiegend online und es gibt nur wenige kompakte Workshops. So lassen sich Studium, Job und Freizeitaktivitäten gut vereinbaren. Außerdem können die Teilnehmenden von berufsbegleitenden Studiengängen ihre Praxiserfahrung direkt in das Studium einbringen. So lassen sich zum Beispiel Entwicklungsprojekte aus dem Arbeitsalltag gemeinsam bearbeiten und sogar als Prüfungsleistung werten. Und während der Bildungsanbieter bei der dualen Variante festgelegt ist, kann man die Hochschule beim berufsbegleitenden Studium frei wählen. Dieses Modell bietet also die Flexibilität, die der Gen Z so wichtig ist.

Berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre am C3L studieren: uol.de/bwl

Kontakt

Nicola Seitz, T +49(0)441 798-5045, E bwl@uni-oldenburg.de

Webmaster (Stand: 12.12.2025)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p113576n11441
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