Prof. Dr. Andrea Strübind
Direktorin Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik

+49 441 798-2165 

Theologie und Geschichte

Projekt „Grenzgänger im Nordwesten“

Theologie und Geschichte: Niederländer in Ostfriesland – Sprache, Wirtschaft und Kultur seit der Frühen Neuzeit

Die bisherigen Kooperationsprojekte haben gezeigt, wie sehr die transnationalen Regionen Ostfriesland, Friesland und Groningen vor allem in der Frühen Neuzeit als zusammenhängender und sich gegenseitig beeinflussender Kulturraum verstanden werden müssen. Neuere Forschungsansätze der transregionalen Geschichte weisen auf die Durchlässigkeit frühneuzeitlicher Grenzen hin, die von den Akteuren auch als solche erfahren wurden. Diese Porosität hat in Ostfriesland starke historische Wurzeln, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Dennoch wissen wir zurzeit noch wenig über die Alltagsmigration aus den Niederlanden und über den grenzüberschreitenden Einfluss der niederländischen Sprache und deren Wirkungen auf die Gesellschaften diesseits und jenseits einer immer wieder neu ausgehandelten Grenze.

Das Projekt „Grenzgänger im Nordwesten“ widmet sich diesem in der Forschung noch wenig behandelten Thema und zielt in erster Linie auf die Einbeziehung von Studierenden in Groningen und Oldenburg in die skizzierte Forschungsperspektive. Es verbindet hierbei die Expertise der an der Kooperation Beteiligten an den Universitäten Groningen (Prof. Dr. Raingard Esser, Geschichte der Frühen Neuzeit, Prof. Dr. Bart Ramakers, Altniederlandistik) und Oldenburg (Prof. Dr. Andrea Strübind, Kirchengeschichte) mit dem Forschungsbestand der Johannes a Lasco Bibliothek Emden, und der Sondersammlung der Universitätsbibliothek Groningen. Mehtodisch und theoretische Grundlage des Forschungsprogramms sind die jüngsten Ansätze zum Konzept des akteurr-zentrierten Transregionalismus.

(Stand: 26.11.2021)