Navigation

Erfahrungsberichte vom Auslandsstudium an den Universitäten in Groningen, Leuven und Leiden

Bericht 1: Groningen - von Judith Zielske und Nina Weber: "Was dich nicht umbringt, macht dich stark"

Warum Groningen?

Als Studenten der Niederlandistik bot sich für uns ein Auslandsjahr in den Niederlanden natürlich an und Groningen als Partneruniversität schien uns besonders günstig. Die Bewerbungsunterlagen waren zwar recht umfangreich, aber im Großen und Ganzen war die Bewerbung unkompliziert. Groningen war uns als Stadt auch nicht unbekannt und vor allem nicht unsymphatisch. Doch nach einem Jahr dort ist unsere positive Einstellung gegenüber der Stadt doch ziemlich getrübt.  Damit es bei euch besser wird, hier einige Tipps von uns:

Unterkunft

Tipp 1:

Sucht euch eigenständig eine Unterkunft und nehmt nicht das Angebot vom Housing Office wahr, wenn es euer Ziel ist, die niederländische Sprache zu verbessern und auch den einen oder anderen Niederländer kennen zu lernen. Der Wohnungsmarkt in Groningen ist ziemlich überlastet, also fangt rechtzeitig mit der Suche an und rechnet mit höheren Mietkosten als hier in Oldenburg. WG-Suche ist über www.kamerhuren.netwww.kamernet.nl oder www.studentenkamers.nl möglich. Manchmal gibt es auch Angebote zum Tausch einer Wohnung.

Nehmt euch das wirklich zu Herzen, sonst geht es euch vielleicht wie uns:

Den ersten Schock hat uns die Preisliste des Housing Office versetzt, die uns wenige Wochen vor Studienbeginn zugesandt wurde: innerhalb von 10 Tagen mußten wir die Kaution von 300 € überweisen und somit die Katze im Sack zu kaufen, und das für mindestens 5 Monate laut Knebelvertrag. Wenigstens wurde unser Wunsch berücksichtigt, im gleichen Wohnheim untergebracht zu werden, das war jedoch auch das einzig positive. Das Negative überwieg deutlich: Miete von 290€ für 12 m² im Gefängnisstil möblierte Zimmer, Dusche und Klo auf dem Gang und einer Küche für 52 Leute in einem total heruntergekommenen Wohnheim, Stromausfälle, kaputte Waschmaschinen und Kühlschränke, ausströmendes Gas am Herd, kaltes oder gar kein Wasser aus der Dusche, nicht zu öffnende Fenster… die Liste ist lang und reicht bis zu Ameisen und ganzen Fruchtfliegenkolonien in der Küche sowie im Aufenthaltsraum.

Wer vorher ein recht lässiges Verhältnis zur Sauberkeit hatte, wird spätestens nach vier Monaten dem Putzwahn verfallen sein. Diesen Wahn muss man dann auch alle ein bis zwei Wochen beim „kitchen duty“ unter Beweis stellen, da viele internationale Studenten noch nicht gelernt haben, ihren eigenen Dreck wegzumachen. So sind jeden Abend vier bis fünf mehr oder minder motivierte Menschen dazu verdonnert die Küche auf Vordermann zu bringen, auch wenn dies schon nicht mehr möglich ist.  Ein Telefon gibt’s auch nicht, aber immerhin eine zeitweise recht gut funktionierende Internetverbindung.

Das Leben auf dem Campus

Von Leben kann hier keine Rede sein; zum gemütlichen Verbleib lädt der Campus der RUG nämlich nicht gerade ein. Wenn die Sonne scheint, kann man draußen auf dem Steinboden schon mal ein Stündchen sitzen und günstigen Kaffee schlürfen. Wenn man Hunger hat, muss man aber nach Hause: denn es gibt weder eine Mensa noch kann man in der Innenstadt erschwingliche Snacks (außer belgischen Pommes) kaufen. Regnet es jedoch, ist es in der Uni ziemlich ungemütlich und rauchen darf man auch nicht. Und geregnet hat es viel.

Die Seminare sind tatsächlich wie versprochen nicht so überfüllt wie die Massenstudiengänge in Oldenburg (Germanistik und Anglistik). Allerdings bedeuten die hier eher kleinen Studiengänge auch ein kleines Angebot an Seminaren. Es wurde uns Nahe gelegt nur Seminare aus den ersten zwei Studienjahren zu belegen, welche für uns jedoch größtenteils eine Wiederholung dargestellt haben. Um ein Seminar zu bestehen, mussten wir entweder eine Klausur oder eine mündliche Prüfung absolvieren, zur Anerkennung in Oldenburg war noch eine zusätzliche Hausarbeit nötig, die nicht zwangsläufig von unseren niederländischen Dozenten gelesen wurde. Wie sich herausgestellt hat, sind die Studiengänge Magister und Bachelor/Master nicht wirklich kompatibel. Die Bachelorstudenten werden es hier bestimmt einfacher haben.

Tipp 2:

Es ist sicherlich hilfreich die KP-Anforderungen vorher sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden genaustens abzuklären.

Tipp3:

Das Sportangebot der RUG hat uns wirklich positiv überrascht: für 50€ Jahresbeitrag kann man wirklich tolle Sachen wie Klettern, Squash und Segeln belegen (www.aclosport.nl)

Soziale Kontakte

Mit den International Students aus unserem Wohnheim sind wir nie so wirklich warm geworden (trotz kitchen duty und von uns initiierten Niederländisch-Abenden). Vielleicht lag es daran, dass wir nicht hergekommen sind, um ein Jahr lang jeden Abend zu feiern, vielleicht auch daran, dass wir zu den wenigen Leuten gehören, die tatsächlich Interesse an Land, Kultur und Leuten hatten oder auch einfach daran, dass wir keine Wings-Mitglieder (Wings ist die niederländische Organisation für internationale Studenten) waren und uns geweigert haben, in unseren zahlreichen Mitbewohnern sofort unsere neuen besten Freunde zu sehen.

Auch das Mentorprogramm ist bei uns leider fehlgeschlagen, da unsere Mentoren just dann aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, als wir bereits alles Wichtige geregelt hatten.

An der Uni bzw. über das Sportprogramm der Uni war es auch nicht leicht Niederländer/innen kennen zu lernen. Über Kennlerngespräche und einige lockere Kontakte ging es nicht hinaus.

Tipp 4:

Vielleicht sollte man es mit mehr Eigeninitiative versuchen: einen Tandem-Partner suchen oder Mitglied einer Studentenvereinigung werden, die jedes Studienfach hat.

und falls ihr doch mal nichts zu tun haben solltet:

Tipp 5:

Als Student der Faculteit der Letteren (Faculty of Arts) kann man in der Bibliothek umsonst DVDs ausleihen.

Lebenshaltungskosten

Das Leben (nicht nur die Mieten) ist in Groningen schon ein bisschen teurer. Somit ist es wohl nicht verwunderlich, dass uns bei Erhalt des BAföG-Bescheids spontan die Tränen in die Augen schossen: gerade mal 3,35€ bzw. 9€ Auslandszuschlag pro Monat, während sich die Miete fast verdoppelt hat. Unsere Pläne, an den Wochenenden durch die Niederlande zu reisen, hatten sich damit zerschlagen und auch kulturelle Veranstaltungen wie Kino, Theater und Konzerte konnten wir nicht so oft besuchen, wie wir gewollt hätten.

Nahrungsmittel sind hier auch teurer, vor allem frische Sachen wie Obst und Gemüse, Fleisch und Käse (ja, auch der!). Blumen sind zwar billig, schmecken jedoch auf Dauer etwas fadeJ.

Fazit

Wir hatten schon auch unseren Spaß, aber trotzdem ist das Erlebte weit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Weder die reibungslose Fortsetzung unseres Studiums noch die Verbesserung unserer Sprachkenntnisse konnten wir so umsetzen wie wir es uns gewünscht hätten. Dass wir uns auf Grund der Wohnsituation nicht wohlgefühlt haben, hat sich auch auf die anderen Bereiche übertragen.

Wir hoffen, dass wir diesen Bericht nicht umsonst geschrieben haben und dass ihr unsere Tipps berücksichtigt.

Bericht 2: Von Samira Sassi Austauschsemester in Leuven (Belgien) 2006

Warum Leuven

Vom Februar bis Juli 2006 habe ich ein Austauschsemester an der Katholieke Universiteit Leuven, im flämischen Teil Belgiens absolviert. Als Jahrhunderte alte Studentenstadt (gegründet 1425) ist Leuven auf charmante Art und Weise mit der Universität verwoben. Das gesamte Stadtbild ist geprägt von der Universität, was sich nicht nur daran zeigt dass man in der ganzen Stadt auf historische Universitätsgebäude stößt die auch heute noch benutzt werden. Auch was die Einwohner Leuvens betrifft, ist die Stadt durch und durch von der Universität geprägt: von den über 90.000 Einwohnern Leuvens und der Randgemeinden sind etwa 30.000 Studenten (davon über 3.000 internationale Studenten) und 11.000 Schüler. Leuven ist seit 1995 Hauptstadt der Provinz Flämisch-Brabant und nur 30km von Brüssel entfernt.

Ich hatte Leuven aus mehreren Gründen gewählt. Zum einen ist es eine ausgezeichnete Universität mit einer guten Reputation, zum anderen wollte ich meine Niederländischkenntnisse verbessern. Als Studentin der Niederlandistik hatte ich keinerlei Probleme an den regulären Kursen teilzunehmen und konnte somit auch Kurse für mein 1. Hauptfach Geschichte in niederländischer Sprache belegen. Darüber hinaus gab es ein breites Angebot an Kursen in Englisch. Bei der Auswahl der Kurse stand mir mein Koordinator mit größtmöglicher Hilfe und einem stets offenen Ohr für Probleme zur Seite.

 Unterkunft

Kommt man als Austauschstudent nach Leuven, sollte man sich in jedem Fall frühzeitig über Wohnmöglichkeiten informiert haben. Die Universität biete hierfür einen online-Dienst an, in dem freie Zimmer verzeichnet sind (http://cwisdb.kuleuven.be/pls/kamers/hvzoek.hvstart).  Wohnungsmöglichkeiten sowie Mietpreis variieren: vom Zimmer in einem Studentenwohnheim, über das typisch flämische „kot“ (Hausgemeinschaft, eigenes Zimmer, gemeinsame Küchen- und Badezimmerbenutzung) bis hin zum Studio ab ca. 230 € aufwärts. Es empfiehlt sich die Angebote zu vergleichen und in jedem Fall vor Ort anzusehen. Kleiner Tipp: die Universität bietet Standardmietverträge an. Es empfiehlt sich diese zu verwenden (http://www.kuleuven.ac.be/accommodation/private/contract.htm).

Da gerade zu Beginn des akademischen Jahres ein großer „run“ auf Zimmer besteht, ist es ratsam frühzeitig mit der Suche zu beginnen. Für die ersten Tage empfiehlt es sich daher beispielsweise ein Zimmer in der Jugendherberge zu beziehen um in Ruhe die Angebote zu vergleichen (hier empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung: www.leuven.be).

Ich persönlich hatte ein sehr zentral gelegenes „kot“ in einem Haus in dem noch 19 andere flämische Studenten gewohnt haben. Mein Zimmer war voll möbliert und hatte einen Kühlschrank. Die Küche und 2 Duschen waren zur gemeinsamen Benutzung, jeder Flur (4 Zimmer) hatte eine Toilette zur Verfügung. An den Wochenenden hatte ich das Haus meistens für mich alleine, da es in Flandern typisch ist, dass die Studenten am Wochenende nach Hause zu ihren Eltern fahren.

Studium

Die Katholieke Universität Leuven ist nicht nur die älteste Universität der „Lage Landen“, sondern besitzt auch eine gute Reputation. Ich habe Professoren als auch Mitstudenten als sehr engagiert kennen gelernt. Da ich Niederländisch spreche, hatte ich eine große Auswahl an Kursen zur Verfügung. Allerdings habe ich gemäß dem „alten System“ die licentie-Fächer besucht (vergleichbar mit unserem Magister). Doch auch in Leuven gilt nun das Bachelor/Mastersystem.

Das akademische Jahr ist unterteilt in zwei Semester. Hierbei wird nochmals unterschieden in Vorlesungszeit und „blokperiode“ (vorlesungsfreie Zeit zum Lernen) an deren Ende die Prüfungen abgelegt werden müssen. Die meisten Prüfungen am Ende des Semesters sind mündliche Prüfungen. Die Ergebnisse erfährt man allerdings nicht sofort!

 Campusleben

Da sich die Universität über die ganze Stadt ausbreitet, ist man sehr schnell in der Innenstadt und hat deshalb eine große Auswahl an Cafés und Restaurants. Besonderheit: Jede Fakultät hat eine eigene „FakBar“ in der man günstig Getränke und einen kleinen Snack erhalten kann. Zudem gibt es Leuven einige Studentenkantinen, Alma genannt, in denen man günstige Menüs erhalten kann. Sie sind vergleichbar mit unserer deutschen Mensa, jedoch preislich etwas teuerer. Zudem organisieren die Studentenzirkel (in meinem Fall Babylon für Sprach- und Literaturwissenschaften und Historia für Geschichte) jede Menge kulturelle Veranstaltungen, Ausflüge und Partys. Besonders hervorheben, möchte ich das Pangaea. Es ist ein Treffpunkt für internationale Studenten. In dem Café kann man als Mitglied (die Mitgliedschaft kostet 4€ im Jahr) mit seinem Mitgliedsbecher immer Kaffee und Tee umsonst bekommen. Andere Getränke sind dort ebenfalls sehr günstig.

 Freizeit

Leuven liegt äußerst zentral. Innerhalb von 2 Stunden kann man mit dem Zug die Küste erreichen, und das ist für belgische Verhältnisse schon eine „lange Fahrt“. Belgien habe ich als ein Land kennen gelernt, das gerade dazu einlädt Ausflüge zu machen. Mit dem sogenannten Go-pass Ticket (45€, Stand Juli 2006) hat man 10 einfache Fahrten innerhalb ganz Belgiens. Man sollte sich auf jeden Fall die schönen Städte Flanderns und Walloniens nicht entgehen lassen. Am Wochenende gibt es weitere Sparmöglichkeiten – hierzu möchte ich auf die Seite der belgischen Bahn verweisen: www.b-rail.be/main/N/.

Aber auch Leuven selbst bietet eine Reihe an Freizeitmöglichkeiten. Für Studenten steht beispielsweise das Sportzentrum umsonst zur Verfügung mit einer Reihe von Angeboten. Will man entspannen eignet sich dafür bestens der Botanische Garten (der älteste in Belgien), der Stadtpark in dem sich die meisten Studenten zur Mittagszeit tummeln oder der Park um das Schloss Arenberg herum.

In der Stadt selbst finden immer wieder gratis open-air Veranstaltungen an, die mit großer Beliebtheit besucht werden. Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, kommt in jedem Fall in Leuven auf seine Kosten. Es gibt ein großes Angebot an Tanz- und Theaterveranstaltungen sowie an Konzerten (Jazz on Sunday im Stuk – ein Muss!!!!). Auch Kinofans werden nicht enttäuscht.

Das Nachtleben Leuvens bietet eine Vielzahl an Cafés und Bars in denen auch getanzt wird. Die meisten davon befinden sich auf dem Oude Markt. Während am Donnerstag die meisten Studenten ausgehen, gehört die Stadt am Wochenende hauptsächlich den internationalen Studenten sowie Touristen, da wie bereits erwähnt die flämischen Studenten das Wochenende meist bei ihren Familien verbringen.

 Leistungen für internationale Studenten

Die Katholieke Universiteit Leuven steht internationalen Studenten unterstützend zur Seite. Das fängt schon mir der Orientierungswoche an: hier werden den Neuankömmlingen alle möglichen Informationen gegeben die man benötigt und man lernt jede Menge Institutionen kennen, an die man sich mit Fragen und Problemen wenden kann. Natürlich kommt man hier auch in Kontakt mit anderen internationalen Studenten. Ich kann den Besuch der Orientierungswoche nur jedem empfehlen. Auch die Koordinatoren und besonders das bereits erwähnte Pangaea stehen einem das ganze Semester über helfend zur Seite!

 Fazit

Ich kann jedem Studenten nur ein Auslandssemester an der Katholieke Universiteit Leuven empfehlen. Für mich war es eine wunderbare Zeit! Ich habe dort viele Freunde gefunden und kann mir sehr gut vorstellen in nicht allzu ferner Zukunft ganz nach Belgien zu gehen. Dieses kleine Land hat weitaus mehr zu bieten als Comics, Jacques Brel und Pommes frites…Gerade im Fehlen von belgischen Stereotypen liegt die Stärke des Landes und der Menschen zu überraschen.


Bericht 3: Von Cornelia Leune: Auslandsaufenthalt in Leiden

Nach meinem Studium in Oldenburg habe ich ein Jahr lang in Leiden gelebt. Mit einem Huygens-Stipendium konnte ich dort an der Universität an meiner Dissertation arbeiten.

Seit einiger Zeit ist es auch möglich, während des Studiums im Rahmen des Erasmus-Programms nach Leiden zu gehen. Aus meiner Erfahrung kann ich Leiden nur empfehlen!

Die Universität in Leiden – die älteste in den Niederlanden – ist traditionsreich und gut ausgestattet. Mit ungefähr 17.500 Studierenden ist sie etwas größer als die Uni in Oldenburg. Dennoch findet man sich schnell zurecht. Fächer wie die Niederlandistik sind relativ klein und man kann mit einer guten Betreuung rechnen.

Leiden selbst ist eine gemütliche, alte Studentenstadt. Die vier großen Städte Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht sind nicht weit – nach Amsterdam ist man mit dem Zug zum Beispiel nur eine halbe Stunde unterwegs. Auch der Nordseestrand ist innerhalb von 30 Minuten mit dem Fahrrad oder dem Bus erreichbar. 

Noch einige Tipps: 

Unterkunft:

Die Mieten sind in Leiden, wie in wohl allen niederländischen Universitätsstädten, leider etwas höher als in Deutschland; mit 250 bis 300 Euro pro Monat sollte man rechnen. Das International Office der Universität vermittelt Wohnheimzimmer für ausländische Studierende. Dazu aber ein paar Worte der Warnung: Nicht nur kann es lange dauern, bis man ein Angebot (oder eine Absage) vom International Office bekommt, auch sind diese Zimmer relativ teuer. Noch dazu sind diese Wohnheime nur für internationale Studierende bestimmt – Niederländer lernt man dort nicht kennen und Niederländisch wird dort auch nicht gesprochen.

Ich würde daher auf jeden Fall empfehlen, zu versuchen, ein Zimmer zur Zwischenmiete zu bekommen. In Leiden vermittelt die Stichting RooFS (Rooms for Foreign Students; www.stichtingroofs.nl) Zimmer von niederländischen Studierenden, die ins Ausland gehen, weiter. Daneben bietet sich auch die Suche im Internet (z.B. unter www.kamertje.nl oder www.kamernet.nl) an.

Soziale Kontakte

Das soziale Leben der Studenten scheint in Leiden in vieler Hinsicht organisierter als hier in Deutschland. Es gibt zahlreiche „Verenigingen“ mit festen Strukturen, regelmäßigen Treffen etc. Von außen wirkt das vielleicht erst ungewohnt und abschreckend. Trotzdem: Die beste Möglichkeit, am niederländischen Studentenleben teil zu haben und mit Niederländern in Kontakt zu kommen ist, selbst irgendwo Mitglied zu werden: Es lohnt sich!

Besonders die kleineren „verenigingen“, wie zum Beispiel die „studentenvereniging voor internationale betrekkingen“ (www.sibleiden.nl), bieten sich an. Aber auch das Hochschulsportangebot (www.sport.leidenuniv.nl) und die vom universitären LAK-Theater (www.laktheater.nl) veranstalteten Kurse und Gruppen bietet viele Möglichkeiten.

Weitere Fragen beantworte ich gerne!

Cornelia Leune

c.leuck6sene@uol.denf0

Webmchkaster (safp9ibinebazca.plmhieye@uol.ivde) (Stand: 07.11.2019)