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Neuer Leitfaden zur Abfassung von wissenschaftlichen Arbeiten im Niederlandistikstudium

1 Formalien und Umfang der Arbeit

2 Wahl der Fragestellung

3 Aufbau der Arbeit

4 Zitierweise

5 Literaturverzeichnis

6 Literaturrecherche

 

1 Formalien und Umfang der Arbeit

·    Titelblatt:

  • Universität
  • Institut
  • Titel und Semester der Veranstaltung
  • Name des/der betreuenden Dozenten
  • Titel der Arbeit
  • Name des Studierenden
  • Matrikelnummer
  • Adresse, Telefonnummer, Email-Adresse
  • Studiengang und -ziel (z.B. Zwei-Fächer-Bachelor: Niederlandistik/Germanistik), Fachsemester
  • Datum der Vorlage (und zwar das, an dem die Arbeit tatsächlich vorgelegt wird!)

 

·    Layout: DIN A4, einseitig bedruckt, Seitenränder rechts und links 3-4cm/oben und unten 2-3cm

·    Text: Schriftart Times New Roman oder Calibri Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1.5, Blocksatz, Einrücken der ersten Zeile jedes Absatzes (1Tabstopp)

·    Zitate: Kurze Zitate (bis zu drei Zeilen) werden in Anführungszeichen in den Text integriert. Längere Zitate bekommen einen eigenen Absatz ohne Anführungszeichen und werden 1,25cm eingerückt, Formatierung: Zeilenabstand 1, eine Schriftgröße kleiner, vorher und nachher jeweils eine Freizeile.

·    Fußnoten: gleiche Schriftart, zwei Schriftgrößen kleiner, Zeilenabstand 1, Blocksatz, nicht eingerückt und mit einem Punkt am Ende.

·    Bibliografie: gleiche Schriftart und -größe, Zeilenabstand 1, Absatz hängend, 1,25cm eingerückt (Strg + T)

·    Überschriften: gleiche Schriftart und -größe, fett gedruckt, arabische Nummerierung

·    Seitennummerierung: gleiche Schriftart und -größe, beginnt mit dem Titelblatt, wird aber erst auf der ersten Textseite sichtbar (im Normalfall beginnt die Nummerierung also nach Deckblatt und Inhaltsverzeichnis mit Seite 3)

·    Umfang (ohne Inhaltsverzeichnis, Abbildungen, Literaturverzeichnis, Anhang o.ä.):

  • Bachelorseminararbeiten:  ca. 10 Seiten (9-12 Seiten)
  • Masterseminararbeiten: ca. 20 Seiten (18-25 Seiten)

Wer um mehr als die in Klammern angegebenen Spielräume vom erwarteten Umfang abweichen will, sollte dies unbedingt mit dem betreuenden Dozenten absprechen!

·    Abgabeform: gelocht und getackert ins Fach der Dozenten und als Word-Datei per E-mail

·    Anmeldung zur Prüfung: Ist die Online-Anmeldung zur Prüfung nicht möglich, muss ein ausgefüllter Modulschein beigelegt werden.

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2 Wahl der Fragestellung

·    Konkret eingrenzende Fragestellung(en)

·    Auf passenden Umfang achten: Ist die Fragestellung im Umfang der Ausarbeitung zu beantworten? Aber auch: Ist die Frage überhaupt zu beantworten?

·    Keine Fragen, die einfach mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sind → z.B. beginnen mit In hoeverre...

·    Keine Fragen, von denen die Antwort bereits deutlich ist

·    Hypothesen auf Basis von Fachliteratur (besonders aus der betreffenden Veranstaltung!) formulieren und Thematik insgesamt in den wissenschaftlichen Kontext einbetten und mit Literatur untermauern

·    Immer auch reflektieren, warum die Fragestellung für die Sprach-/Literaturwissenschaftliche Forschung relevant ist

·    Die Fragestellung immer und unbedingt mit den Dozenten absprechen!

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3 Aufbau der Arbeit 

Der Arbeit wird immer ein hierarchisch nummeriertes Inhaltsverzeichnis vorangestellt (z.B. …2. Intertekstualiteit; 2.1 Concepten van intertekstualiteit 2.2 Intertekstualiteit volgens Paul Claes 2.3 Operationalisering Claes; 3. Intertekstualiteit in De aanslag….).

 

·    Einleitung/Inleiding: Zu welchem größeren Problemkontext gehört die Frage (probleemstelling)? Was ist dazu bereits erforscht und diskutiert worden (theoretische achtergrond)? Wie ist also der Stand der Forschung? Warum ist die Frage relevant? Welche konkrete Frage wird bearbeitet (vraagstelling)? Welche Methode wird verwendet – nur kurz nennen – ?

-> Hinweis: Manchmal ist es sinnvoll, aus dem theoretischen/wissenschaftlichen Hintergrund ein apartes Kapitel zu machen, das auf eine kurze Einleitung (max. 1-2 Seiten) folgt. Vor allem, wenn dieser besonders umfangreich und/oder komplex ist.

·    Methode/Methode: Mit welchen Mitteln soll die Frage beantwortet werden? Welche theoretischen und methodischen Ansätze werden verwendet, um die Frage zu beantworten? Welche Daten oder Texte liegen der Analyse zugrunde?

·    Resultate/Resultaten: Hier wird die eigene Analyse Schritt für Schritt, aber ohne Interpretation, bis hin zum Endergebnis dargestellt – wenn möglich in übersichtlichen Tabellen oder Grafiken – und erläutert.

·    Diskussion/Discussie: Hier werden die Analyseergebnisse interpretiert und mit der Problem- und Fragestellung sowie dem theoretischen Hintergrund in Zusammenhang gebracht.

Fazit/Conclusie:  Wie lässt sich das Ergebnis der Analyse zusammenfassen? Welcher Beitrag wurde zur Beantwortung der Eingangsfrage geleistet? Welche weiteren Fragen ergeben sich daraus (aansluitend onderzoek)? 

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4 Zitierweise

Bei der Zitierweise ist es vor allem wichtig darauf zu achten, dass sie einheitlich verwendet wird. Achtung: Einige Konventionen sind für sprach- und literaturwissenschaftliche Texte unterschiedlich!

 

·    Wörtlich zitieren: Wort und Rechtschreibung werden nicht verändert – bestehende Fehler werden mit [sic!] markiert, Zusätze mit [Zusatz] und Auslassungen mit […]

·    Paraphrasieren: sinngemäße Wiedergabe der Gedanken des Autors (sparsam und sorgfältig mit Paraphrasen umgehen! Im Hinblick auf Genauigkeit und Kontrollierbarkeit („wer spricht?) ist das Verwenden von (Teil-)Zitaten oft die bessere Lösung)

·    Kennzeichnung eines wörtlichen Zitats (und in der Literaturwissenschaft auch bei Paraphrasen) mit (Autor Jahr: Seite) am Ende des Satzes/Absatzes

·    Bei Äußerungen, die denen eines Autors ähnlich sind, wird dies mit vergleiche (vgl.) vermerkt: (vgl. Bourdieu 1999)

·    Bei Bezug auf mehrere Texte eines Autors werden deren Jahreszahlen in chronologischer Reihenfolge nach dem Namen angegeben: (Guasti, 2000, 2002); stammen sie aus dem gleichen Jahr sind diese mit Buchstaben zu kennzeichnen: (Hamann, 1996a, 1996b, 1996c)

·    Bei Bezug auf einen Text mit mehr als zwei Autoren wird nur der Name des erstgenannten Autors verwendet, die anderen werden mit „et al.“ abgekürzt: (Blum-Kulka et al., 1989)

Dies gilt nicht für das Literaturverzeichnis!

·    Wenn Beispiele, Grafiken, Tabellen oder Bilder aus anderen Texten übernommen werden sind diese wie Zitate zu behandeln und entsprechend zu kennzeichnen

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5 Literaturverzeichnis 

 

·    Auflistung sämtlicher Quellen, die in der Arbeit verwendet worden sind (und nur die, die tatsächlich zitiert wurden!)

·    Alphabetische Anordnung nach Nachnamen des (erstgenannten) Autors

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Vorgaben zur Literaturangabe. Standardmäßig unterscheiden sich diese bei Literatur- und Sprachwissenschaft wie folgt. Auch hierbei sollte vor allem auf Einheitlichkeit geachtet werden:

 

Literaturwissenschaft (nach Nederlandse Letterkunde)

·         Buch

  • Name, Vorname, Titel, Verlag, Ort, Jahr.
    • Dixhoorn, A. van, Lustige geesten. Rederijkers in de Noordelijke Nederlanden (1480-1650), Amsterdam University Press, Amsterdam, 2009.
  • mehrere Autoren: Name, Vorname, Vorname Name & Vorname Name (alphabetisch angeordnet; maximal drei; bei mehr als drei Namen wird nur der erste angegeben und ergänzt mit: „e.a.“ (= et alii: und andere))
    • Bakker, N., J. Noordman & M. Rietveld-van Wingerden, Vijf eeuwen opvoeden in Nederland: idee en praktijk 1500-2000, Van Gorcum, Assen, 2006.

·         Beitrag in Sammelbänden

  • Name, Vorname, 'Titel', in: Herausgeber (red.), Buchtitel, Verlag, Ort, Jahr, Seite-Seite.
    • Prak, M., 'The Dutch Golden Age: growth, innovation and consumption', in: J. Van Campen & T. Eliëns (red.), Chinese and Japanese Porcelain for the Dutch Golden Age, Waanders, Zwolle, 2014, 9-15.

·         Artikel aus Zeitschriften

  • Name, Vorname, 'Titel', in: Zeitschriftentitel Ausgabe, Jahr, Seiten.
    • Buyens, V., 'Een Haagse weerklank als aanzet tot een eigen Brussles geluid. Specifieke literaire beïnvloeding oder de staatsgrens heen', in: De Zeventiende Eeuw 24, 2008, 52-65.
  • Bei Zeitschriften mit durchlaufender Paginierung reicht es, die Seitenzahlen anzugeben: Jahrgang (Jahr): Seite-Seite; bei solchen mit Paginierung pro Heft muss die Nummer genannt werden (s.o.)

·         Artikel aus Zeitungen

  • Name, Vorname, 'Titel', in: Zeitung, Datum.
    • Fortuin, A., 'Op welke auters onder de 30 moeten we letten', in: NRC, 25 october 2013.

·         Artikel von einer Website

Quellen anonymer Autoren werden alphabetisch nach Titel eingeordnet.

 

Bei Unsicherheit können folgende Richtlinien zu Rate gezogen werden, achtet aber darauf, die Stile nicht zu vermischen:

 

Sprachwissenschaft (nach APA)

·         Artikel in Zeitschrift:

  • Autor, A.A., Autor, B.B., & Autor, C.C. (Jahr). Titel des Artikels. Name der Zeitschrift, Nummer der Ausgabe, Seite – Seite.

Herbst-Damm, K. L., & Kuhk, J. A. (2005). Volunteer support marital status, and the survival times of terminally ill patients. Health Psychology, 24, 225-229.

·         Ganzes Buch:

  • Autor, A., & Autor B.B. (Jahr). Titel des Buches. Ort: Verlag.
  • Bzw: Editor A., & B. Editor (Eds.). (Jahr). Titel des Buches. Ort: Verlag.

Brown, P., & Levinson, S.C. (1987). Politeness: Some Universals in Language Usage. Cambridge, Cambridge University Press.

·         Kapitel in Buch / Artikel in Sammelband:

  • Autor, A.A., & Autor, B.B. (1995). Titel des Kapitels. In A. Editor, B. Editor, & C. Editor (Eds.), Titel des Buches (pp. Seite - Seite). Ort: Verlag.

Haybron, D.M. (2008). Philosophy and the science of subjective well-being. In M. Eid & R. J. Larsen (Eds.), The science of subjective well-being (pp. 17-43). New York: Guilford Press.

·         Artikel von einer Website:

  • Autor A., & Autor B.B. (Jahr). Titel des Artikels, Name der Online-Zeitschrift, Nummer der Ausgabe(evtl. Auflage). Datum der Einsicht, von LINK.

Clay, R. (2008). Science vs. ideology: Psychologists fight back about the misuse of research. Monitor on Psychology, 39(6). 05.06.2015, von www.apa.org/monitor/.

-> Detaillierte Beschreibungen für jeden anderen (Sonder)fall findest du in Kapitel 7 des APA Manual: http://el.iauq.ac.ir/assets/subdomains/rahbar/file/APA%206th[1].pdf

(Also keine Eigenkreationen verwenden!)

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6 Literaturrecherche

·         BNTL (Bibliographie van de Nederlandse taal- en literatuurwetenschap): http://www.bntl.nl/bntl/

·    Unibibliothek: www.bis.uni-oldenburg.de

  • Katalogsuche bei Orbisplus
  • Literatur in den Handapparaten der Dozenten (Ebene 3)
  • Wissenschaftliche Zeitschriften der Niederlandistik (Ebene 3)

·    DBNL (Digitale bibliotheek voor de Nederlands letteren): www.dbnl.org

·    LiteROM (Compleet overzicht boekrecensies) http://literom.nbdbiblion.nl/

·    Google Books: https://books.google.de/

·    Google Scholar: https://scholar.google.de/

 

Bei der Literaturrecherche muss sich nicht auf niederländische Quellen beschränkt werden! Gerade in Linguistik bieten sich oft auch englische oder deutsche Texte an.

Achte auch darauf nicht nur alte Literatur zu verwenden, sondern auf jeden Fall auch aktuelle Literatur (d.h. Erscheinungsjahr mindestens nach deinem Geburtsjahr).

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Webmasteruic (sabwrrx1ina.pleye@i4+ouol.de4+) (Stand: 07.11.2019)