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PD Dr. Ulf Günther

 Dr. Insa Seeger

Koordination

Dr. Insa Seeger

+49 (0)441 798 4430

Postanschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften
Oldenburger Forschungsnetzwerk Notfall- und Intensivmedizin
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Aktuelles

Parlamentarischer Abend am 14.09.2020

Führende Vertreter der Universität Oldenburg mahnten beim "Parlamentarischen Abend" in Hannover die Einhaltung der Zusagen für den Ausbau der „European Medical School Oldenburg-Groningen“ (EMS) an.

Durch die Aufstockung der Medizin-Studienplätze an der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften werden dringend weitere Forschungs- und Lehrflächen für die akademische Ausbildung der zukünftigen Ärztinnen und Ärzte benötigt -  aber auch im Bereich der Forschung. Dies trifft ebenfalls auf den Bereich der Notfall- und Intensivmedizin zu. Daher berichtete Dr. Insa Seeger den Landtagsabgeordneten in einem kurzen Statement über die Notwendigkeit weiterer Infrastruktur für Lehre und Forschung. 

Auftaktworkshop für das Projekt ILEG

  • Am 28.08.2020 fand der Auftaktworkshop für das Projekt ILEG statt. Aufgrund der coronabedingten Situation wurde die Veranstaltung als Onlineformat durchgeführt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Oldenburg, Aachen, Magdeburg und Maastricht stellten den beteiligten Akteuren aus den Leitstellen, Rettungsdiensten und Krankenhäusern ihre jeweiligen Projektbeiträge und die dafür erforderlichen Daten vor. Weiterhin wurde über den aktuellen Stand sowie über zukünftige Aufgaben diskutiert.

Unbürokratische Hilfe

Der Beginn der Coronakrise Mitte März stellte auch die Oldenburger Feuerwehr plötzlich vor zahlreiche Herausforderungen. Die Universität half aus – mit einem IT-System, benötigtem Material und mit Personal.

Als „ernste Lage ohne Erfahrungswerte“ – so stellte sich die Situation Mitte März für Stefan Thate, Leiter des Rettungsdienstes der Berufsfeuerwehr der Stadt Oldenburg, dar. Die Zahl der Infizierten mit dem neuen Coronavirus stieg auch in Deutschland plötzlich stark an. „Die Bilder und Hintergrundberichte aus Bergamo und Straßburg haben uns klargemacht, dass die Lage auch bei uns schwierig werden könnte“, berichtet Thate. Zu diesem Zeitpunkt sei es darum gegangen, sich in Oldenburg und Umgebung möglichst schnell darauf vorzubereiten, auch größere Zahlen von Erkrankten versorgen zu können. 

Rasch war klar: Für diese Aufgabe reichten die normalen Kapazitäten des Rettungsdienstes nicht aus. „Wir brauchten sofort eine besondere Aufbauorganisation und zusätzliche Ressourcen, etwa Unterstützung, um Schutzkleidung und andere medizinische Produkte zu beschaffen oder um die Zahl der benötigten Krankenhausbetten besser prognostizieren zu können“, sagt Thate. Als Mitbegründer des Oldenburger Forschungsnetzwerks für Notfall- und Intensivmedizin (OFNI), einem Verbund aus Forschungseinrichtungen und Partnern aus der Praxis, wusste der Einsatzleiter, wo er für diese Aufgaben zusätzliche Hilfe bekommen konnte: an der Universität.

"Viele Menschen haben unkompliziert zusammengearbeitet"

Dort traf er auf große Hilfsbereitschaft: Die Uni unterstützte mit vorrätiger Schutzkleidung und Labormaterial, der Innnovation(s)campus der Innovativen Hochschule Jade Oldenburg! (IHJO) stellte mit 3D-Druckern Adapter für Atemschutzmasken her. Robert Hentschke von der universitären Arbeitssicherheit und Manuel Karczmarzyk vom Center für Lebenslanges Lernen (C3L) waren immer ansprechbar. „Viele Menschen haben unkompliziert mit uns zusammengearbeitet und uns auf vielfältige Weise unterstützt. Dafür möchte ich allen Beteiligten ein großes Dankeschön aussprechen“, freut sich Thate.

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Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) fördert das Forschungsvorhaben „ILEG"

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) fördert das Forschungsvorhaben „ILEG - Inanspruchnahme, Leistungen und Effekte des Gemeindenotfallsanitäters“ mit 1,1 Mio. Euro. Ab dem 01.07.2020 wird für zweieinhalb Jahre intensiv untersucht, wie sich das Gemeindenotfallsanitäter-Projekt in der Praxis bewährt. An dem Forschungsvorhaben sind auch die Universitäten Aachen, Maastricht und Magdeburg beteiligt.

Es ist vorgesehen, neben den Gemeindenotfallsanitäter-Protokollen auch Leitstellen-, Rettungsdienst- und Notaufnahmeregisterdaten auszuwerten. Zusätzlich sind Patienten- und Hausarztbefragungen vorgesehen. Ziel ist es, die Veränderungen der Inanspruchnahme von Rettungsdienst und Notaufnahmen durch den Einsatz von Gemeindenotfallsanitätern darzustellen. Darüber hinaus wird die weiterführende Versorgung der Patienten abgebildet und gleichzeitig werden Daten zur Sicherheit und Versorgungsqualität erhoben und bewertet.

Auftaktveranstaltung des Oldenburger Forschungsnetzwerks Notfall- und Intensivmedizin

Am 14.03.2019 fand die Auftaktveranstaltung des Oldenburger Forschungsnetzwerks Notfall- und Intensivmedizin in der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg statt, an der mehr als 40 Akteure aus dem Rettungsdienst, der klinischen Notfall- und Intensivmedizin, der Intensivpflege, den Bildungseinrichtungen und der Wissenschaft teilnahmen.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung des Forschungsnetzwerkes durch die Sprecher Prof. Dr. med. Andreas Weyland und Prof. Dr. med. Rainer Röhrig wurden im Rahmen von Impulsvorträgen bereits laufende Projekte und Forschungsergebnisse vorgestellt:

  • Das Konzept des Gemeinde-Notfallsanitäters: Stefan Thate, Leiter Rettungsdienst Stadt Oldenburg
  • 116117: Telemedizinische Unterstützung des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes: Nils Jacobsen, stellvertretender Leiter Telemedizinzentrum, Universitätsklinik für Anästhesie (AINS), Klinikum Oldenburg
  • Nationales Notaufnahmeregister AKTIN – Umsetzung und erste Ergebnisse aus Sicht einer Modellklinik: Kirsten Habbinga, Leitende Ärztin Aufnahmezentrum Pius-Hospital Oldenburg
  • Vorstellung Traumanetzwerk Oldenburg-Ostfriesland: PD Dr. med. Oliver Pieske, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Sporttraumatologie, Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
  • Neurologische Beatmungsmedizin in Deutschland – aktuelle Ergebnisse aus der Versorgungsforschung und Ausblick: Dr. med. Martin Groß, Chefarzt der Klinik für Neurologische Intensivmedizin und Frührehabilitation, Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Anschließend wurden in Fokusgruppen mögliche gemeinsame Forschungsfragen entwickelt, die Unterstützungsmöglichkeiten bei Forschungsvorhaben dargestellt und über Kooperationsmöglichkeiten in der Aus-, Fort- und Weiterbildung diskutiert.

Treffen mit Vertretern der Hanzehogeschool Groningen und anderen Akteuren der Notfall- und Rettungsmedizin

Das Department für Versorgungsforschung an der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg und die Aletta Jacobs School of Public Health aus Groningen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam das Cross-Border Institute of Healthcare Systems and Prevention zu gründen und zu etablieren. Beide Institutionen messen der grenzüberschreitenden Forschung eine große Bedeutung bei, da sie davon überzeugt sind, dass durch Vernetzung, Kooperation und Austausch die Gesundheitsversorgung in der Grenzregion verbessert werden kann.

Daher fand Mitte September ein Treffen von Vertretern des Oldenburger Forschungsnetzwerk für Notfall- und Intensivmedizin, der Hanzehogeschool Groningen sowie Akteuren der Notfall- und Rettungsmedizin in Groningen statt, um gemeinsam Forschungsfragen zu entwickeln und Projekte im Bereich der Notfallrettung und Heimbeatmung zu initiieren.

(Stand: 09.06.2021)