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Das Institut für Slavistik gliedert sich in die Kernbereiche Sprach- und Literaturwissenschaft. Die Forschung in beiden Bereichen konzentriert sich auf das nördliche Areal der Slavia, d.h. auf die slavischen Sprachen und Literaturen in Polen, Belarus, der Ukraine und Russland.
In der Sprachwissenschaft liegen die Forschungsschwerpunkte auf den Zusammenhängen zwischen Sprache und Gesellschaft und Sprache und Kognition. Ein besonderes Augenmerk gilt Mehrsprachigkeit in ihren gesellschaftlichen Bedeutungen und Sprachkontakten, sprachlicher Variation und Sprachwandel mit - in Hinsicht auf die Gegenwart - soziolinguistischer und psycholinguistischer Prägung und - in Hinsicht auf die Vergangenheit - einem Akzent auf dem Phänomen der Entlehnungen.
Die Literaturwissenschaft setzt den Schwerpunkt in Forschung und Lehre im Bereich slavischer Literaturen der Moderne (1890-1940). Sie verknüpft unter historischer und vergleichender Perspektive institutionelle und poetologische Ansätze, die auch die Untersuchung 'kleinerer' slavischer Literaturen erlauben. Das literaturwissenschaftliche Profil der Slavistik ordnet sich in den innerhalb der Philologien der Fakultät III vertretenen literaturwissenschaftlichen Foschungsschwerpunkt der Konstitution moderner Literatur ein und prägt dort insbesondere den Teilschwerpunkt der vergleichenden Feldtheorie.