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Inga Rüdebusch

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Maike Santelmann

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Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Das Angebot des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) richtet sich an alle Beschäftigten, die innerhalb von zwölf Monaten ununterbrochen oder in der Summe mindestens 42 Kalendertage arbeitsunfähig erkrankt waren. Das BEM ist seit 2004 eine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers (§ 167 Abs. 2 SGB IX) und für Beschäftigte freiwillig.

Im Rahmen des BEM wird gemeinsam mit der berechtigten Person besprochen, welche Maßnahmen getroffen werden könnten, um Fehlbelastungen am Arbeitsplatz vorzubeugen oder den Genesungsprozess zu unterstützen. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob ein direkter Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Arbeitsplatz besteht. Zudem werden Bedarfe zum langfristigen Erhalt der Arbeitsfähigkeit ermittelt.

Voraussetzungen

Anspruch auf ein Betriebliches Eingliederungsmanagement haben alle Beschäftigten, die innerhalb von zwölf Monaten länger als sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Unerheblich ist, ob die Arbeitsunfähigkeit ununterbrochen besteht oder ob sich mehrere Fehlzeiten auf sechs Wochen summieren.

Ziele

Das BEM-Verfahren soll dazu beitragen,

  • die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden,
  • weiteren Arbeitsunfähigkeiten vorzubeugen,
  • die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten,
  • Behinderungen und chronische Erkrankungen zu vermeiden,
  • den Arbeitsplatz langfristig zu sichern.

Ablauf

Beschäftigte, die die Voraussetzungen erfüllen, erhalten von der BEM-Beauftragten eine Einladung zu einem vertraulichen und unverbindlichen Informationsgespräch, in dem weitere Rahmenbedingungen erläutert und Fragen geklärt werden können. Erst nach diesem Gespräch erfolgt die Entscheidung für oder gegen ein BEM-Verfahren.

Die Teilnahme am BEM-Verfahren ist freiwillig und aus einer Nichtteilnahme ergeben sich keine personalrechtlichen Konsequenzen. Selbstverständlich ist niemand verpflichtet, über Diagnosen oder Ursachen der Arbeitsunfähigkeit Auskunft zu erteilen.

Entscheidet sich die berechtigte Person für ein BEM-Verfahren, erfolgt ein Erstgespräch zur Erörterung der Situation sowie zur Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen und möglichen Schritten. Hierbei können auf Wunsch weitere Personen einbezogen werden, zum Beispiel Mitglieder des BEM-Eingliederungsteams.

Weitere Informationen finden Sie im Verwaltungsportal.

Datenschutz und Dokumentation

Die strenge Einhaltung des Datenschutzes ist ein Grundprinzip des Betrieblichen Eingliederungsmanagements.

Alle Gespräche erfolgen in einem höchst vertraulichen Rahmen und die beteiligten Personen unterliegen der Schweigepflicht. Alle Daten werden von der BEM-Beauftragten besonders geschützt aufbewahrt. In der Personalakte wird lediglich festgehalten, wann ein BEM angeboten wurde und ob dieses angenommen oder abgelehnt bzw. beendet wurde.

BEM-Eingliederungsteam

  • Katherine Barahona, Betriebsärztin
  • Dr. Astrid Beermann, Psychosoziale Beratung und Konfliktprävention
  • Astrid Janssen, Personaldezernat
  • Gleichstellungsstelle
  • Heidi Zielke, Personalrat
  • Heike Gronau, Schwerbehindertenvertretung
  • Jörg Sprenger, Personaldezernat
  • Petra Mende, Personalrat
  • Robert Hentschke, Arbeitssicherheit
  • Timm Behrendt, Schwerbehindertenvertretung

Unterschied zur stufenweisen Wiedereingliederung

Die stufenweise Wiedereingliederung, das sogenannte Hamburger Modell, kann Bestandteil des Betrieblichen Eingliederungsmanagements sein. Hierbei wird durch ärztliches Personal ein Wiedereingliederungsplan erstellt, mit dem Ziel, sich sukzessive wieder in den Arbeitsalltag einzufinden. Unter fortbestehender Krankschreibung wird in mehreren Stufen zum Beispiel über einen Zeitraum von sechs Wochen die tägliche Arbeitszeit erhöht, bis der vollständige Wiedereinstieg möglich ist. Die Rahmenbedingungen zur stufenweisen Wiedereingliederung und zur Gestaltung der Zeit danach können im BEM-Verfahren thematisiert werden.

(Stand: 15.10.2021)