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Geschichte des Comics

1895 – 1929: Die Anfänge des Comics und seine Etablierung in der Gesellschaft

1929– 1945: Die Entstehung neuer Comicgenres 

1954 bis in die 80er: Der Comic-Code und seine Folgen in den USA und Europa 

1968 bis in die Gegenwart: Die Entwicklung des Underground-Comix und die Entstehung der Graphic-Novel

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1929– 1945:
Die Entstehung neuer Comicgenres

1919 startet der Strip „Thimble Theatre“, in dessen Figurenkonstellation ab 1929 Popeye eintritt. Ab 1933 heißt die Serie auch „Popeye“. Im selben Jahr startet die Produktion einer Serie von Zeichentrickfilmen über Popeye. Wie Thimble Theatre/Popeye profitieren auch die im Zuge der einsetzenden Depression entstehenden Abenteuerserien vom Fortsetzungsprinzip Nemos. Die Funnies werden zunehmend verdrängt zugunsten eskapistischer Fluchtwelten. Der 07.01.1929 kann als Zäsur in der Comicgeschichte gelten. An diesem Tag erscheinen die Science-Fiction-Story „Buck Rogers“ und der Abenteuer-Comic „Tarzan“ erstmals und erweitern damit das Themenspektrum des Comics. Angelehnt sind sie an die Pulp-Magazine ihrer Zeit. Ihr naturalistischer düsterer Stil und ihre spektakulären Bildwirkungen unterscheiden sie stark von den bisher dominierenden Funnies. Gesehen wird diese Entwicklung heute vielfach als Reaktion auf das Bedürfnis nach starken Führungs-und Identifikationsfiguren in einer wirtschaftlich prekären Zeit.

In den 30er Jahren beginnt die Zeit der Comic-Hefte. Mit ihrem Erscheinen wandelt sich auch die Zielgruppe. Zeitungen sind nicht mehr der alleinige Erscheinungsort für Comics und Zeitungsleser nicht mehr das alleinige Publikum. Im europäischen Raum erscheinen die ersten Comics in klerikalen Magazinen (z.B. Tintin) oder in den Kinderbeilagen der Tageszeitungen, waren also von Anfang an auf ein jugendliches Publikum gerichtet. Druckten die Hefte anfangs noch Zeitungscomics ab, begannen sie schnell aus Kostengründen eigene Serien zu produzieren. Neben der neuen Leserschaft entsteht auch eine neue Generation an Comic-Produzenten. Comics werden von Jugendlichen für Jugendliche produziert. Andreas C. Knigge sieht in dieser Entwicklung das erste kommerzielle Phänomen einer Jugendkultur.

Gegen Ende der 30er Jahre kommt innerhalb des Abenteuer-Genres die Superhelden-Figur auf, angefangen mit „Superman“ (1938) von Jerry Siegel und Joe Shuster und „Batman“ (1939) von Bob Kane. Die ersten Comic-Hefte als Serienexemplar sind die „Famous Funnies“. Andere Genres ziehen schnell nach, so wird Superman z.B. erstmals als Lückenfüller in der ersten Ausgabe des Heftes „Action Comics“ publiziert und erhält in der Folge, wie andere populäre Figuren nach ihm, eine eigene Serie, von der jeden Monat über eine Millionen Exemplare gedruckt werden. Gefördert wurde der Aufstieg der Superhelden-Comics auch durch den beginnenden Weltkrieg. Nach „Captain America“ 1940 zogen auch fast alle anderen Superhelden in den Krieg.

Webmastirj9fer (sa.nvmp7eumanafe90n@tphr3uolsh.dezck) (Stand: 07.11.2019)