Anatomie

Erfolgreicher Auftakt des Workshops „Meet the Brain“ in Groningen

Vom 6. bis 10. Oktober 2025 fand erstmals der Workshop „Meet the Brain“ in der Anatomie der Universität Groningen (Niederlande) statt. Das Projekt wurde im Rahmen von Kooperationsmaßnahmen zwischen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Universität Groningen gefördert und setzte ein starkes Zeichen für die internationale Vernetzung in der neurowissenschaftlichen Ausbildung und Forschung.

Vier Doktorand:innen der Universität Oldenburg erhielten die besondere Gelegenheit, eine Woche lang im Präparationssaal des Anatomischen Instituts Groningen humane Gehirne zu präparieren und eingehend zu studieren. Die Vormittage waren der theoretischen Wissensvermittlung gewidmet: Prof. Dr. Janniko Georgiadis, Leiter der Anatomie in Groningen, erläuterte anschaulich die Funktion verschiedener Hirnareale sowie deren klinische Relevanz. Die anschließenden praktischen Einheiten wurden Schritt für Schritt angeleitet, bevor die Teilnehmenden in Zweierteams selbstständig präparierten – eine Erfahrung, die von allen als herausragendes Highlight beschrieben wurde.

Am Nachmittag stand der wissenschaftliche Austausch auch mit Doktorand:innen aus Groningen im Mittelpunkt. Unter der Moderation von Prof. Dr. Mark Hipp (Groningen und Oldenburg) präsentierten die Teilnehmenden ihre aktuellen Forschungsprojekte. Die anschließenden Diskussionen waren lebhaft, konstruktiv und förderten neue Perspektiven auf die jeweiligen Arbeiten. Große Begeisterung rief zudem die Führung durch die Core Facility Microscopy am Universitair Medisch Centrum Groningen (UMCG) hervor, die spannenden Einblicke in modernste bildgebende Verfahren bot.

Neben dem intensiven wissenschaftlichen Programm kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz. Bei gemeinsamen Nachmittagen und Abenden – unter anderem bei einem Besuch der Groninger Innenstadt mit Prof. Dr. Mark Hipp und Prof. Dr. Anja Bräuer (Oldenburg) – wurden Gespräche in entspannter Atmosphäre fortgeführt und die internationale Zusammenarbeit weiter vertieft.

Der Workshop erwies sich insgesamt als rundum gelungener Auftakt. Neben dem vertieften Wissen in der Neuroanatomie nahmen die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Forschungslandschaften beider Standorte mit. Neue Netzwerke und erste Ideen für zukünftige Kooperationen entstanden bereits während der Woche.

Die Abschlussevaluation zeigte ein durchweg positives Feedback: Gewünscht wurden insbesondere mehr Zeit im Präparationssaal sowie eine längere Vorbereitungsphase im Vorfeld. Auf beiden Seiten besteht großes Interesse, die Zusammenarbeit künftig weiter auszubauen – sowohl wissenschaftlich als auch kulturell. An neuen Ideen für ein nächstes „Meet the Brain“ mangelte es jedenfalls nicht.

Ein schöner Abschluss für eine Veranstaltung, die Lust auf mehr gemacht hat.

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