Navigation

06.06.2019
Eine Ode an das Ohr - Florian Denk gewinnt 9. Oldenburger Science Slam

Oldenburg. Zehn Minuten, wissenschaftliche Inhalte und eine Menge Spaß: Das waren die Regeln beim 9. Oldenburger Science Slam. Fünf Nachwuchswissenschaftler traten dieses Jahr in der ausverkauften Exerzierhalle an. Am Ende des Abends kürte das Publikum Florian Denk, Doktorand im Department Medizinische Physik und Akustik der Universität Oldenburg, zum Sieger. Er gewann das „Goldene Gehirn“ und ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro, das die Graduiertenakademie der Universität Oldenburg stiftete. 

„Schräge Formen, tolle Akustik – Eine Ode an das Ohr“ lautete der Titel von Denks Slam. Der Doktorand verdeutlichte, weshalb die Form des menschlichen Ohres maßgeblich dazu beiträgt, dass es so gut funktioniert. Die 150 Gäste stimmten mittels unterschiedlich dosiertem Applaus über die Vorträge ab, der vom „Slam-o-Meter“ aufgezeichnet wurde. Außer Konkurrenz lieferte der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Torsten J. Selck mit „Die EU, der Brexit und ich“ den ersten Slam des Abends, zum großen Vergnügen des Publikums.

Wie Selck und Denk brachten auch die übrigen Slammer die Stimmung in der Exerzierhalle im wahrsten Sinne des Wortes zum Kochen. Neben Sprachwissenschaftler Dr. François Conrad von der Leibniz Universität Hannover waren drei weitere Oldenburger Doktoranden vertreten. Während der gebürtige Luxemburger erklärte, warum Deutsch für Nichtmuttersprachler so hart klingt, slammte Nina Gmeiner (Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften) über Samen als Allgemeingut und was philippinische Reisbauern mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu tun haben. Rosanna Schöneich-Argent (Institut für Chemie und Biologie des Meeres) veranschaulichte den Einfluss des kalten Ostwindes auf die Strömungsrichtung der Nordsee mittels Fön und Teetasse. Schon fast ein wenig schaurig wurde es im Spiegelkabinett über die Entfremdung in der serviceorientierten Systemgastronomie, inszeniert von Jonathan Gilbert (Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften). Die Nachwuchswissenschaftler belegten die Plätze zwei bis fünf und wurden mit Abonnements von Fachzeitschriften belohnt.

Wieder auf dem Programm stand das „Power-Point-Karaoke“. Dabei präsentieren zwei Professoren den Vortrag des jeweils anderen – ohne Vorbereitung oder das Thema zu kennen. In diesem Jahr wagten sich der Neurologe Prof. Dr. Karsten Witt und die Historikerin Prof. Dr. Almut Höfert ins Rampenlicht. Ihre Improvisationskünste wurden mit tosendem Beifall belohnt.

Organisatoren der Veranstaltung sind das Forschungszentrum Neurosensorik, die Graduiertenakademie und die Graduiertenschulen für Gesellschafts- und Geisteswissenschaften (3GO) sowie für Naturwissenschaft, Medizin und Technik (OLTECH) der Universität Oldenburg. Kooperationspartner ist das Oldenburgische Staatstheater.

Uni-Pressemitteilung vom 06.06.2019

06.05.2019
Simon Doclo ist neuer Direktor des Departments Medizinische Physik und Akustik

Oldenburg. Prof. Dr. Simon Doclo, Hochschullehrer für Angewandte Physik mit dem Schwerpunkt Signalverarbeitung, ist neuer Direktor des Departments für Medizinische Physik und Akustik der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg. Zu seinen Stellvertretern wurden Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier und Prof. Dr. Volker Hohmann gewählt.

Doclo studierte Elektrotechnik an der Katholischen Universität Leuven (Belgien), wo er auch 2003 promovierte und anschließend am Department für Elektrotechnik tätig war. Bevor er 2009 dem Ruf auf die Professur für Angewandte Physik mit dem Schwerpunkt Signalverarbeitung der Universität Oldenburg folgte, war Doclo als wissenschaftlicher Leiter der Arbeitsgruppe Sound and Acoustics der Firma NXP Semiconductors tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die akustische Signalverarbeitung zur Verbesserung der Sprachqualität, computerbasierte akustische Szenenanalyse und assistive Audiotechnologie. Simon Doclo zählt zu den leitenden Forschern im Exzellenzcluster Hearing4all und im Sonderforschungsbereich Hörakustik.   

Weitere Infos: https://uol.de/sigproc/

Uni-Pressemitteilung vom 06.05.2019

18.04.2019
Hörforscher Steven van de Par ist Mitinitiator eines neuen DFG-Schwerpunktprogramms

Oldenburg. Prof. Dr. Steven van de Par, Hochschullehrer für Angewandte Physik und Akustik an der Universität Oldenburg, hat gemeinsam mit vier weiteren Expertinnen und Experten ein Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) initiiert. Die DFG fördert das Programm „Auditive Kognition in interaktiven virtuellen Umgebungen (AUDICTIVE)“ ab dem kommenden Jahr. Koordinatorin des Schwerpunktprogramms ist Prof. Dr. Janina Fels von der RWTH Aachen, der Oldenburger Physiker van der Par ist Mitglied des Programmausschusses.

Das Schwerpunktprogramm verknüpft die Disziplinen Akustik, Kognitionspsychologie und Informatik. Die Forschung soll unter anderem das Wissen über hörbezogene kognitive Leistungen in realen Szenen erweitern – etwa in akustisch ungünstigen Umgebungen wie Klassenzimmern oder Großraumbüros. Zudem sollen Situationen im Freien analysiert werden, bei denen mehrere, sich teilweise bewegende Schallquellen zum Einsatz kommen. Eine weitere Fragestellung ist, wie akustische und visuelle Komponenten sowie weitere Faktoren die Fähigkeit zur Interaktion mit der Szene beeinflussen.

Van de Par studierte an der Technischen Universität Eindhoven Angewandte Physik, wo er auch promovierte. Dabei untersuchte er die binaurale (beidohrige) Wahrnehmung akustischer Signale bei tiefen und hohen Frequenzen. Im Jahr 2000 wechselte van de Par an das Forschungszentrum von Philips Research in Eindhoven, 2010 folgte er dem Ruf an die Universität Oldenburg. Hier leitet van de Par die Abteilung Akustik, die sich mit der menschlichen Wahrnehmung von Schallen und der gehörbezogenen Analyse von akustischen Signalen auseinandersetzt.

In DFG-Schwerpunktprogrammen werden grundlegende Fragestellungen in besonders aktuellen oder sich gerade bildenden Forschungsgebieten untersucht. Anfang April wurden insgesamt 14 Programme bewilligt, die zum Jahr 2020 ihre Arbeit aufnehmen werden. Sie sind interdisziplinär ausgerichtet und zeichnen sich durch den Einsatz innovativer Methoden aus.

Weitere Infos: uol.de/akustik/

Uni-Pressemitteilung vom 18. April 2019

25.01.2019
Medizinische Fakultät ehrt ihre Absolventinnen und Absolventen
Promotionsbetreuungspreis der Fakultät VI geht an Simon Doclo

Oldenburg. In einer Feierstunde hat die Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg ihre  Absolventinnen und Absolventen geehrt. Dazu gehören auch die ersten vier des Modellstudiengangs Humanmedizin der „European Medical School Oldenburg-Groningen“ (EMS). Dieser ging im Wintersemester 2012/13 an den Start. Weitere 37 Studierende der EMS haben das Äquivalent zum ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung bestanden. Diese, früher „Physikum“ genannt, umfasst zum Beispiel die sogenannten vorklinischen Fächer wie Anatomie, Physiologie, Chemie und Physik. Über ihren erfolgreichen Abschluss freuten sich auch 32 Absolventinnen und Absolventen des internationalen Master-Studiengangs „Neurocognitive Psychology“. Dekan Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang gratulierte zudem 18 Graduierten zur Promotion in Naturwissenschaften und Humanmedizin sowie einem Habilitanden im Fach Urologie.  

„Neben den persönlichen Erfolgen unserer Absolventen feiern wir heute auch einen Erfolg unserer noch jungen Medizinischen Fakultät: Vor sechs Jahren gegründet, können wir uns nun über die ersten fertig ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte freuen“, sagte Prof. Dr. Meinhard Simon, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Universität Oldenburg. Auch die inhaltliche Bandbreite der Fakultät – von der Humanmedizin über die Medizinische Physik und Akustik, die Neurowissenschaften bis hin zur Psychologie und Versorgungsforschung – sei „ein Pfund, mit dem die Universität wuchern kann“, so Simon.

Im Rahmen der Feierstunde würdigte Dekan Hans Gerd Nothwang auch herausragende Leistungen: Nadine Jacobsen erlangte den besten Masterabschluss im Studiengang „Neurocognitive Psychology“, Dr. Andreas Schönfeld wurde für seine Promotion in der Medizinischen Physik geehrt. Der mit 1.000 Euro dotierte Promotionsbetreuungspreis der Fakultät VI ging an Prof. Dr. Simon Doclo vom Department für Medizinische Physik und Akustik. „Unser Anspruch ist es, allen Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern eine hervorragende Ausbildung und Förderung zu bieten. Hierfür haben wir in den letzten sechs Jahren alle wichtigen Voraussetzungen geschaffen und werden uns auch weiterhin mit ganzer Kraft dafür einsetzen“, erklärte Nothwang.

Prof. Dr. Reto Weiler, Neurobiologe und Mitinitiator der Oldenburger Universitätsmedizin, unterstrich in seiner Festrede den hohen Stellenwert der Universitätsmedizin für den Nordwesten Deutschlands. Prof. Dr. Erik Boddeke, Forschungsdekan des Universitätsklinikums Groningen (UMCG), gratulierte im Namen der niederländischen Partner den geehrten Studierenden und Absolventinnen und Absolventen der Oldenburger Fakultät.

Uni-Pressemitteilung vom 25.01.2019

10.01.2019
Feierlicher Neujahrsempfang mit Ehrungen
Ehrenplakette des Präsidenten geht an Birger Kollmeier, Volker Hohmann, Henrik Mouritsen, Kirsten Gehlhar und Klaus Peter Kohse

Traditioneller Empfang von Universität und Universitätsgesellschaft mit Wissenschaftsminister

Oldenburg. „2018 war ein Jahr der großen Erfolge für die Universität Oldenburg. Herauszuheben ist hier sicherlich die Hörforschung mit dem Exzellenzcluster ‚Hearing4all‘ und dem neuen Sonderforschungsbereich ‚Hörakustik‘“, sagte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs von Universität und Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO) im Oldenburgischen Staatstheater.

Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper ehrte an diesem Abend fünf Persönlichkeiten für ihre herausragenden Verdienste um die Universität Oldenburg. Vor rund 550 Gästen vergab Piper die Ehrenplakette des Präsidenten an den Mediziner und Physiker Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, den Psychoakustiker Prof. Dr. Volker Hohmann, den Biologen Prof. Dr. Henrik Mouritsen sowie an Dr. Kirsten Gehlhar und Prof. Dr. Dr. Klaus Peter Kohse als verantwortliche Leitung des Studiendekanats der Medizinischen Fakultät.

„Es ist mir eine große Freude, in diesem feierlichen Rahmen – und in Anwesenheit des Wissenschaftsministers – fünf Persönlichkeiten zu würdigen, die sich mit höchstem Engagement und in ganz außergewöhnlicher Art und Weise um die Universität Oldenburg verdient gemacht haben“, betonte Piper.

Der Physiker und Mediziner Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier erhielt die Auszeichnung als Sprecher des erneut eingeworbenen Exzellenzclusters „Hearing4all“ („Hören für Alle“). Der Cluster hat in der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gepunktet und wird für sieben weitere Jahre gefördert. Er sei das Flaggschiff der renommierten Oldenburger Hörforschung, die Kollmeier seit 1993 konsequent und strategisch aufgebaut habe, erklärte Piper.

Der Hörforscher Prof. Dr. Volker Hohmann wurde ebenfalls für sein außergewöhnliches Engagement für die Forschung gewürdigt: Als Sprecher war er verantwortlich für das erfolgreiche Einwerben des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs „Hörakustik: Perzeptive Prinzipien, Algorithmen und Anwendungen“. Das Vorhaben eröffne eine neue Dimension für elektroakustische Kommunikationssysteme, sagte Piper. Dies lege die Grundlagen für neuartige Hörhilfen, die sich auf wechselnde akustische Umgebungen aktiv einstellen können.     

Auch Prof. Dr. Henrik Mouritsen habe sich um den Forschungsstandort Oldenburg in herausragender Weise verdient gemacht: Der Biologe ist Sprecher des jüngst eingeworbenen DFG-Sonderforschungsbereichs „Magnetrezeption und Navigation in Vertebraten: von der Biophysik zu Gehirn und Verhalten“. Mouritsen sei es damit gelungen, einen neuen Schwerpunkt der biologischen Forschung in Oldenburg zu etablieren, sagte Piper. Das Thema Tiernavigation in das Zentrum eines interdisziplinären wissenschaftlichen Vorhabens zu rücken, sei weltweit einzigartig.

Für ihren außerordentlichen Einsatz für die Universitätsmedizin Oldenburg würdigte Piper Dr. Kirsten Gehlhar und Prof. Dr. Dr. Klaus Peter Kohse. Als Leitung des Studiendekanats der Medizinischen Fakultät verantworten sie den Aufbau und Ausbau des Modellstudiengangs Humanmedizin. Beide hätten zudem in besonderem Maße dazu beigetragen, die Fakultät hervorragend auf die diesjährige Begutachtung durch den Wissenschaftsrat vorzubereiten, so Piper.     

Zur aktuellen Entwicklung der Oldenburger Universitätsmedizin hatte sich zuvor auch Minister Thümler geäußert: „Mit der Verdoppelung der Studienanfängerplätze der EMS zum kommenden Wintersemester konnte ein Meilenstein bei der Schaffung neuer Medizinstudienplätze in Niedersachsen gesetzt werden. Damit leistet die Universität Oldenburg einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“, so Thümler.

Kultureller Höhepunkt des Abends im Staatstheater war das musikalische Schauspiel „Comedian Harmonists“. Die Gäste, die zuvor von Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Universitätspräsident Piper und dem UGO-Vorsitzenden Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker begrüßt worden waren, konnten in die Musik der in den 1920/1930er Jahren so erfolgreichen Gruppe eintauchen. An die Aufführung schloss sich der traditionelle „Plausch danach“ an.

Mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte unterstützten die Gäste des Neujahrsempfangs erneut das Programm „Deutschlandstipendium“, mit dem besonders begabte und engagierte Studierende gefördert werden.

Uni-Pressemitteilung vom 10.01.2019

Webmasojteqtqfr (petrzagz2a.wifezxelts@uol.deidqig) (Stand: 07.11.2019)