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„Blendende Aussichten für kommende Physiker-Generation“

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik 2008 in Oldenburg

„Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik kommt mit ihrer 39. Jahrestagung gerne nach Oldenburg. Hier ist nicht nur ein attraktiver Studiengang der Medizin-Physik beheimatet, sondern hier werden neben der „klassischen“ Medizinischen Strahlenphysik auch relativ jungen Disziplinen wie Hörforschung und Medizin-Robotik betrieben. Das Hörsaalzentrum der Universität bietet zudem ideale Bedingungen für unsere Jahrestagung mit ihrer großen Industrie-Ausstellung“ erklärte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP), PD Dr. Sibylle Ziegler (München) im Hinblick auf die Eröffnung der Tagung.

Der Tagungspräsident Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier wird am 10. September 2008 rund 400 Medizin-PhysikerInnen aus dem In- und Ausland in Oldenburg begrüßen können. „Immer wenn Bilder in der Medizin gemacht werden, Patienten mit Strahlen behandelt werden müssen oder wenn besonders aufwendige Techniken, wie z. B. Laser-Behandlungen eingesetzt werden, ist Physik im Spiel“, erklärte Kollmeier, der als Physiker und Arzt die Abteilung Medizinische Physik der Universität Oldenburg leitet. Ein zentrales Element der Tagung sei daher die Vorstellung und Diskussion neuer physikalisch-technischer Forschungsergebnisse, wie z.B. Bilder von der Funktionsweise des Gehirns oder neuartige Strahlenarten für die Krebs-Therapie.

Die medizinische Bildgebung war bereits zwei Wochen vor Tagungsbeginn ein großes Thema in Oldenburg. Prof. Dr. Björn Poppe, Medizin-Strahlenphysiker der Universität und des Pius-Hospitals, erklärte in seiner KinderUni-Vorlesung am 27. August 2008 knapp 1.000 gespannt lauschenden Kindern „Wie das Unsichtbare sichtbar wird“. „Neben der fachlichen Diskussion im Kollegenkreis ist es uns ein besonderes Anliegen, zukünftige Studierende für die Medizinische Physik zu begeistern“, betonte Poppe über die Aktion im Vorfeld der Tagung, zu der auch eine Ausstellung mit Kernspinsimulator und Ultraschallgerät auf der Aktionsfläche des Modehauses Leffers in der Innenstadt gehörte. „Aufgrund der geringen Studienanfängerzahl in Physik suchen die Kliniken heute schon händeringend nach qualifizierten Medizin-Physikern“ ergänzte Kollmeier, der auf die blendenden Karriereaussichten für die kommende Physiker-Generation schon mit der Initiative „Physik in Oldenburg – studieren in der Übermorgenstadt“ hingewiesen hatte.

Web/6pma6oster (kaqk4tja.warnken@uol5v9v8.de) (Stand: 07.11.2019)