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EXPO Shanghai 2010: "Zukunftslösungen für optimales Hören"

"Auditory Valley" präsentiert Cochlea-Implantat auf der Weltausstellung

Auf der EXPO 2010 in Shanghai präsentiert Oldenburg seine hohen Kompetenzen auch in der Hörforschung. Im „Youth Innovation Center“, das 100 Zukunftsinnovationen unter einem Dach vereint, stellt das Forschungs- und Entwicklungscluster „Auditory Valley“ ein Cochlea-Implantat vor. Dabei handelt es sich um eine operativ einsetzbare Innenohrprothese, die das menschliche Sinnesorgan weitgehend ersetzen kann. Die technische Innovation wurde durch die rasanten Entwicklungen im Hightech-Bereich und die Bündelung exzellenter Forschungsleistungen möglich.

Im Forschungs- und Entwicklungscluster „Auditory Valley“ arbeiten in einer weltweit einzigartigen Vernetzung WissenschaftlerInnen, MedizinerInnen und IndustrievertreterInnen gemeinsam an der medizinischen und audiologischen Optimierung von Hörsystemen. Zu den Mitgliedern des Netzwerks gehören neben der Universität Oldenburg, der HörTech gGmbH und dem Hörzentrum Oldenburg die Medizinische Hochschule Hannover, das Hörzentrum Hannover, die Universität Hannover, die Jade Hochschule, das Fraunhofer Institut sowie zahlreiche international agierende Industrieunternehmen.

„Auditory Valley wird an einem Gemeinschaftsstand Entwicklungen vorstellen, an denen wir als Oldenburger Hörforscher beteiligt sind. Als in den Bundesländern nach Innovationen gesucht wurde, die in Shanghai präsentiert werden können, fiel die Wahl schnell auf unsere Hörforschung“, erklärte Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Wissenschaftlicher Leiter der HörTech gGmbH, der Abteilung Medizinische Physik der Universität Oldenburg und der neuen Fraunhofer Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie. Die Achse Hannover– Oldenburg bilde das innovative Zentrum einer bedeutenden Zukunftsbranche. „Im Auditory Valley arbeiten wir an Zukunftslösungen, die allen Menschen in allen Situationen ein optimales Hören ermöglichen sollen. Und von unserem EXPO-Auftritt erhoffen wir uns neben einem positiven Effekt für den Markt an innovativen Hörhilfen natürlich auch die Möglichkeit, uns als weltweit führender Standort weiter zu positio-nieren.“

Das Cochlea-Implantat wird hinter dem Ohr unter der Haut platziert und ein weiterer externer Prozessor wird hinter dem Ohr getragen. Dadurch wird der Schall direkt am Ohr aufgenommen, digitalisiert, als Signal kodiert, schließlich unter der Haut in elektrische Impulse umgewandelt und weitergeleitet. Eine Elektrode stimuliert die Hörnervenfasern im Ohr – und schickt die Signale an das Gehirn. Dort werden sie als Höreindruck wahrgenommen.

Webtcltmaster0in (katja.warnken@uol.desyl) (Stand: 07.11.2019)