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Weltweites Konzerterlebnis aus einzigartigem Akustikraum

Der einzigartige Kommunikationsakustik-Simulator im Haus des Hörens in Oldenburg ermöglicht es, per Knopfdruck die Raumakustik zu verändern. Zuhörer bei den dort stattfindenden Konzerten haben
so die Möglichkeit, akustische Raffinessen zu genießen, wie man sie sonst nur in Philharmonien, Opernhäusern und Kirchen erleben kann. Per Internetübertragung kann das Erlebnis dank Kunstkopf-Stereophonie ab jetzt auch an jedem Ort der Welt mitverfolgt werden.

BildDer sonst für Forschungszwecke genutzte Kommunikationsakustik-Simulator in Oldenburg
ermöglicht akustische Illusionen von allen erdenklichen Räumen – vom Badezimmer über die Cafeteria bis hin zum großen Konzertsaal. „Der Effekt entsteht dadurch, dass akustische Parameter wie Nachhall und erlebte Raumgröße in weiten Bereichen variiert werden können. Im Raum erzeugte Geräusche, wie z.B. Musik, werden von zahlreichen Mikrophonen in der Decke aufge-nommen. In der Schaltzentrale des Kommunikations-akustik-Simulators werden die akustischen Signale gezielt verändert und über Lautsprecher in Decken und Wänden wieder in den Raum hineingespielt“, erklärt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums HörTech, die hochkomplexe Technik des faszinierenden Raumes.

Normalerweise wird dieser deutschlandweit einzigartige Raum für wissenschaftliche Studien genutzt. So wird beispielsweise die Benutzbarkeit neuer Hörgeräte und Handys in extrem unterschiedlichen akustischen Situationen untersucht. Doch einmal im Monat öffnet der Forschungsraum die Türen für die Öffentlichkeit und bietet Musikfans besondere klangliche Erlebnisse. Bislang wurden die Konzerttermine vom Förderverein des Hauses des Hörens vor allem von Bewohnern im Nordwesten Deutschlands besucht. Doch das nächste Konzert ist von jedem Ort auf der Welt erlebbar.

BildDank der sogenannten Kunstkopf-Stereophonie erlebt der Zuhörer zuhause mit Kopfhörern das Konzert genauso wie die Zuhörer in Oldenburg. „Im Zuschauerbereich wird ein künstlicher Zuhörer sitzen, der stellvertretend den Internet-Nutzern seine Ohren zur Verfügung stellt. Durch die Anordnung der Mikrofone entsteht ein realistischer Eindruck“, erklärt Kollmeier die Besonderheiten dieser Aufnahmetechnik. Über die Internetseite hausdeshoerens-oldenburg.de/  kann das jeweilige Musikereignis kostenlos per Kopfhörer mit angehört werden.

Webmastq+ter (katjazb.warpbenken@uolfkome.de) (Stand: 07.11.2019)