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Internationales Expertentreffen im Haus des Hörens Hochkarätiges Symposium und ITG-Fachgruppentagung „Signalverarbeitung“

Auf Einladung der Universität Oldenburg traf sich am 7. Oktober 2011 die Spitze der internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der akustischen Signalverarbeitung. Dabei wurden zahlreiche Anwendungsgebiete diskutiert und Zukunftsvisionen formuliert.

Signalverarbeitung spielt in vielen modernen Technologien eine Rolle, wobei ein wichtiger Anwendungsschwerpunkt im Bereich der Hörgerätesystemtechnik liegt. Dank der Signalverarbeitung ist es den raffinierten Systemen möglich, Geräusche zu erkennen und zu bearbeiten. Dadurch können die Systeme z.B. zwischen Störgeräuschen und Sprache unterscheiden und schwerhörenden Menschen die Kommunikation erleichtern. Sehr ähnliche Techniken können auch zur Audio-Restauration eingesetzt werden, bei der z.B. alte Schallplattenaufnahmen oder Sicherheits-relevante Sprachaufnahmen entstört werden.

Bild„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem ersten Oldenburger Symposium für akustische Signalverarbeitung zahlreiche internationale Gäste angelockt haben“, erklärt Prof. Dr. Simon Doclo, Leiter der Arbeitsgruppe Signalverarbeitung an der Universität Oldenburg. „Wir konnten hochkarätige Referenten aus den USA, den Niederlanden, Israel und England gewinnen, um bereits im Vorfeld des 52. Treffens der ITG-Fachgruppe „Algorithmen für die Signalverarbeitung“, verschiedene Themen durch eine internationale Perspektive zu bereichern.“ Dieser Fachgruppe gehören Experten aus allen Bereichen der digitalen Signalverarbeitung an; sie kommen etwa zur Hälfte aus den Universitäten und zur anderen Hälfte aus der einschlägigen Industrie. Hierdurch wird das besondere Anliegen der Fachgruppe, den Erkenntnistransfer zwischen grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung zu fördern, sehr unterstützt.

Oldenburg wurde nicht ohne Grund als Austragungsort für die Tagung des Fachausschusses und das Symposium gewählt. Aktuell befindet sich die Arbeitsgruppe von Prof. Doclo zusammen mit Partnern der Standorte Oldenburg und Hannover im Exzellenzclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit dem Antrag „Hearing4all“ gehört das Cluster zu den 27 Finalisten, die Ende August einen Vollantrag einreichen durften und nun bis zum Sommer 2012 auf eine Entscheidung warten müssen. „Der Antrag enthält verschiedene Arbeitspakete, durch die man entscheidende Fortschritte in der Signalverarbeitung erzielen könnte“, erläutert Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Sprecher des Clusters „Hearing4all“. Doch auch die bisherigen Aktivitäten der Niedersachsen werden international wahrgenommen, so schwärmt etwa Prof. Dr. Philipos C. Loizou von der University of Texas at Dallas. „Die Oldenburger Hörforschung ist bekannt für die wissenschaftlichen Erfolge im Bereich der Akustik, Psychoakustik und Sprachverarbeitung. Daher wollte ich Prof. Kollmeier und Kollegen unbedingt persönlich kennenlernen. Ich bin sehr beeindruckt vom Haus des Hörens – insbesondere von den einzigartigen Exponaten im Hörgarten, die ich am liebsten mit nach Texas nehmen würde.“

Webmaster (ka9w0tjxf4ja.warnkemylin@uyzgscol.de) (Stand: 07.11.2019)