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Tag gegen den Lärm - Störfaktor "Lärm im Büro"

Am 27. April findet der Tag gegen den Lärm statt. Dieser Aktionstag macht deutlich, dass ein hoher Geräuschpegel täglich an unseren Nerven zerrt – im privaten und im beruflichen Umfeld. Ein brisantes Beispiel: Lärm im Großraumbüro.Welche Auswirkungen die Raumakustik auf die Leistungsfähigkeit hat und mit welchen Methoden sich diese optimieren lässt – auch damit befassen sich die Hörexperten aus dem Forschungs- und Entwicklungscluster Auditory Valley.

Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Büro. Das ist inzwischen mehr als jeder zweite Erwerbstätige. Dabei spielt der Trend zum Großraumbüro eine wachsende Rolle – immer mehr Menschen arbeiten gemeinsam in einem Raum. Belästigung durch Lärm ist da vorprogrammiert. Und: Sprache wird als Störquelle Nr. 1 wahrgenommen, mit besonders negativen Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen. „Dies liegt vor allem daran, dass wir Menschen nun einmal sehr kommunikativ veranlagt sind: Wir reden nicht nur gern und viel, sondern unsere Ohren ‚spitzen’ sich automatisch, sobald wir in unserem Umkreis Sprache wahrnehmen. Und je deutlicher diese zu vernehmen ist, desto stärker konzentrieren wir uns darauf. Es ist hier vor allem der mit dem gesprochenen Wort einhergehende Informationsgehalt, der uns ablenkt und unser Arbeitsgedächtnis negativ beeinflusst, weniger der Schallpegel an sich“, erklärt Dr. Markus Meis, der am Hörzentrum Oldenburg im Bereich Raum- und Psychoakustik forscht.

Täglich bis zu einer halben Stunde „Arbeitsausfall“ durch Lärm

Neben Gesprächen sind es vor allem Telefonklingeln, Druckergeräusche, Tastaturklappern sowie die mangelnde akustische Privatsphäre, die sich störend auf den Arbeitsprozess auswirken und die Mitarbeiterzufriedenheit deutlich minimieren. Diese Problematik sollten Arbeitgeber im Sinne ihrer Angestellten und der betrieblichen Effizienz sehr ernst nehmen. Denn: Das so belastete Arbeitsklima führt nach einer Einschätzung von befragten Büroarbeitern täglich zu einer zeitlichen Leistungseinbuße von durchschnittlich bis zu 34 Minuten. „Rechnet man das einmal pro Mitarbeiter aufs Jahr hoch, so lohnen sich Investitionen für eine bessere Raumakustik auch unter betriebswirtschaftlichen Aspekten in jedem Fall“, stellt Meis fest.

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(Audio)Beitrag zum Thema bei NDR Info 

Webmrhasteiz3or6qlq (katpm6ja.warnken@2kuol.de) (Stand: 21.08.2020)