Vollmer

Vollmer, Ludger

Statement

»Der Mensch ist nichts anderes als sein Entwurf, er existiert nur in dem Maße, in welchem er sich verwirklicht, er ist also nichts anderes als die Gesamtheit seiner Handlungen.«

(Jean-Paul Sartre)

Kompositorisches Credo

Für mich ist die Musik eine nonverbale Sprache, in der ich intensiv und emotional mit dem Publikum kommuniziere.

Wichtigstes Anliegen ist mir hierbei die Entwicklung der Rhythmischen Melodik. Ich erarbeite meine teilweise großformatigen Werke zumeist als formelgebundene, modal strukturierte Kompositionen, häufig monophon, inspiriert von außereuropäischer oder sehr alter europäischer Musik.

Immer geht es mir um die Nachzeichnung und Entwicklung psychosozialer Vorgänge und (zwischen-) menschlicher Stimmungen.

Meine Musik erfährt durch melodischen Drive, »pulsierende Rhythmik« (Thüringische Landeszeitung), Tempo und das Bekenntnis zu klarer Form ihre Würze.

Klangfarbliche bzw. harmonische Verläufe sind der Entwicklung meiner Melodik nachgeordnet. Insofern stelle ich mich bewusst gegen den Mainstream der westeuropäischen E-Musik.

Als Komponist kann ich mit der Oper definitiv am meisten ausrichten. Die Oper ist im Aufwind. Es gibt keinen Ort, der durch sie nicht berührt wird.

In der Oper habe ich mit F.R.A.M.E. eine Technik entwickelt, die einen starken Sog vor allem auch auf jüngeres Publikum auszuüben vermag. Für mich sind nur brennende psychosoziale Themen des Heute interessant.

Werke (Auswahl)

sh.a. https://de.schott-music.com/shop/autoren/ludger-vollmer/


Opern: PAUL UND PAULA oder DIE LEGENDE VOM GLÜCK OHNE ENDE (UA 2003, Carus);
GEGEN DIE WAND (UA 2008, Schott);
SCHILLERS RÄUBER_RAP’N BREAKDANCE OPERA (UA 2009, Schott);
BORDER (UA 2012, Schott);
LOLA RENNT (UA 2013, Schott)
CRUSADES (UA 2017, Schott)
TSCHICK (UA 2017, Schott)
THE CIRCLE (UA 2019, Schott)
DER ZUSAMMENSTOSS (2021, Schott) sowie:

Orchestermusik, Solokonzerte mit Orchester, Stummfilm mit Orchester, Tanztheater, Kantaten, Kammermusik, Orgelmusik, Kirchenmusik, Chormusik, Schauspielmusik, Film- und Medienmusik, Elektroakustik

(Stand: 20.04.2022)