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Qualifikationsprogramm
Das Qualifikationsprogramm des GRK verbindet die strukturierte Promotion im Rahmen der Oldenburger Graduiertenschule für Naturwissenschaften, Medizin und Technik (OLTECH) mit einem auf das Forschungsprogramm des GRK zugeschnittenen wissenschaftlichen und methodischen Angebot.
Qualifizierung im Rahmen von OLTECH
Alle Promovierenden des GRK sind Mitglieder von OLTECH und absolvieren ein Curriculum im Umfang von insgesamt 30 Kreditpunkten (credit points, CP). Es umfasst fachwissenschaftliche Qualifizierung, Kommunikation und Wissenstransfer sowie überfachliche Kompetenzen. Die Promovierenden stellen ihr individuelles Programm entsprechend ihrem fachlichen Hintergrund, ihrem Promotionsprojekt und ihren Karrierezielen zusammen.
Zu den relevanten Angeboten gehören beispielsweise Kurse zu medizinischer Bildgebung, Zeitreihenanalysen, komplexen Netzwerken und der Analyse von Neuroimaging-Daten sowie zur Programmierung mit MATLAB oder Python. Weitere Veranstaltungen vermitteln Kompetenzen in wissenschaftlichem Schreiben und Präsentieren, Hochschuldidaktik, Wissenschaftskommunikation und Wissenstransfer. Ergänzt wird das Angebot durch Kurse zu Projektmanagement, Datenschutz, Forschungsethik, guter wissenschaftlicher Praxis, guter klinischer Praxis und zur Karriereentwicklung innerhalb und außerhalb der Wissenschaft. Internationale Promovierende können zudem Sprachkurse und weitere Unterstützungsangebote der Universität nutzen.
GRK-spezifische Qualifizierung und wissenschaftlicher Austausch
Das GRK ergänzt das Angebot von OLTECH durch Veranstaltungen, die unmittelbar auf das gemeinsame Forschungsprogramm und die unterschiedlichen fachlichen Hintergründe der Promovierenden zugeschnitten sind. Zu den regelmäßigen Formaten gehören die GRK-Vorlesungsreihe, das Forschungskolloquium, projektübergreifende Harmonisierungstreffen und das jährliche zweitägige GRK-Treffen. Hinzu kommen methodische Workshops, Writing Days und Writing Retreats sowie weitere bedarfsorientierte Veranstaltungen.
Diese Formate dienen nicht nur der fachlichen und methodischen Qualifizierung, sondern fördern auch den Austausch zwischen den Projekten und Disziplinen. Promovierende und Postdocs stellen eigene Arbeiten vor, diskutieren Studiendesigns und methodische Herausforderungen und entwickeln projektübergreifend gemeinsame Vorgehensweisen. Externe Wissenschaftler*innen werden regelmäßig zu Vorträgen und zum direkten wissenschaftlichen Austausch mit den Nachwuchsforschenden eingeladen.
Eine besondere Rolle spielt die jährlich stattfindende Summer School. Sie wird von den Promovierenden geplant und organisiert und verbindet wissenschaftliche Vorträge, methodische Weiterbildung, Karriereentwicklung und den Austausch mit nationalen und internationalen Expert*innen.
Internationalisierung und Mobilität
Ein mindestens vierwöchiger Forschungsaufenthalt in einem anderen Labor, einem Rehabilitationszentrum oder einer anderen für das GRK relevanten wissenschaftlichen oder klinischen Einrichtung ist Bestandteil des Qualifikationsprogramms. Der Aufenthalt ermöglicht den Erwerb zusätzlicher methodischer oder klinischer Erfahrungen, unterstützt den Wissenstransfer zwischen den beteiligten Einrichtungen und fördert den Aufbau eigener wissenschaftlicher Netzwerke.
Das GRK unterstützt diese Aufenthalte ebenso wie die aktive Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen finanziell. Internationale Promovierende und Gastwissenschaftler*innen erhalten bei Bedarf zusätzliche Unterstützung durch das International Office und weitere Einrichtungen der Universität Oldenburg.
Karriereentwicklung und frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit
Das GRK unterstützt die Promovierenden dabei, unterschiedliche Karrierewege innerhalb und außerhalb der Wissenschaft kennenzulernen und ein eigenes wissenschaftliches Profil zu entwickeln. Neben den Angeboten von OLTECH und der Universität dienen insbesondere der Austausch mit Gastwissenschaftlerinnen, Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats, Alumni und Vertreterinnen verschiedener Berufsfelder der individuellen Karriereorientierung.
Über interne Fördermöglichkeiten können Promovierende eigene kleinere Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Aktivitäten beantragen. Dadurch sammeln sie frühzeitig Erfahrungen mit der Entwicklung von Forschungsideen, der Beantragung von Mitteln und der eigenständigen Durchführung wissenschaftlicher Vorhaben. Darüber hinaus können sie sich an der forschungsbasierten Lehre beteiligen, beispielsweise durch die Betreuung studentischer Laborprojekte oder von Masterarbeiten.