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Nachrichten aus dem Institut für Pädagogik

  • Ergebnis-Präsentation im Kolloquium der Fachgruppe Forschungsmethoden

    Ergebnis-Präsentation im Kolloquium der Fachgruppe Forschungsmethoden Privat

  • Besuch eines Oldenburger Cafés

    Besuch eines Oldenburger Cafés Privat

Forschungsaufenthalt von Doktorandin Annah Atuhaire aus Uganda

Als Promotionsstipendiatin des Fachzentrums für Bildungsforschung und Bildungsmanagement (CERM-ESA/DAAD) an der Moi University, verbrachte Annah Atuhaire zwei Monate in der Fachgruppe Forschungsmethoden in Oldenburg.

Als Promotionsstipendiatin des Fachzentrums für Bildungsforschung und Bildungsmanagement (CERM-ESA/DAAD) an der Moi University, verbrachte Annah Atuhaire zwei Monate in der Fachgruppe Forschungsmethoden in Oldenburg. Ihr Promotionsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie auf der Straße lebende Kinder in Uganda durch Intervention staatlicher Stellen und über wirksame Strukturen der Zusammenarbeit, Schulbildung erhalten können. Ihr methodologisch komplexes Promotionsprojekt steckt in den letzten Zügen und Annah konnte ihre Ergebnisse in Kolloquien der Fachgruppe präsentieren. Dabei wurde ihre Leidenschaft deutlich und der Wunsch, die Situation der Kinder auf der Straße zu verbessern. Ihre Studie führte sie in Ugandas Hauptstadt Kampala durch. Die Kinder, die dort auf der Straße leben, kommen zum großen Teil aus anderen Regionen des Landes. Zum Teil leben ganze Familien obdachlos in den Straßen der Großstadt und die Kinder gehen nur in seltenen Fällen in die Schule. „Wir haben leider keine Kinderheime oder sicheren Räume, wo Kinder aufgenommen werden, wenn sie kein Zuhause haben, wie Ihr in Deutschland. Die Hilfe von NGOs ist meistens keine langfristige Lösung und so entsteht ein Teufelskreis der Armut“ erklärt Annah. Mit ihrer Forschung hofft Annah dazu beizutragen, dass Kindern in Uganda zukünftig wirksamer Schulbildung ermöglicht werden kann, die ihnen nicht nur hilft, kurzfristig den Gefahren des Straßenlebens zu entkommen, sondern auch längerfristig aus der Armutslage herauszukommen. 

Über ihre Zeit in Oldenburg sagt Annah, die zum ersten Mal in Deutschland war, dass sie sehr viel gelernt hat, auch abgesehen von den fachlichen Rückmeldungen und Diskussionen zu ihrem Forschungsthema und methodischen Fragestellungen. Im Hinblick auf die soziale Interaktion hebt sie hervor, dass sie große Unterschiede sieht zu Uganda, insbesondere im Hinblick auf den Faktor Zeit. Während in Uganda Zeit eine sehr untergeordnete Rolle spielt „you bump into someone and you can talk for hours“, wird hier alles genau geplant und bei Besuchen wird nicht nur festgelegt, um wie viel Uhr genau man erwartet wird, sondern zum Teil auch, wann man wieder zu gehen hat. Insgesamt fand sie die Zurückhaltung in der Interaktion zunächst befremdlich aber dann hat sie festgestellt, dass Menschen zurückhaltend und gleichzeitig nett und hilfsbereit sein können, wenn man Hilfe braucht oder Fragen hat. 

Im Hinblick auf Essgewohnheiten stellte sie fest, dass es in Deutschland sehr viel zuckerhaltiges Essen und Süßgetränke und Alkohol gibt. Annah kam mit einer ganzen Menge Nahrungsmitteln aus Uganda im Koffer nach Oldenburg aber hat dann festgestellt, dass sie auch mit dem Essen hier zurechtkommen und überleben kann. 

Insgesamt hat sich Annah sehr wohl in Oldenburg gefühlt und ist dankbar für die vielen guten Begegnungen und die Unterstützung von Seiten der Fachgruppe, vom International Office, und für den tollen IT-Support von Philipp und Florian. Sie betont, dass sie jederzeit sehr gerne wieder an die Uni Oldenburg kommt und jede Gelegenheit dafür nutzen wird, z.B. für einen PostDoc Aufenthalt. Hier ist sie schon im Kontakt mit dem Referat für Forschung und Transfer, das sie in Sachen Forschungsförderung berät. Auch eine Kooperation zwischen der Universität Oldenburg und der Stuart Bishop University in Uganda, an der sie beschäftigt ist, würde sie sehr begrüßen. 

Abschließend sagt sie über das gemeinsam von der Moi University, der Uni Oldenburg, Nelson Mandela University, University of Dar es Salaam und dem Uganda Management Institute geführte CERM-ESA Fachzentrum: „Thank you to CERM-ESA, I am so proud of my Centre, it has nurtured me academically from a baby, now I keep growing, growing, growing. I love their support and how they take us as their babies and nurture us. Whenever we step out, people are so impressed and ask: where did these people learn from? We are so proud and really grateful because the Centre offers us a diversity of knowledge and opportunities.”

Kontakt: Fachgruppe Forschungsmethoden, Prof. Dr. Karsten Speck

(Stand: 29.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p115366n13493
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