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Graduiertenkolleg Sensorybio geht in die zweite Runde!

Nach der Evaluierung der GRKs im Sommer 2017 fiel am 19.12.2017 die Entscheidung der DFG das Graduiertenkolleg für eine zweite Förderdauer von 4,5 Jahren zu verlängern.

Wir freuen uns!

Pressemitteilung

 

Graduiertenkolleg Molekulare Basis sensorischer Biologie

Molecular Basis of Sensory Biology
DFG-Graduiertenkolleg 1885

Das Graduiertenkolleg (GRK) untersucht, wie Umweltreize durch unterschiedliche Organismen registriert und prozessiert werden. Tiere haben aufgrund evolutionärer Anpassung über Millionen von Jahren eine komplexe Vielfalt sensorischer Rezeptorzellen für physikalische oder chemische Reize entwickelt. Diese sensorischen Zellen verarbeiten externe Sinnesreize über ein Wechselspiel intrazellulärer molekularer Komponenten, die eine zelluläre Antwort erzeugen. Das Forschungsprogramm der Promotionsthemen im Graduiertenkolleg zielt darauf, gemeinsame Prinzipien der sensorischen Signalverarbeitung aus einer molekularbiologischen, chemischen und physikalischen Perspektive zu verstehen. Die Fragestellungen adressieren fundamentale Probleme des Sehens, Hörens, der Magnetrezeption und der Chemorezeption. Untersucht werden Aktivierungsprozesse von Rezeptoren, der rezeptor-vermittelten Signaltransduktion und molekulare Schaltermechanismen, aber auch Fehlfunktionen des visuellen und auditorischen Systems. Wir erwarten zudem, dass der Vergleich physikalischer Modellsysteme und biologischer Konzepte die Entwicklung neuer technischer Systeme (z. B. in der Biomedizin) inspiriert.

Um diese zentralen Fragen zu bearbeiten, werden unterschiedliche experimentelle Strategien benötigt. Die meisten Projekte nutzen zellbiologische und molekularbiologische Methoden, häufig in Kombination mit biophysikalischen Techniken; Design und Synthese spezieller Fluoreszenzfarbstoffe ergänzen das Methodenspektrum. Das Qualifizierungskonzept des GRK sieht daher vor, den Promovenden Fähigkeiten und Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik zu vermitteln, um so die Kooperationen und den gegenseitigen Ideen-Austausch zwischen den Arbeitsgruppen zu verstärken. Es ist für die Promovenden essentiell wichtig, Hintergrundwissen und praktische Erfahrung unterschiedlicher Techniken zu gewinnen, einschließlich solcher Methoden, die keinen direkten Bezug zum Promotionsprojekt haben. Die Realisierung dieser Ziele ist durch die institutionellen Rahmenbedingungen der Universität Oldenburg und durch das Qualifizierungsprogramm des GRKs gegeben. Dazu zählt die gemeinsame Betreuung von Dissertationen, spezielle technische Workshops, ein Netzwerk bereits existierender drittmittelfinanzierter Projekte und multidisziplinärer Kolloquien. Das an der Universität Oldenburg etablierte Promotionsprogramm „Neurosensory Science and Systems“ bietet den Promovenden für das Qualifizierungskonzept einen strukturierten Rahmen.

Henrik Mouritsen zum Nature-Artikel:
'Anthropogenic electromagnetic noise disrupts magnetic compass orientation in a migratory bird'

Petra Hülper (Stand: 10.09.2018)