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Karola Gebauer
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Tel.: ++49 (0)441/798 4316

Postadresse
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
ZFG Zentrum für interdisziplinäre
Frauen- und Geschlechterforschung
Ammerländer Heerstraße 114 -118
D-26129 Oldenburg

Rückblick: 2017 im ZFG

Liebe Interessierte,
was macht eigentlich ein Zentrum für Geschlechterforschung so das ganze Jahr? Falls Sie sich und Ihr Euch das schon mal gefragt habt, hier ein kleiner Einblick in unsere Aktivitäten 2017: Tagungen, Vorträge, Forschungsprojekte: Vieles läuft hinter den Kulissen und bedarf reger Unterstützung von unseren engagierten Mitgliedern, bis es dann als öffentliche Präsentation angekündigt werden und hier aufgelistet werden kann – dafür allen Beteiligten herzlichen Dank!
Sind Sie/Seid Ihr neugierig geworden? Dann schauen Sie doch bald wieder vorbei auf unserer Homepage. Wer an der Carl von Ossietzky Universität studiert oder lehrt, kann auch Mitglied werden und unseren Info-Letter abonnieren.

WS 2016/17: Ringvorlesung: “Wertschätzung. Inter- und transdisziplinäre Perspektiven der Geschlechterforschung“
Wer oder was erfährt in welchem kulturellen Kontext Wertschätzung? Lässt sich diese messen? Welchen Wertvorstellungen unterliegen Geschlecht, Sexualität und kulturelle Identität? Diesen und anderen Fragen gingen Forscher*innen aus Kultur-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften sowie die renommierte Fotografin Jodie Bieber (Südafrika) nach. Die Veranstaltung des BA Gender Studies wird in Kooperation mit dem ZFG konzipiert.

25. - 26. Januar 2017: Tagung „Rückständigkeit und Gefahr. Geschlechterpolitiken in der Migrationsgesellschaft“
Gemeinsam mit dem Center for Migration, Eduction and Cultural Studies (CMC) und der Arbeitsgruppe Migration – Gender – Politics (MGP) organisierte das ZFG eine interdisziplinäre Tagung zu Geschlechterpolitiken in der Migrationsgesellschaft. Renommierte Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland gingen der Frage nach, wie eine vermeintliche Bedrohung durch die/den Andere(n) an bestimmten Körpern festgemacht, vergeschlechtlicht und zur Legitimationsgrundlage für Überwachungsmaßnahmen wird.

8. Februar 2017: Vortrag „Gendering Syrian Refugee ‚Crisis‘ in Turkey“ von Prof. Dr. Zeynep Kıvılcım
Die türkische Professorin Zeynep Kıvılcım (Istanbul bzw. Göttingen/ Berlin) stellte ihre Forschungen zur Flüchtlingsaufnahme in der Türkei im Rahmen der Ringvorlesung „Wertschätzung: Inter- und transdisziplinäre Perspektiven der Geschlechterforschung“ des BA Gender Studies vor.

27. März 2017: Panel „Wissen und Institutionen – Geschlechterwissen in Fachdisziplinen“ bei der LAGEN-Tagung „Politiken der Reproduktion – Politics of Reproduction“
Das ZFG war mit Dr. Sylvia Pritsch konzeptuelle Mitorganisatorin eines Panels der internationalen, interdisziplinären Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen (LAGEN), die vom 27. bis 29. März 2017 in Hannover stattfand. Unter der Überschrift „Politiken der Reproduktion – Politics of Reproduction“ griff die Tagung zentrale Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung auf. Im Panel „Wissen und Institutionen – Geschlechterwissen in Fachdisziplinen“ stellten Dr. Smilla Ebeling und PD Dr. Anja Zimmermann Ergebnisse ihres an das ZFG gebundene Verbundprojekts vor: „Produktion von Geschlechterwissen: Politiken der Selbsthistorisierung in und jenseits der Institutionen“.

21. Juni 2017: Tagung „Focus on… Current transformations of Gender Studies and Gender Regimes in Turkey“
Auf der internationalen Tagung stellten türkische Wissenschaftler*innen ihre Einschätzung der aktuellen Situation vor. Gemeinsam wurde u.a. über die Lage der kritischen Geschlechterforscher*innen in der Türkei, welche die Petition „Academics for Peace“ unterschrieben haben, diskutiert. Die Tagung fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Wo Gender brennt: Aktuelle Relevanz der Geschlechterforschung in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft” statt und wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Zeynep Kıvılcım vom Göttinger Zentrum für Gender Studies und dem LAGEN-Netzwerk „Gender und Migration @ Niedersachsen“ organisiert.

Vortragende, Moderator*innen und Organisator*innen der Tagung im Schlauen Haus in Oldenburg. Foto: Renata Kutinka (ZFG)

24. Oktober 2017: Vortrag „Geschlechterforschung: Aktuelle Hindernisse und Chancen“ von Prof. Dr. Andrea Maihofer (Basel)
Welche Bedrohungsszenarien werden am Begriff „Gender“ festgemacht? Aus welchem Kontext stammen die Angriffe und welcher Umgang ist damit angeraten? Diese und andere Fragen präsentierte die Wissenschaftlerin vom Basler Zentrum Gender Studies zum Auftakt der Vortragsreihe des ZFG „Wo Gender brennt. Aktuelle Relevanz der Geschlechterforschung in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft“, unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung der Universität Oldenburg. In dieser Reihe analysieren renommierte Expert*innen der Geschlechterforschung grundlegende Problematiken aus kultur-, sozial- und naturwissenschaftlichen Perspektiven.

26. Oktober 2017: Vortrag „Unterscheiden und Herrschen. Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart“ von Prof. Dr. Sabine Hark (Berlin)
Fortgesetzt wurde die Reihe „Wo Gender brennt“ mit einem Vortrag zu den Verschränkungen von Sexismus und Rassismus, wie sie sich unter dem Schlagwort „Köln“ als Diskursereignis formiert haben. Der Vortrag von Prof. Dr. Sabine Hark wurde in Kooperation mit den Graduiertenkollegs „Kulturen der Partizipation“ und „Selbst-Bildungen“ organisiert.

WS 2017/18: Ringvorlesung „Verantwortlichkeiten: Inter- und transdisziplinäre Perspektiven der Geschlechterforschung“
Inwiefern sind Prozesse des De/Gendering sowie der De/Sexualisierung und der (wissenschaftliche, politische) Aufweis dieser Prozesse mit Verantwortung verknüpft? Um welche Formen und Bereiche von Verantwortlichkeiten handelt es sich? Welche Verantwortlichkeiten werden umgekehrt den Gender/ Queer-Studies und queer-feministischen Bewegungen zugeschrieben? Zu diesen und anderen Fragen wurden Forscher*innnen und Künstler*innen aus dem In- und Ausland eingeladen. Die Veranstaltung des BA Gender Studies wird in Kooperation mit dem ZFG konzipiert.

1. November bis 6. Dezember 2017: Filmreihe mit Vorträgen: „Interventionen gegen Rassismus in Europa“ im Kino cine k
Die Veranstaltungsreihe beschäftigte sich mit filmischen Repräsentationen von individuellem und kollektivem Handeln gegen Rassismus in Alltag und Institutionen. U.a. Studierende des BA Gender Studies übernahmen Filmeinführungen und Moderation abschließender Diskussionen.

29. November 2017: LUNCHTALK*: Gender und Diversity in die/ der Lehre?
Bei einem gemeinsamen Mittagsimbiss diskutierten an Geschlechterforschung interessierte Studierende und Lehrende Fragen in Hinblick auf die (weitere) Etablierung von Gender- und Diversity Studies an der Universität. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des „Ersten hochschulweiten Tages des Lehrens und Lernens“ angeboten. 

1. Dezember 2017: 7. Genderforschungstag
Beim diesjährigen Genderforschungstag des ZFG stellten 16 Forschende ihre aktuellen Projekte aus dem Bereich der Gender- und Queer Studies vor. Dieses Jahr fand der Genderforschungstag im Rahmen der niedersächsischen Veranstaltungsreihe „Tour de LAGEN“ zum zehnjährigen Bestehen der Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen statt mit Referent*innen aus ganz Niedersachsen. Ministerialrätin Dr. Barbara Hartung (MWK) hat ein Grußwort gesprochen.

Veröffentlichungen:

ZFG Reihe: Oldenburger Beiträge zur Geschlechterforschung:
Josch Hoenes/Michael_a Koch (Hg.): Transfer und Interaktion: Wissenschaft und Aktivismus an den Grenzen heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit, Oldenburg: BIS-Verlag der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 2017.

LAGEN-Reihe „L’AGENDda Bd. 1:
Sylvia Pritsch: Repräsentationskritik in den Kulturwissenschaften, in: Corinna Onnen u. Susanne Rode-Breymann (Hg.): Zum Selbstverständnis der Gender Studies. Methoden - Methodologien - theoretische Diskussionen und empirische Übersetzungen, Opladen u.a.: Verlag Barbara Budrich 2017, S. 49-68.

Weitere Publikationen:

Renata Kutinka: Das un_sichtbare Geschlecht. Überlegungen zu künstlerischen Repräsentationen von weiblichen Genitalien und ihren Kontexten, in: Genderstudies, Zeitschrift des interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung IZFG Bern, Nr. 31 („Kunst und Gender“).

Anja Herrmann u. Kea Wienand (Hg.): FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und Visuelle Kultur Nr. 62 (2017), „Visual Fat Studies“.

 

Aktuelle Forschungsprojekte:

Verbundprojekt „Gender – Flucht – Aufnahmepolitiken: Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen“
Ziel des Forschungsverbundes ist es, aus einer gendertheoretischen Perspektive Aufnahme- und Integrationspolitiken in Deutschland angesichts der gestiegenen Herausforderung der Unterbringung, Aufnahme und im weitesten Sinne Integration der gewachsenen Zahl an Geflüchteten zu untersuchen. Dabei liegt der Fokus auf vergeschlechtlichten Prozessen differenzieller Inklusion im Kontext von Aufnahmepolitiken und den diese begleitenden Diskursen. Empirisch untersucht werden diese Prozesse arbeitsteilig in vier zentralen Bereichen: ehrenamtliche und kommunale Flüchtlingsarbeit, Arbeitsmarktintegration, Gewaltprävention und Mediendiskurs. Dieser Forschungsverbund (Göttingen, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück) wird gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen [homepage]. 

Verbundprojekt: „Geschlechterwissen in und zwischen den Disziplinen: Kritik, Transformation und 'dissidente Partizipation' an (akademischer) Wissensproduktion“
Wissen ist nicht nur im Alltag, sondern auch in akademischen Institutionen stets sozio-kulturell gebunden. Es ist abhängig von den Standorten des Sprechens und den sich historisch verändernden Rahmen des Sagbaren und des Sichtbaren. Die Bedingungen und Entwicklungen der Produktion von Geschlechterwissen seit den 1970er Jahren bis heute werden in interdisziplinärer Perspektive in verschiedenen Bereichen der Kultur- und Natur- und Technikwissenschaften untersucht. Das Verbundprojekt der Universitäten Oldenburg und Braunschweig wird gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen [Projektbeschreibung]. 

Internationales Verbundprojekt: “Shifting Families: Interrogating notions of ‘family’ in a context of contemporary African migration and diverse urban spaces, using multi-sited case studies in South Africa, Morocco, and Germany”
Das internationale Verbundprojekt fragt nach Auswirkungen unterschiedlicher Formen und Reichweiten von Migrationen auf das Verständnis von Familie im Vergleich zwischen Südafrika, Marokko und Deutschland [homepage]. Gefördert wird das Projekt durch die Volkswagen Stiftung

Websmf1imastdter (kaiyyrprolaezpb4.gebauer@rbesxuol5un.de) (Stand: 13.04.2020)