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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
ZFG Zentrum für interdisziplinäre
Frauen- und Geschlechterforschung
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D-26129 Oldenburg

Nachrichtenarchiv

  • 2011
  • 2010

Trauer um Ilse Dröge-Modelmog

Nach langer Krankheit ist  Ilse Dröge-Modelmog, ehemalige Professorin für Soziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, am 15. November im Alter von 77 Jahren verstorben. Sie war dort von 1973 bis zu ihrem Ruhestand 2005 tätig. Sowohl  ihre wissenschaftlichen Arbeiten als auch ihr praktisch-politisches Engagement waren getragen von dem Interesse, Macht- und Herrschaftsstrukturen kritisch zu analysieren und zu deren Abbau beizutragen – und das  insbesondere im Bereich der Geschlechterverhältnisse. Sie gehörten zu denjenigen, die in den 1970er Jahren beteiligt waren am Prozess der Ausgestaltung der Universität Oldenburg  als einer Reformuniversität, einer Ausgestaltung, die für sie zugleich bedeutete, geschlechtergerechte Strukturen und frauenpolitisch relevante Inhalte zu verankern. So war sie von 1986 bis 1988 als erste Frau Vizepräsidentin der Universität und setzte den ersten Frauenförderplan einer niedersächsischen Universität durch.  Sie gehörte zu denjenigen, die sich erfolgreich für die Einrichtung einer Professur für Frauenforschung engagierten. Maßgeblich beteiligt war sie zudem an der Einrichtung eines Studiengangs für Frauen- und Geschlechterforschung (Gender Studies) und am Aufbau des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG). Beides – Studiengang und Zentrum – sind auch gegenwärtig zentrale Elemente einer institutionellen Verankerung der Genderperspektive an der Universität Oldenburg.  Zugleich war Ilse Dröge-Modelmog in der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie aktiv – von 1991-1993 war sie deren 1. Sprecherin.

Im Mittelpunkt der Lehr- und Forschungstätigkeit von Ilse Dröge-Modelmog standen Soziologische Theorien, Wissenschaftstheorien, Kultursoziologie und das Interesse an Neuen Technologien und insbesondere Biotechnologien – immer unter einer genderkritischen Perspektive. Ilse Dröge- Modelmog war eine leidenschaftliche Denkerin, die auf kreative Weise Perspektiven aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen - und auch über die Grenzen  von Geistes- und Naturwissenschaften hinweg – miteinander verbunden hat und auf diese Weise immer wieder zu neuen Erkenntnissen und Fragestellungen kam.  Damit hat sie Studierende und bei ihr Promovierende inspiriert und fasziniert. Für sie war wissenschaftliches Arbeiten immer auch lustvoll. „Lust zu wissen“  und „Denken als Widerstand“ – so beschreibt sie in einem autobiographischen Text  die Leitlinien ihrer „wissenschaftlichen Biographie“*.

Ilse schildert in diesem Text, dass sie früh einen „starken Freiheitswillen“ entwickelt, sich als „junge Wilde“, die abenteuerliche Aktivitäten draußen genoss, gefühlt habe und „Ästhetik“ in den Kinderspielen als Gegengewicht zur im Nachkriegsdeutschland „zerstörten Welt“ wichtig wurde – Elemente davon haben auch ihr Leben als Professorin bestimmt.  Sie liebte abenteuerliche Reisen in ferne Länder, Autonomie der Lebensgestaltung war ihr ebenso wichtig wie außergewöhnliche, kunstvoll und kreativ – eben „äshetisch“ -  gestaltete Kleidung. Die Grenzen dafür wurden im Verlaufe ihrer langen Erkrankung an Parkinson immer enger. Ilse hat diese Grenzen auf beeindruckende Weise und mit einem starken Willen zu leben immer wieder erweitern können – umso leidvoller waren dann für sie die Rückschritte, das unerbittliche Fortschreiten der Krankheit, dem sie sich schließlich ergeben musste.

*Ilse Dröge-Modelmog: Wissenschaftliche Biographie, in: Vogel, Ulrike (Hg.): Wege in die Soziologie und die Frauen- und Geschlechterforschung. Autobiographische Notizen der ersten Generation von Professorinnen an der Universität. Wiesbaden 2006, S. 100-115.

Karin Flaake

2011

Jahrhundertfrauen - 100 Jahre Internationaler FrauentagFilmreihe im Cine k Oldenburg

Mehr Informationen:

1910 machte Clara Zetkin den Vorschlag, alljährlich einen Internationalen Frauentag zu feiern.
1911 demonstrierten Frauen in Deutschland und anderen europäischen Ländern an diesem Tag zum ersten Mal für ihre Rechte - und seitdem jedes Jahr wieder. Für das Cine k ein Grund, nicht nur am 8. März zu feiern, sondern ein ganzes Jahr lang.

»Jahrhundertfrauen« heißt die Reihe, die in jedem Monat einen Film über starke Frauen rund um den Globus und quer durch die Geschichte der vergangenen einhundert Jahre präsentiert: ein Jahrzehnt - ein Film.

Möglich gemacht haben diese Reihe engagierte Frauen aus Oldenburg, die jeweils für einen Film eine Patinnenschaft übernommen haben.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier

http://www.cine-k.de/neu/programm/?mode=series&id=85

2010

Ehrenpromotion Hauwa Ibrahim

das Festkolloquium anlässlich der Ehrenpromotion von Hauwa Ibrahim findet
statt am

Mittwoch, 8. Dezember 2010 um 19 Uhr im Festsaal des Oldenburger Schlosses
mit anschließendem Gala-Dinner im Horst Jansen Museum.

Flyer Festkolloquium

Flyer Gala-Dinner

Webmastervr (kar9pggvolxcla.1+gebaomiyhueryzys@uoail.de8sp) (Stand: 13.04.2020)