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Kontakt

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Wissenschaftliches Zentrum
Genealogie der Gegenwart
Ammerländer Heerstraße 114-118
26129 Oldenburg

Direktor

Prof. Dr. Thomas Alkemeyer

+49 441/798-4622

Geschäftsführung

Dr. Nikolaus Buschmann

+49 441/798-4849

Das Wissenschaftliche Zentrum „Genealogie der Gegenwart“ interessiert sich dafür, wie sich heutige und vergangene Gesellschaften selbst wahrnehmen und thematisieren, wie sie sich ihrer jeweiligen Gegenwart vergewissern und dabei in die Zukunft entwerfen. Wie stehen diese Selbstwahrnehmungen und Zukunftsentwürfe mit Institutionen, Medien und Techniken zur Gestaltung von Natur, Gesellschaft und Subjektivität in Verbindung? Wie modellieren sie den lebensweltlichen Alltag und halten Menschen zu einem bestimmten Verhalten an? Wie werden diese Interventionen in das Gegebene begründet und legitimiert, aber auch kritisiert, verworfen oder unterlaufen? 

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Diesen Fragen gehen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Fachperspektiven nach: Sie rekonstruieren mit diversen inhaltlichen Fokussierungen historiographisch, kulturanalytisch und soziologisch-praxeologisch die Verweisungszusammenhänge zwischen Gegenwartsdeutungen, gesellschaftlichen Transformationen und Subjektbildungen. Gemeinsam ist ihnen ein kulturtheoretisches Erkenntnisinteresse, das auf die wahrnehmungsformierende und somit realitätskonstituierende Kraft materieller, in Diskursen und Praktiken entfalteter Sinnordnungen reflektiert.

Ziel des Wissenschaftlichen Zentrums ist es, die „Genealogie der Gegenwart“ als ein innovatives Forschungsfeld zu konturieren, das die Entstehung der modernen Welt aus historisch verschiedenartigen Herkünften auf neuartige Weise zu beschreiben erlaubt. Das Zentrum soll diesem Vorhaben als ein Ort interdisziplinärer und fakultätsübergreifender Zusammenarbeit dienen, an welchem Forschungen zu diesem Thema miteinander vernetzt, weiterentwickelt und angestoßen werden.

Veranstaltungen

Frisch erschienen

Gegenwartsdiagnosen

Kulturelle Formen gesellschaftlicher Selbstproblematisierung in der Moderne

Das Geschäft der Gegenwartsdiagnose hat Konjunktur: Diagnostiziert werden in naher Zukunft drohende Klimakriege, der Kollaps der Energieversorgung oder gleich die Auslöschung der gesamten Menschheit, aber auch ein Verlust von ›Heimat‹, ›Werten‹ oder – im Zuge der Digitalisierung – kognitiven Fähigkeiten in der ›Jugend‹.

Vor dem Hintergrund einer tiefen diagnostischen Prägung der modernen Welt- und Selbstwahrnehmung, in der tendenziell alles und jeder einem untersuchenden Blick unterzogen, vermessen und im Hinblick auf mögliche Fehlentwicklungen, Abweichungen und Bedrohungspotenziale ausgekundschaftet wird, untersuchen die Beiträge des Bandes, wie als Diagnosen auftretende Gegenwartsdeutungen entstehen und wirksam werden.

Webmast4ksp2erzn (marta.3ugx3muelljuxjmer@uo/4l.de) (Stand: 07.11.2019)