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Kontakt Familienservice

Angelika I. Müller (Leitung)

Claudia Batisweiler

Neele Henkenberens

A14 0-039 und 0-040 Hörsaalzentrum
W02B 02-299 Campus Wechloy

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Di und Mi: 10.00 - 11.00 Uhr und 13.00 - 14.00 Uhr
 

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Bitte vereinbaren Sie einen Termin per E-Mail mit uns. Wenn Sie Ihre Telefonnummer hinterlassen, rufen wir Sie gerne zurück.
E-Mail: familienservice@uol.de
Neele Henkenberens 0441 798 4156
Claudia Batisweiler 0441 798 2865

COVID 19 – INFOS und Empfehlungen für Beschäftigte und Studierende an der Universität Oldenburg mit Pflegeverantwortung, Stand 08.06.2020

Wir haben die Pflegeinfos aktualisiert und wegen der Übersichtlichkeit thematisch neu geordnet. Außerdem können Sie die Infos als pdf herunterladen.

COVID 19 – INFOS und Empfehlungen für Beschäftigte und Studierende an der Universität Oldenburg mit Pflegeverantwortung (als pdf-Datei)

Stand 08.06.2020

Wenn Sie pflegebedürftige Angehörige haben, stehen Sie während der andauernden SARS-Cov-2-Pandemie vor neuen Anforderungen. Insbesondere für die ältere Generation und für Menschen mit Vorerkrankungen besteht die Gefahr schwerer Krankheitsverläufe bei einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus. In Pflegeeinrichtungen gelten daher seit Mitte März Besuchseinschränkungen oder -verbote, die für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen extrem belastend sind. Versorgungsprobleme und Isolation erschweren aber auch die häusliche Pflege. Bisherige Unterstützungsmöglichkeiten bei Pflegearrangements sind teilweise eingeschränkt oder ganz eingestellt.

Auf der Webseite vom Familienservice der Universität Oldenburg: https://uol.de/familienservice/pflege-von-angehoerigen  erhalten Sie neben weiteren Informationen die folgenden aktualisierten Covid-19 Pflegeinfos.

  • Neue gesetzliche Regelungen im 2. Bevölkerungsschutzgesetz zur Unterstützung der häuslichen Pflege und der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bis 30. September 2020
  • Spezielle Informationen für Beschäftigte der Universität
  • Spezielle Informationen für Studierende mit Pflegeverantwortung
  • Organisation von häuslicher Pflege im nahen Umfeld
  • Ihre pflegebedürftigen Angehörigen leben weit entfernt
  • Ihre Angehörigen leben in stationären Einrichtungen/ Pflegeheimen
  • Spezielle Informationen für Angehörige mit einer Demenzerkrankung
  • Interessant zu wissen für alle, die pflegebedürftige Angehörige haben

1) Gesetzliche Regelungen im 2. Bevölkerungsschutzgesetz, die zur Unterstützung der häuslichen Pflege und der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bis 30. September 2020 beitragen sollen

Vgl.: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/covid-19-bevoelkerungsschutz-2.html :

  • Bislang erhalten Beschäftigte für bis zu 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung, wenn plötzlich ein Pflegefall in der Familie auftritt und sie die Pflege für einen Angehörigen zu Hause organisieren müssen. Bis zum 30. September 2020 wird Pflegeunterstützungsgeld auch gezahlt, wenn die Beschäftigten glaubhaft darlegen, dass sie die Pflege oder die Organisation der Pflege auf Grund der SARS-CoV-2-Pandemie übernehmen und die häusliche Versorgung nicht anders sichergestellt werden kann. Bis zum 30.09.20 kann Pflegeunterstützungsgeld für bis zu 20 Tage lang bezahlt werden (vgl. Kap. V - Änderungen des Elften Buches Sozialgesetzbuches im 2. Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 18.05.20: https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl120s1018.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl120s1018.pdf%27%5D__1590571673781 ).
  • Das Recht, der Arbeit wegen einer akuten Pflegesituation in der eigenen Familie fernzubleiben, umfasst bis zum 30. September 2020 ebenfalls 20 statt wie bisher 10 Tage. Zudem werden weitere pandemiebedingte Flexibilisierungen im Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz vorgenommen.
  • Pflegebedürftige im Pflegegrad 1 können den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 EUR – abweichend von den derzeit geltenden Vorgaben nach Landesrecht – auch anderweitig verwenden. Dies gilt zeitlich befristet bis zum 30. September 2020 beispielweise für haushaltsnahe Dienstleistungen.
  • Für alle Pflegebedürftigen gilt: Die bisherige Ansparmöglichkeit von nicht in Anspruch genommenen Entlastungsleistungen wird einmalig um drei Monate verlängert.

Einschätzungen:

Zur kurzfristigen Freistellung:

  • Bislang hatten Beschäftigte die Möglichkeit bis zu 10 Tage unentgeltlich freigestellt zu werden, wenn Pflegenotsituationen auftraten. Dieser Zeitraum wird bis Ende September 2020 auf 20 Tage erweitert. Das zum Ausgleich des hierbei entfallenden Entgelts dienende Pflegeunterstützungsgeld musste und muss auch weiterhin bei der Pflegekasse der Pflegebedürftigen beantragt werden. Es wurde häufig von den Pflegekassen nicht bewilligt, wenn der Anlass für die akute Notsituation nicht „plötzlich und unerwartet“ eingetreten ist oder noch kein Pflegegrad beantragt und bewilligt war. Es soll nun bis Ende September das Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse bewilligt werden, wenn corona-bedingte Versorgungsengpässe entstehen und die Notwendigkeit der Versorgung durch Angehörige ärztlich bescheinigt werden kann. Allerdings vermindert ein bereits früher erhaltenes Pflegeunterstützungsgeld für dieselbe pflegebedürftige Person den Anspruch auf die 20 Tage.

Zum Entlastungsbeitrag bei Pflegegrad 1:

  • Für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 gibt es von der Pflegeversicherung zur Unterstützung den monatlichen Entlastungsbeitrag von 125€, für den nur eine Verwendung im Rahmen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag von ganz bestimmten Leistungsanbietern möglich ist gemäß § 45a SGB XI. Dies hat die Inanspruchnahme bisher erheblich eingeschränkt. Nun soll der Entlastungsbeitrag bis Ende September frei für Unterstützungsmaßnahmen z.B. auch im Rahmen haushaltsnaher Dienstleistungen und Nachbarschaftshilfe eingesetzt werden können - allerdings nicht für alle Pflegebedürftigen, sondern nur beschränkt auf Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1.  
 

 

Mehr Informationen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und Corona-Krise vom BMFSFJ unter: https://www.wege-zur-pflege.de/service/corona.html

2) Spezielle Informationen für Beschäftigte der Universität

Mobiles Arbeiten/ Home Office

Sofern Sie verantwortlich für die Organisation von Versorgungsstrukturen für Ihre pflegebedürftigen Angehörigen sind, nutzen Sie die Möglichkeiten, die die Universität für das mobile Arbeiten seit 17.03.20 anbietet https://uol.de/info-coronavirus und sprechen Sie ggf. mit Ihren Vorgesetzten alternative Möglichkeiten der Arbeitsorganisation an, die es Ihnen erleichtern könnten, die Arbeitstätigkeit mit den aktuellen Anforderungen an Sie zur Organisation von Pflegesituationen zu vereinbaren.

Hier ist eine Webseite vom Bundesfamilienministerium „Zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf während der Corona-Krise verlinkt: https://www.wege-zur-pflege.de/service/faq.html. 

 
 

3) Spezielle Informationen für Studierende mit Pflegeverantwortung

Auch viele Studierende übernahmen Pflegeaufgaben. Noch nicht in allen Rechtsgebieten zum Studium sind entsprechende Regelungen verankert, die darauf Bezug nehmen. Wenn Sie Pflegeverantwortung als Studierende übernommen haben, können Sie sich mit Ihren Lehrenden und mit uns in Kontakt setzen. Der Familienservice bietet Ihnen zurzeit telefonische Beratung an.

Hier eine kleine Auswahl von verbindlichen Regelungen, die Ihnen ggf. nützlich sein können:

Befreiung von Langzeitstudiengebühren:

Studierende mit Pflegeverantwortung, die eine Angehörige oder einen Angehörigen mit einem Pflegegrad versorgen, können sich von Langzeitstudiengebühren befreien lassen (§ 12 Abs. 3 Nr. 3, § 13 Abs. 1 Nr. 3 Niedersächsisches Hochschulgesetz).

Verlängerung der BAföG - Förderungshöchstdauer:

Wenn Sie BAföG erhalten: Seit August 2019 wird die Pflege eines/einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen mit mindestens Pflegegrad 3 für die BAföG-Förderungsdauer als Verlängerungsgrund anerkannt.  Weitere Infos hierzu unter: https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-verlaengern.php, (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 BAföG)

Prüfungsordnungen:

 

Die meisten Prüfungsordnungen an der Universität Oldenburg beinhalten folgenden Paragraphen:

§ 11 a

Nachteilsausgleich

Macht die oder der Studierende glaubhaft, dass sie oder er wegen einer länger andauernden Krankheit oder ständiger körperlicher Beschwerden bzw. einer Behinderung, aufgrund der Schutzbestimmungen des Mutterschutzes, wegen der Pflege naher Angehöriger oder wegen der Betreuung eines eigenen Kindes nicht in der Lage ist, Modulprüfungen ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form zu absolvieren, soll ihr oder ihm durch den Prüfungsausschuss ermöglicht werden, diese mit entsprechender Verlängerung der Bearbeitungszeit oder eine andere gleichwertige Prüfungsform abzulegen. Dazu kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden.
Sollte dies bei Ihrem Studiengang nicht der Fall sein, wenden Sie sich an den Familienservice.
 

Und noch ein Hinweis:
Wenn Sie als Studierende als Pflegeperson in die häusliche Pflege eines nahen Angehörigen mit regelmäßig mindestens 10 Stunden pro Woche über einen längeren Zeitraum eingebunden sind, steht Ihnen die Zahlung von Rentenbeiträgen von der Pflegekasse der Pflegebedürftigen zu, die Sie dort ggf. beantragen müssen. Sollte die Pflegekasse Sie nicht darüber informiert haben, fragen Sie dort nach. Mehr Infos gibt es unter:  https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Familie-und-Kinder/Angehoerige-pflegen/angehoerige-pflegen.html

4) Organisation von häuslicher Pflege im nahen Umfeld

Einschätzung:

Seit Mitte März waren die Tagespflegeinrichtungen in Deutschland geschlossen. Inzwischen gibt es höchstens wieder ein eingeschränktes Angebot und Notbetreuungsmöglichkeiten. Ambulante Pflegedienste konzentrieren sich vielerorts notgedrungen auf die Versorgung schwerstkranker Menschen und viele osteuropäische Pflegehelferinnen, die in Deutschland einen beträchtlichen Teil der häuslichen 24-Stunden-Betreuung schultern, waren in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Pflegende Angehörige fürchten sich vor einer Infektion, die ein lebensgefährliches Risiko für ihre hochgefährdeten Angehörigen bedeuten würde. Wenn Pflegedienste an der häuslichen Pflege beteiligt sind, verschärft sich diese Sorge, weil auch die Pflegedienste häufig unzureichend mit Schutzmaterial ausgestattet sind. Es können kaum noch Helfer*innen aus dem weiteren Familien-, Nachbar- oder Freundeskreis eingebunden werden, ebenso entfallen therapeutische Maßnahmen. Viele Familien sehen sich weitgehend sich selbst überlassen, versuchen die Pflege anders zu organisieren und mit dem Beruf in Einklang zu bringen.

Wenn diese Unterstützungshilfen nicht mehr in Anspruch genommen werden können, leiden viele häuslich Versorgte unter Isolation und Versorgungsproblemen und die pflegenden Angehörigen leiden unter verstärkter Belastung und, sofern sie erwerbstätig sind, unter noch größeren Vereinbarkeitsproblemen.

Pandemiebedingte Neuregelungen bis 30.09.2020 Weitere Infos unter:  https://www.aok.de/pk/niedersachsen/inhalt/corona-krise-neuregelungen-in-der-pflege-6/:

  • Neuregelungen zum Pflegegeld beschlossen. Sie gelten für die Pflegegrade 2 bis 5. Die Pflicht-Beratungsbesuche, bisher eine Voraussetzung für die Zahlung von Pflegegeld, finden demnach bis zum 30. September 2020 nicht statt. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu schützen. An den Pflegegeld-Zahlungen ändert sich nichts: Die Empfänger haben weder Kürzungen noch Streichungen zu befürchten (weitere Infos unter
  • Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) führt bis auf Weiteres keine körperlichen Untersuchungen mehr durch. Auch diese Maßnahme dient dem Schutz der Pflegebedürftigen vor dem Coronavirus. Anträge auf eine erste oder eine erneute Einstufung in einen Pflegegrad werden jedoch weiterhin bearbeitet. Die Einstufung in Pflegegrade wird auf Basis der bereits vorliegenden Informationen und eines ergänzenden Telefoninterviews mit den Pflegebedürftigen beziehungsweise ihren Bezugspersonen vorgenommen.
  • Der monatliche Höchstbetrag der AOK-Pflegekasse für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, also beispielsweise Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen, wurde rückwirkend zum 1. April 2020 von 40 auf 60 Euro angehoben. Maßgeblich für die höhere Vergütung ist der Tag der Leistungserbringung; im Fall einer Kostenerstattung das Kaufdatum. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 30. September 2020.

Nehmen Sie sich als Pflegende trotzdem täglich ein wenig Zeit für sich, auch wenn Sie jetzt durch Pflegesituationen noch mehr eingespannt sind! Auch der Austausch mit anderen Menschen, die nicht dem familiären Kreis angehören, kann sehr hilfreich sein.

Für pflegende Angehörige: Infos vom Pflegestützpunkt der Stadt Oldenburg
Bei der Stadt Oldenburg  ist eine Liste mit Einkaufshilfen in Oldenburg verlinkt, um ältere und chronisch kranke, gefährdete Menschen bei der häuslichen Versorgung vor allem mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs zu  unterstützen.   https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/soziales/gesundheitsamt/corona/unterstuetzungsangebot-einkaufshilfe.html  Auch der Asta der Universität Oldenburg ist dort mit seiner Initiative Alltagshilfe aufgeführt und das online-Portal Initiative nebenan.de. Darüber hinaus wächst in der Bevölkerung des Engagement für spontane nachbarschaftliche Unterstützungsangebote für ältere und gefährdete Menschen, um deren Ansteckungsrisiken zu vermindern.

5) Ihre pflegebedürftigen Angehörigen leben weit entfernt

Sie können telefonische Beratung bei einem Pflegestützpunkt in der Region, in der Ihre Angehörigen leben, in Anspruch nehmen.

Gegen Isolation und Vereinsamung helfen kreative Maßnahmen, die sich sowohl in der häuslichen Pflege einrichten lassen und für die auch viele Einrichtungen offen sind. Sprechen Sie die Heimleitung an. Unterstützen Sie  die Kommunikation mit ihren Angehörigen per Telefon und Skype (Broschüre "Nie zu alt fürs Internet"). Auch Enkelkinder können per Videotelefonie Kontakt zu hierzu befähigten Großeltern halten, die sie derzeit nicht besuchen können.  Aber auch mittels Briefpost oder Päckchen können Grüße und Botschaften übermittelt werden und gegen Isolation helfen, ebenso wie musikalische oder andere Präsentationen im Freien vor den Fenstern und Türen.   

Einige Beratungstelefonnummern gibt es auf einer Webseite vom BMFSFJ für pflegende Angehörige, auch für pflegende Kinder und Jugendliche.

6) Ihre Angehörigen leben in stationären Einrichtungen/ Pflegeheimen

Die auf Länderebene unterschiedlich erlassenen Besuchsverbote und Einschränkungen vor allem in Pflegeheimen belasten, je länger sie andauern, zunehmend die Pflegebedürftigen und Angehörigen. Es gibt einen Bund-Länder-Beschluss vom 06. Mai 2020, der vorsieht, dass vor dem Hintergrund der aktuell niedrigen Infektionszahlen in alle Konzepte bzw. die erlassenen Allgemeinverfügungen zu den Kontaktbeschränkungen bezüglich dieser Einrichtungen eine Regelung aufgenommen werden soll, die jedem Patienten/Bewohner einer solchen Einrichtung die Möglichkeit des wiederkehrenden Besuchs durch eine definierte Person ermöglicht wird, sofern es aktuell kein aktives SARS-Cov-2- Infektionsgeschehen in der Einrichtung gibt.

Auf der Webseite vom  Pflegeschutzbund BIVA ist eine Übersicht der unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern zu Besuchseinschränkungen in Alten- und Pflegeheimen verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert. Inzwischen wurde der Bund-Länder-Beschluss von allen Bundesländern in neuen Verordnungen umgesetzt.

In Niedersachsen finden Sie diese unter Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus (Lesefassung, Stand: 22. Mai 2020)  auf der folgenden Webseite der Landesregierung: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Einschätzung:

Umfang und Ausgestaltung der im Verlauf des Monats Mai in allen Bundesländern wieder eingeräumten Besuchsrechte werden in den Pflegeeinrichtungen sehr unterschiedlich gehandhabt, auch wenn dieselbe Landesverordnung zugrunde liegt. Sie können Kontakt zur Heimleitung aufnehmen und ggf. auf die Besuchsrechte hinweisen. Dafür ist es sinnvoll, die Landesverordnung im Wortlaut zu kennen, um sich ggf. darauf berufen zu können. Hilfreich kann es außerdem sein, Besuchsregelungen von anderen Heimen zu kennen, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Restriktionen unverhältnismäßig hoch sind.  

Hier sind zwei Initiativen aus Oldenburg verlinkt, die ins Leben gerufen wurden, um Unterhaltung und Abwechslung in Pflegeheime zu bringen:

Post an Menschen in Pflegeheimen: https://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/oldenburg-gemeinsam-stark-post-an-menschen-in-pflegeheimen-verschicken_a_50,7,3185335577.html

90 Künstlerinnen und Künstler im Einsatz gegen Corona-Blues: https://oldenburg.de/startseite/kultur/kulturprojekte-und-preise/kulturelle-bildung/kultur-in-der-pflege.html

7)  Spezielle Informationen für Angehörige mit einer Demenzerkrankung

Informationen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
Mit der Dauer der Besuchsbeschränkungen/-verbote werden zunehmend Stimmen laut, die auf die Gefahr gravierender Folgeprobleme der Isolation und Vereinsamung der Bewohnerinnen und Bewohner hinweisen (siehe z.B.   https://www.deutsche-alzheimer.de/ueber-uns/presse/aktuelles-zur-corona-krise.html Informationen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft).  Hier ist auch folgender Leitfaden der Deutschen Gesellschaft für Neurologie verlinkt: Praxisleitfaden für den Umgang mit dementen Patienten in Pflegeeinrichtungen zu Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

8) Interessant zu wissen für alle, die pflegebedürftige Angehörige haben

Die Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt Verhaltenstipps für ältere Menschen und Vorerkrankte bereit und macht auf die Schutzbedürftigkeit dieser Personengruppe aufmerksam.

Auch Kranken/Pflegekassen haben Corona-Webseiten für pflegende Angehörige zusammengestellt, z.B. die AOK unter:  www.aok.de/pk/niedersachsen/inhalt/coronavirus-hilfe-fuer-pflegende-angehoerige-6/

Gegen Isolation und Vereinsamung: Kommunikation per Telefon und Skype (Broschüre "Nie zu alt fürs Internet"). Auch mittels Briefpost oder Päckchen können Grüße und Botschaften übermittelt werden und gegen Isolation helfen.

Einige Beratungstelefonnummern gibt es auf einer Webseite vom BMFSFJ für pflegende Angehörige, auch für pflegende Kinder und Jugendliche.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie zu diesen Informationen Fragen oder auch Anregungen haben.

Kontakt:

Claudia Batisweiler
Familienservice der Universität Oldenburg
Tel.:  0441 798-2865
Email: clsvuaudia.bat/aisyfweiler@pzouni-nqgzkoldswqjienbvc1xurg.derjrzk

Unterstützung durch die Pflegeversicherung

Die soziale Pflegeversicherung ist im elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) seit 1995 verankert und soll die finanziellen Belastungen der Pflege mildern. Alle, die krankenversichert sind, sind auch pflegeversichert. Die Pflegeversicherung deckt allerdings häufig nicht alle Kosten der Pflege ab. Den Rest tragen die Pflegebedürftigen oder ihre Familien selbst. Um Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss eine Pflegebedürftigkeit festgestellt werden.
Finanzielle Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick

Leistungen für pflegende Angehörige

Links zu den zuständigen Bundesministerien:

Infoseiten vom BMFSFJ z.B. zum altersgerechten Umbau der Wohnung:
http://www.serviceportal-zuhause-im-alter.de/

Empfehlung für Beratungsmöglichkeiten

Pflegesituationen von Angehörigen können sich langsam entwickeln oder plötzlich eintreten, sie sind in der Entwicklung und Dauer oft schwer einzuschätzen. Zusätzlich zu der emotionalen und psychischen Belastung müssen sich Familien und Lebensgemeinschaften oft in kürzester Zeit mit einer Fülle von Informationen auseinandersetzen und tragfähige Lösungen für die neue Situation finden. Wichtig ist es, sich bei Eintritt einer solchen Situation nicht zu scheuen, Unterstützung im Arbeitsumfeld aber auch bei Anlauf- und Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen.

"Wenn die Eltern pflegebedürftig werden...!" PDF zum Vortrag von Regina Schmidt und Ilka Haupt vom SPN der Stadt Oldenburg am 8.12.2015

Erste Anlaufstellen für unabhängige und kostenlose Beratung:

Pflege und Beruf vereinbaren

Möglichkeiten der Arbeitszeitreduzierung bzw. der Arbeitsfreistellung für bis zu 2 Jahre im Familienpflegezeitgesetz/ Pflegezeitgesetz
Infos vom BMFSFJ unter https://www.wege-zur-pflege.de/familienpflegezeit.html  
oder  Infos vom BMG unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/leistungen-der-pflege/vereinbarkeit-von-pflege-und-beruf.html

Zur kurzfristigen Arbeitsverhinderg: 10 Tage spontane Freistellung von der Arbeit für die Organisation einer akuten Pflegesituation mit der Möglichkeit, Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse zu beantragen  bzw. pandemiebedingt bis zu 20 Tage bis zum 30.09.2020 (siehe oben unter Covid-19 Infos). Achtung, die Bewilligung ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft: um einer akuten Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren! - Weitere Infos vom Familienservice: pdf 10 Tage spontane Freistellung

Interne Regelungen an der Universität Oldenburg:

  • Gleitende Arbeitszeit mit Zeitausgleichsmöglichkeiten 
    im Rahmen der Dienstvereinbarung zur gleitenden Arbeitszeit an der Universität Oldenburg
  • Alternierende Telearbeit
    bedeutet, einen Teil der Arbeitszeit zuhause und einen Teil an der Dienststelle zu erbringen. Die häusliche Arbeitsstätte muss dabei mit der Dienststelle durch elektronische Kommunikationsmittel verbunden sein. Als Telearbeitsplatz können nur Arbeitsplätze eingerichtet werden, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die genauen Bedingungen sind an der Universität Oldenburg in der Dienstvereinbarung über Telearbeit festgelegt.
  • Die aktuelle Änderung der Vereinbarung über die Regelung der gleitenden Arbeitszeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg vom 26.11.2019 und die Dienstvereinbarung über Telearbeit sind im  Verwaltungsportal  abgelegt: https://verwaltungsportal.uni-oldenburg.de/p/hub#home

Pflege und Studium vereinbaren

Eine Auswahl von Regelungen, die Ihnen ggf. nützlich sein können:

Längere Mitgliedschaft in der studentischen Kranken- und Pflegeversicherung:
Bei der Überschreitung des 14. Fachsemesters und ohne Hinderungsgründe bei Überschreiten des 30-igsten Lebensjahres fielen Studierende bis Ende 2019 aus der günstigen studentischen Krankenversicherung heraus. Mit Inkrafttreten des MDK-Reformgesetz 1. Januar 2020 ist die Begrenzung der studentischen Krankenversicherung auf eine Höchstsemesteranzahl (14 Fachsemester) entfallen. Das Geltendmachen von Hinderungsgründen wie z.B.
- "Erkrankungen und Behinderungen von Familienangehörigen, soweit dadurch eine Betreuung oder Pflege durch den Studenten erforderlich war. Hier ist eine Verlängerung der Versicherungspflicht um den Zeitraum möglich, um den eine Teilnahme am Studium nicht oder nur in eingeschränktem Maße möglich war" -
konnte bisher die Mitgliedschaft über die Altersgrenze des vollendeten 30. Lebensjahres bis zu einer absoluten Altersgrenze von 37 Jahren verlängern. Diese abslute Altersgrenze vo 37 Jahren ist durch das MDK-Reformgesetz seit 1. Januar 2020 aufgehoben. Unverändert bleibt jedoch, dass nur Hinderungsgründe vor Vollendung des 30. Lebensjahres bei der Verlängerung der Versicherungspflicht Berücksichtigung finden können und dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Hinderungsgrund und dem Überschreiten der Altershöchstgrenze bestehen muss.
(Vgl.: GKV-Spitzenverband 2020, S. 15f)

Befreiung von Langzeitstudiengebühren:
Studierende mit Pflegeverantwortung, die eine Angehörige oder einen Angehörigen mit einem Pflegegrad versorgen, können sich von Langzeitstudiengebühren befreien lassen (§ 12 Abs. 3 Nr. 3, § 13 Abs. 1 Nr. 3 Niedersächsisches Hochschulgesetz).

Verlängerung der BAföG - Förderungshöchstdauer:
Wenn Sie BAföG erhalten: Seit August 2019 wird die Pflege eines/einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen mit mindestens Pflegegrad 3 für die BAföG-Förderungsdauer als Verlängerungsgrund anerkannt.  Weitere Infos hierzu unter: https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-verlaengern.php, (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 BAföG)

Prüfungsordnungen:
Die meisten Prüfungsordnungen an der Universität Oldenburg beinhalten folgenden Paragraphen:
§ 11 a (Nachteilsausgleich)
Macht die oder der Studierende glaubhaft, dass sie oder er wegen einer länger andauernden Krankheit oder ständiger körperlicher Beschwerden bzw. einer Behinderung, aufgrund der Schutzbestimmungen des Mutterschutzes, wegen der Pflege naher Angehöriger oder wegen der Betreuung eines eigenen Kindes nicht in der Lage ist, Modulprüfungen ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form zu absolvieren, soll ihr oder ihm durch den Prüfungsausschuss ermöglicht werden, diese mit entsprechender Verlängerung der Bearbeitungszeit oder eine andere gleichwertige Prüfungsform abzulegen. Dazu kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden.
Sollte dies bei Ihrem Studiengang nicht der Fall sein, wenden Sie sich an den Familienservice.

Rentenansprüche für Pflegepersonen:
Wenn Sie als Studierende als Pflegeperson in die häusliche Pflege eines nahen Angehörigen mit regelmäßig mindestens 10 Stunden pro Woche über einen längeren Zeitraum eingebunden sind, steht Ihnen die Zahlung von Rentenbeiträgen von der Pflegekasse der Pflegebedürftigen zu, die Sie dort ggf. beantragen müssen. Sollte die Pflegekasse Sie nicht darüber informiert haben, fragen Sie dort nach. Mehr Infos gibt es unter:  https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Familie-und-Kinder/Angehoerige-pflegen/angehoerige-pflegen.html

Wie sorge ich rechtlich vor?

Welche Konzepte der rechtlichen Vorsorge verbergen sich hinter den Begriffen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung? PDF zur mittags-info von Ute Maulick, SKF Oldenburg

Informationen vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz zum Betreuungsrecht (Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung)

Broschüre zum Betreuungsrecht: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Betreuungsrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=34

Vorsorgevollmacht
Mit der Vorsorgevollmacht können Sie einer anderen Person das Recht einräumen, in Ihrem Namen stellvertretend zu handeln. Die Vorsorgevollmacht kann sich auf die Wahrnehmung bestimmter einzelner oder aber auch aller Angelegenheiten beziehen. Sie können vereinbaren, dass von der Vorsorgevollmacht erst Gebrauch gemacht werden darf, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über ihre Angelegenheiten zu entscheiden. Die Vorsorgevollmacht gibt Ihnen die Möglichkeit, die Bestellung eines Betreuers oder einer Betreuerin durch das Betreuungsgericht zu vermeiden. Sie sollten aber nur eine Person bevollmächtigen, der Sie uneingeschränkt vertrauen und von der Sie überzeugt sind, dass sie nur in Ihrem Sinne handeln wird.
Formular Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung
https://www.bmjv.de/DE/Themen/VorsorgeUndPatientenrechte/Betreuungsrecht/Betreuungsrecht.html?nn=6765634#[Thema3]

Demenzerkrankungen

Aktuelles: am 30.06.2020 vom Bundestag verabschiedet:
Nationale Demenzstrategie: https://www.nationale-demenzstrategie.de/

Wegweiser Demenz vom Bundesfamilienministerium:
ttps://www.wegweiser-demenz.de/startseite.html

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
https://www.deutsche-alzheimer.de/

Beratungsmöglichkeiten in Oldenburg:

Demenzdiagnostik
Gedächtnissprechstunden, Gedächtnisambulanzen und Memory-Kliniken sind Institutionen, die meist an größere Kliniken angeschlossen sind, in denen Spezialisten eine genaue Diagnose von Hirnleistungsstörungen durchführen. Nicht selten werden Demenzerkrankungen nicht rechtzeitig erkannt oder Hirnleistungsstörungen bei älteren Menschen, die auf andere Ursachen zurückzuführen sind, fälschlicherweise als Demenz eingeordnet. Bundesweite Übersicht dieser Diagnostik-Institutionen von der Alzheimer-Gesellschaft:  https://www.deutsche-alzheimer.de/unser-service/gedaechtnissprechstunden.html

Aktuelle Info zur Demenz-Diagnostik für Oldenburg und Umgebung:
Notfallbetrieb für Demenz-Diagnostik in der Gerontopsychiatrischen Institutsambulanz (GIA) der Karl-Jaspers-Klinik
Viele Bereiche der Gesundheitsversorgung sind pandemiebedingt aktuell nicht abrufbar. Die Demenz-Diagnostik der Gedächtnissprechstunde der GIA erhält auch während der andauernden Covid-19-Pandemie einen Notfall-Betrieb aufrecht. In der andauernden Corona-Pandemie können sich kognitive Fähigkeiten bei älteren Menschen, die bislang noch einigermaßen zurechtkamen, verschlechtern. Sollte in Ihrer Familie hieraus ein Notfall entstehen, bei dem eine genaue Diagnostik als Voraussetzung für weitere Maßnahmen wichtig ist, können Sie sich an die GIA wenden.

Veranstaltung zur Demenzdiagnostik der GIA  
Geplant ist eine mittags-info-Veranstaltung, coronabedingt erst im Januar 2020, mit Teresa Gersner, MBA, seit April 2020 neue Leitende Oberärztin der GIA.  Hier ein Auszug aus der Vortragsankündigung:
Dass man mit zunehmendem Alter langsamer wird und ab und an etwas vergisst, ist normal. Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheiten, die langfristig zum Verlust der kognitiven Leistungsfähigkeit führen. Verständlicherweise ist das Thema angstbesetzt. Vor allem bei frühzeitiger Diagnostik lassen sich aber mit der richtigen Therapie Symptome lindern und die Lebensqualität positiv beeinflussen. Symptome, die genauso wie eine Demenz aussehen und mit Vergesslichkeit einhergehen können aber auch zum Beispiel durch Depressionen, Alkoholsucht, bestimmte akute Krankheiten oder Medikamente ausgelöst werden, was einer ganz anderen Behandlung bedarf.
Die Gedächtnissprechstunde der gerontopsychiatrischen Institutsambulanz GIA in Bad Zwischenahn bietet für Menschen ab 65 Jahren die Möglichkeit einer umfassenden Demenz-Diagnostik und -Beratung durch ein mutidisziplinäres Team.

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Wo finde ich ambulante Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen?

Palliativ-/ Hospizversorgung

Gemäß Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) dient die Palliativmedizin der aktiven, ganzheitlichen Behandlung von Menschen mit einer fortschreitenden oder fortgeschrittenen lebensverkürzenden Erkrankung.

 

Rentenansprüche durch Angehörigenpflege

Viele Menschen, die Angehörige pflegen, machen ihren Anspruch auf Rentenbeiträge wegen der Pflege nicht geltend. Rentenbeiträge müssen beantragt werden. Rückwirkend ist das aber leider im Unterschied zu Kindererziehungszeiten nicht möglich. Dies ist wichtig zu wissen und ggf. auch als Info weiterzugeben. Es könnte helfen, Ihre Eltern zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, einen Pflegegrad zu beantragen, um für Sie als Pflegepersonen den Anspruch auf Pflegegeld, aber insbesondere auch auf Rentenansprüche für den geleisteten Einsatz nicht verfallen zu lassen. Rentenversorgungsansprüche sind sehr wertvoll.

Rentenansprüche für Pflegepersonen sind an bestimmte Bedingungen geknüpft (z.B. mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig zu sein oder selber Altersrente zu beziehen, also Rente nach Erreichen der Altersgrenze, sind Ausschlussgründe. Rentenbezug vor der Altersgrenze ist dagegen kein Ausschlussgrund. Eine unentbehrliche  Voraussetzung, um als Pflegeperson Rentenansprüche zu erwerben, ist die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit der Angehörigen mit einem Pflegegrad von mindestens Grad 2. Ihre Rentenansprüche als Pflegeperson sind umso höher, je höher der Pflegegrad ist und erhöhen sich, wenn Sie mehrere Personen häuslich pflegen bzw. an der Pflege regelmäßig beteiligt sind. Auch pflegende Studierende sind berechtigt, Rentenbeiträge zu erhalten.

Pflegeperson zu sein setzt voraus, in bestimmten zeitlichen Umfang als direkte Bezugsperson Tätigkeiten zu übernehmen, die Pflegebedürftige (Ältere und Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen jeden Alters) nicht mehr allein ausüben können. Diese Tätigkeiten sind nicht klar definiert und nicht eingeschränkt auf körperliche Pflegeleistungen. Es geht vielmehr darum, dazu beizutragen, die häusliche Versorgung sicherzustellen. Kommen Sie gerne mit Ihren Fragen hierzu in die Beratung des Familienservices.

Mehr Infos gibt es unter:  https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Familie-und-Kinder/Angehoerige-pflegen/angehoerige-pflegen.html

Leistungen für Familien mit beeinträchtigten Kindern

Für Familien mit beeinträchtigten Menschen ist es nicht leicht, sich im Dickicht der Sozialleistungen zurechtzufinden.  In der Broschüre vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. "Mein Kind ist behindert - diese Hilfen gibt es" erhalten Sie einen Überblick über Rechte und finanzielle Leistungen, die Menschen mit Behinderungen zustehen. Die Kapitel enthalten außerdem Hinweise für Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Die Publikation ist als Publikation abrufbar von der Website: https://bvkm.de/recht-ratgeber/

Notfallmappe zum Herunterladen

Notfallmappe als interaktive pdf-Version
Im Wesentlichen enthält die Mappe Formulare, die für Ihren Privatbereich gedacht sind und in einem gesundheitlichen Notfall für ihre Angehörigen von Bedeutung sein können. Das umfasst persönliche und medizinische Daten sowie Vorsorgevollmachten und Verfügungen. Im Notfall sind die wichtigsten Informationen schnell griffbereit und das weitere Handeln wird erleichtert. Das Dokument lässt sich wie ein Formular am PC ausfüllen, abspeichern oder ausdrucken.

Bei den in der Notfallmappe aufgeführten Angaben handelt es sich zum Teil um sensible Daten, die auch dem Datenschutz unterliegen. Deswegen empfiehlt es sich, zum einen genau zu prüfen und zu entscheiden, welche Angaben Sie in der Notfallmappe machen möchten und zum anderen auf eine sichere Verwahrung in Ihrem Privatbereich zu achten.

Gut zu wissen/ Literaturempfehlungen

Gesundheit der pflegenden Angehörigen im Fokus vom Pflegereport 2018
https://www.mhh.de/fileadmin/mhh/gleichstellung/Barmer-pflegereport-2018.pdf

Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und der Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) gemeinsam entwickelte Ratgeber "Entlastung für die Seele - Ein Ratgeber für Pflegende Angehörige" gibt den pflegenden Angehörigen einen umfassenden Überblick über die Ursache von möglichen Beschwerden und zeigt Auswege auf.

Wie bereite ich mich auf die Pflegebegutachtung vor?
Mit dem Pflegetagebuch können Sie sich einen Überblick über den täglichen Zeitaufwand für pflegerische und hauswirtschaftliche Unterstützung Ihrer Angehörigen oder Ihres Angehörigen verschaffen. Diese Dokumentation ist ein gutes Hilfsinstrument z.B. für die Einstufung in eine Pflegestufe. Das Pflegetagebuch sollte über zwei Wochen geführt werden. Im Internet finden Sie dazu verschiedene Vorlagen und Broschüren. Eine Vorlage bietet die Barmer Pflegversicherung.

Ein Netzwerk pflegender Angehöriger: https://www.wir-pflegen.net/

Internetportal für pflegende Angehörige (telefonische psychologische Beratung): https://www.pflegen-und-leben.de/online-beratung-pflegen-und-lebende.html 

 

Familienservice

Möchten Sie per Email aktuelle Infos erhalten? Melden Sie sich an unter: "Familienservice Pflegeinfos" in stud.IP

Gesprächskreis Pflege: jeweils Mi,  23.09.20, 28.10.20, 25.11.20,
12:00 - 13:30 Uhr

Anmeldung über PEOE.IP 

Gesprächskreis Pflege

Anmeldung 2mal jährlich im Turnus des Weiterbildungsprogramms möglich unter https://uol.de/personalweiterbildung/

Der „Gesprächskreis Pflege“ bietet Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen für alle, die Sorgeverantwortung für pflegebedürftige Angehörige übernehmen oder absehen, dass dieses Thema demnächst auf sie zukommt. Ob Sie aus größerer Entfernung Unterstützung organisieren müssen, eine Pflegesituation in Ihrem Zuhause managen, Ihre in der Nähe lebenden Angehörigen unterstützen oder unmittelbar auf einen Krisenfall reagieren müssen: Es gibt Unterstützungsangebote und Beratungsmöglichkeiten, die es gilt zu überschauen und einzuschätzen, und es hilft zu erfahren, wie es anderen ergeht. Sie haben bei allen drei Terminen Gelegenheit, Ihre Anliegen einzubringen und auch, Informationen über Leistungen der Pflegeversicherung zu erhalten.
Sollten sie im Vorfeld Fragen haben oder einen individuellen Beratungstermin vereinbaren wollen, wenden Sie sich gerne an Claudia Batisweiler, Familienservice, Tel.: -2865.

Pflegepolitik

Clauhgq7dia dgp8Batisweilefx0r (clau48dia.imbatiswrv002eiler@uol.de) (Stand: 16.09.2020)