Kontakt Familienservice

Angelika I. Müller (Leitung)

Claudia Batisweiler

Neele Henkenberens

A14 0-039 und 0-040 Hörsaalzentrum
W02B 02-299 Campus Wechloy

Telefonische Sprechzeiten:
Di: 10.00 - 11.00 Uhr und 13.00 - 14.00 Uhr
Mi: 10.00 - 11.00 Uhr und 13.00 - 14.00 Uhr
 

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Pflege von Angehörigen

COVID 19 – INFOS und Empfehlungen für Beschäftigte und Studierende an der Universität Oldenburg mit Pflegeverantwortung, Stand 13.01.2021

Wir haben die Pflegeinfos aktualisiert:.

Stand 13.01.2021 (als pdf-Datei herunterladen)

COVID-19 – INFOS und Empfehlungen für Beschäftigte und Studierende an der Universität Oldenburg mit pflegebedürftigen Angehörigen

Zur Lage Anfang Januar 2021

In der ersten Januarhälfte 2021 sind Zahlen der Neuinfektionen mit Covid-19 anhaltend hoch. Es gibt weiterhin besondere Besuchsbedingungen und Einschränkungen und auch Quarantänemaßnahmen in Pflegeeinrichtungen, die für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen extrem belastend sein können. Abhilfe durch den Einsatz von Corona-Schnelltests ist je nach Bundesland etwas unterschiedlich geregelt und wird auch nicht überall auf die gleiche Weise umgesetzt. Grundlage ist hierfür seit Mitte Dezember in Niedersachsen eine Handreichung vom Landesgesundheitsamt v. 18.12.2021 zur Durchführung von PoC-Antigen-Schnelltests, die Sie als pdf auf der folgenden Webseite finden: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise_fur_pflegeeinrichtungen/hinweise-fur-pflegeeinrichtungen-unterstutzende-wohnformen-und-weitere-unterstutzungsangebote-185609.html  

Allgemeine Infos hierzu vom Bundesgesundheitsministerium unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2020/faq-antigen-schnelltests.html

Versorgungsprobleme und Isolation erschweren aber auch die häusliche Pflege. Dort wird die Mehrheit aller Pflegebedürftigen überwiegend von ihren Angehörigen versorgt. Unterstützungsmöglichkeiten bei Pflegearrangements durch professionelle Dienste oder durch Ehrenamtliche sind weiterhin eingeschränkt oder werden teilweise aus Sorge vor einer Ansteckungsgefahr weniger in Anspruch genommen. Daher sind Menschen, die pflegebedürftige Angehörigen in deren Zuhause unterstützen, mehr gefordert, belastet und auf sich selbst gestellt.

Impfungen gegen das Corona-Virus haben in Deutschland am 27. Dezember 2020 begonnen.
Zuerst werden Menschen geimpft, die in Pflegeheimen leben und arbeiten, außerdem Menschen im Alter von über 80 Jahren. Die genauen Regelungen sind in den einzelnen Bundesländern etwas unterschiedlich. Vorgesehen ist, dass vor allem in dieser ersten Phase jeder Einzelne eine Einladung zu einem Impftermin erhält. Die Impfung ist nur ein Angebot, Impfpflicht besteht nicht.

Fragen und Antworten zur Impfung vom Bundesgesundheitsministerium unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html  

Für den größeren Teil der älteren pflegebedürftigen Menschen, die nicht in einem Pflegeheim leben, die in ihrer eigenen Wohnung, bei Angehörigen oder in einer Pflege-WG leben, ist die Impfung mit großen Herausforderungen verbunden: Sie müssen sich aktuell über das Internet anmelden oder über eine schwer erreichbare Hotline. Auch der weite Weg in ein Impfzentrum und das Warten in einer Schlange stellen große Hürden dar. Ohne die Unterstützung durch Angehörige sind diese Herausforderungen kaum zu bewältigen. So fordert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft mehr Unterstützung der älteren Pflegebedürftigen, die nicht in einem Pflegeheim mit der Impfung erreicht werden, und auch die Möglichkeit einer früheren Impfung für die pflegenden Angehörigen.  

Weitergehende Infos und Lesetipps für pflegende Angehörige:
Artikel über die Situation pflegender Angehöriger während der Corona-Pandemie:
https://www.riffreporter.de/zukunftsreporter/pflege-zu-hause-corona/  und Positionspapier von der Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V. wir pflegen! Positionspapier  Pflegende Angehörige fordern und erwarten Lösungen für die zweite Welle der Pandemie, Stand 09.12.2020: https://www.wir-pflegen.net/images/aktuelles/2020/201209_Corona_Position_wir-pflegen_BV.pdf

Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege ZQP: https://www.pflege-praevention.de/corona-schutz-angehoerige/  mit einer Untersuchung zu pflegenden Angehörigen in der Covid-19-Krise

… und hier die bisherigen, anhaltend aktuellen und aktualisierten Covid-19- Pflegeinfos:

  1. Gesetzliche Regelungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger während der Corona-Pandemie
  2. Interne Regelungen für Beschäftigte der Universität Oldenburg
  3. Spezielle Informationen für Studierende mit Pflegeverantwortung
  4. Organisation von häuslicher Pflege im nahen Umfeld
  5. Ihre pflegebedürftigen Angehörigen leben weit entfernt
  6. Ihre Angehörigen leben in stationären Einrichtungen/ Pflegeheimen
  7. Spezielle Informationen zu Demenzerkrankungen
  8. Interessant zu wissen für alle, die pflegebedürftige Angehörige haben

1. Gesetzliche Regelungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger während der Corona-Pandemie 

  

2) Interne Regelungen für Beschäftigte der Universität Oldenburg

Laufend aktualisierte Infos Coronavirus/ Covid-19 zum Sonderbetrieb der Universität Oldenburg unter:  https://uol.de/info-coronavirus

Sofern Sie verantwortlich für die Organisation von Versorgungsstrukturen für Ihre pflegebedürftigen Angehörigen sind, nutzen Sie die Möglichkeiten, die die Universität für das mobile Arbeiten seit 17.03.20 anbietet und sprechen Sie ggf. mit Ihren Vorgesetzten alternative Möglichkeiten der Arbeitsorganisation an, die es Ihnen erleichtern könnten, die Arbeitstätigkeit mit den aktuellen Anforderungen an Sie zur Organisation von Pflegesituationen zu vereinbaren.

Die „Dienstvereinbarung zu Arbeitsplatzalternativen während des Zeitraums der Coronakrise“ vom 16.03.2020 bleibt in Kraft und bietet damit weiterhin die Möglichkeit von Mobiler Arbeit.
Universitäre Arbeitsplätze können inzwischen grundsätzlich auch in Präsenz genutzt werden. Die erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen bedingen jedoch, dass nicht alle Arbeitsplätze in Präsenz besetzt werden können.  Für eine Rückkehr ist erforderlich, dass die Leitung der Organisationseinheit ein Konzept erstellt und dieses durch die Stabsstelle Arbeitssicherheit prüfen und vom Präsidium genehmigen lässt. Auf dieser Grundlage kann die Leitung die Präsenzzeiten unter den Beschäftigten der Organisationseinheit auch aufteilen, wobei Hinweise des Personaldezernats vom 30. Juli 2020 zu den Themen „Sonderbetrieb und Ermessen“ sowie „Ermessensausübung und Risikogruppen“ zu beachten sind. Zum „privilegierten Verbleib in mobiler Arbeit“ zählen demnach neben eigener Risikodisposition auch Haushaltsgemeinschaften mit Menschen mit Risikodisposition und die Pflege von Menschen mit Risikodisposition.  

3) Spezielle Informationen für Studierende mit Pflegeverantwortung

Auch viele Studierende übernehmen Pflegeaufgaben. Noch nicht in allen gesetzlichen Regelungen zum Studium sind entsprechende Regelungen verankert, die darauf Bezug nehmen. Wenn Sie Pflegeverantwortung als Studierende übernommen haben, können Sie sich mit Ihren Lehrenden und mit uns in Kontakt setzen. Der Familienservice bietet Ihnen zurzeit telefonische Beratung an.

Hier eine kleine Auswahl von verbindlichen Regelungen, die Ihnen ggf. nützlich sein können, sich jedoch nicht auf die Pandemie beziehen:

  • Befreiung von Langzeitstudiengebühren:
    Studierende mit Pflegeverantwortung, die eine Angehörige oder einen Angehörigen mit einem Pflegegrad versorgen, können sich von Langzeitstudiengebühren befreien lassen (§ 12 Abs. 3 Nr. 3, § 13 Abs. 1 Nr. 3 Niedersächsisches Hochschulgesetz).
  • Verlängerung der BAföG - Förderungshöchstdauer:
    Wenn Sie BAföG erhalten: Seit August 2019 wird die Pflege eines/einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen mit mindestens Pflegegrad 3 für die BAföG-Förderungsdauer als Verlängerungsgrund anerkannt.  Weitere Infos hierzu unter: https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-verlaengern.php, (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 BAföG)
  • Prüfungsordnungen:

Die meisten Prüfungsordnungen an der Universität Oldenburg beinhalten folgenden Paragraphen: § 11 a (Nachteilsausgleich). Darin wird u.a. für Studierende, die wegen der Pflege naher Angehöriger nicht in der Lage ist, Modulprüfungen ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form zu absolvieren, die Möglichkeit eröffnet, diese mit entsprechender Verlängerung der Bearbeitungszeit oder eine andere gleichwertige Prüfungsform abzulegen.

Dazu kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden.
 

Und noch ein wichtiger Hinweis:
Wenn Sie während Ihres Studiums als Pflegeperson in die häusliche Pflege eines nahen Angehörigen mit regelmäßig mindestens 10 Stunden pro Woche über einen längeren Zeitraum eingebunden sind, steht Ihnen die Zahlung von Rentenbeiträgen von der Pflegekasse der Pflegebedürftigen zu, die Sie dort ggf. beantragen müssen. Sollte die Pflegekasse Sie nicht darüber informiert haben, fragen Sie dort nach. Mehr Infos gibt es unter:  https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Familie-und-Kinder/Angehoerige-pflegen/angehoerige-pflegen.html

4) Organisation von häuslicher Pflege im nahen Umfeld

Seit 1. Oktober 2020 sind Tagespflegeeinrichtungen, die seit Mitte März deutschlandweit geschlossen waren, zwar wieder geöffnet, bergen jedoch als soziale Aktivität auch das Risiko von der Ansteckung und Pandemieausbreitung.

In einer Online-Befragung zur Situation der Langzeitpflege in Deutschland während der Corona-Pandemie, durchgeführt an der Universität Bremen (https://www.uni-bremen.de/fb11/corona-update-fb11/zur-situation-der-langzeitpflege-in-deutschland-waehrend-der-corona-pandemie), wurden die ambulanten Versorgungsstrukturen einbezogen. Daraus geht hervor, dass die Pandemie große destabilisierende Auswirkungen auch auf die häusliche Versorgung Pflegebedürftiger hat.

Für eine gesicherte Versorgung Pflegebedürftiger (ambulant und stationär) werden als Fazit der Untersuchung bundesweite und praktikable Handlungsempfehlungen, eine dauerhafte ausreichende Bereitstellung von Schutz- und Desinfektionsmitteln, die systematische und regelmäßige Testung von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie von Personal in Pflegeheimen und von professionellen ambulanten Diensten, sowie eine bessere Vergütung der Pflegekräfte und eine bessere Personalausstattung für notwendig erachtet.

Wenn Unterstützungshilfen nicht mehr in Anspruch genommen werden, leiden viele häuslich Versorgte unter Isolation und Versorgungsproblemen. Die pflegenden Angehörigen sind noch stärker beansprucht und belastet und müssen, sofern sie erwerbstätig sind, noch größere Probleme der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bewältigen.

Nehmen Sie sich als Pflegende täglich ein wenig Zeit für sich, auch wenn Sie jetzt durch Pflegesituationen noch mehr eingespannt sind! Auch der Austausch mit anderen Menschen, die nicht dem familiären Kreis angehören, kann sehr hilfreich sein.

Für pflegende Angehörige: Infos vom Pflegestützpunkt der Stadt Oldenburg
Von der Stadt Oldenburg gibt es Informationen zur Coronakrise mit konkreten Unterstützungs- und Beratungsangeboten: https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/soziales/gesundheitsamt/corona/corona-informationen-und-hilfen/hilfsangebote-fuer-buergerinnen-und-buerger/unterstuetzungsangebot-einkaufshilfe.html

5) Ihre pflegebedürftigen Angehörigen leben weit entfernt

Sie können telefonische Beratung bei einem Pflegestützpunkt in der Region, in der Ihre Angehörigen leben, in Anspruch nehmen.

Einige Beratungstelefonnummern gibt es auf einer Webseite vom BMFSFJ für pflegende Angehörige, auch für pflegende Kinder und Jugendliche.

6) Ihre Angehörigen leben in stationären Einrichtungen/ Pflegeheimen

Es zeigte sich, dass die im März eingeführten, teils gravierenden, Besuchseinschränkungen in Pflegeheimen, insbesondere absolutes Kontaktverbot, erhebliche seelische Schäden zur Folge hatte - sowohl bei den Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern als auch bei den Angehörigen.

Daher ist es der erklärte Wille der Politik, trotz der ab November 2020 geltenden Maßnahmen zur weiteren Kontaktbegrenzung ein totales Besuchsverbot für Pflegeheime zu verhindern. Für einen bestmöglichen Schutz sollen daher zum Beispiel die verfügbaren Corona-Schnelltests „zügig und prioritär in diesem Bereich eingesetzt werden“ (Regierungsbeschluss vom 28. Oktober 2020 (https://www.bundesregierung.de/resource/blob/997532/1805024/5353edede6c0125ebe5b5166504dfd79/2020-10-28-mpk-beschluss-corona-data.pdf?download=1 ).

Umfang und Ausgestaltung der im Verlauf des Monats Mai in allen Bundesländern wieder eingeräumten Besuchsrechte werden nach wie vor in den Pflegeeinrichtungen sehr unterschiedlich gehandhabt, selbst wenn dieselbe Landesverordnung zugrunde liegt. Sie können Kontakt zur Heimleitung oder zum Heim-Beirat aufnehmen, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Restriktionen unverhältnismäßig hoch sind. Dafür ist es sinnvoll, die Landesverordnung im Wortlaut zu kennen, um sich ggf. darauf berufen zu können. Hilfreich kann es außerdem sein, Besuchsregelungen von anderen Heimen zu kennen.

Auf der Webseite vom  Pflegeschutzbund BIVA ist eine Übersicht der unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern zu Besuchseinschränkungen und Besuchsregelungen in Alten- und Pflegeheimen verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert.

Niedersächsische Corona-Verordnung auf der folgenden Webseite der Landesregierung: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

In Niedersachsen muss die Leitung von Heimen in einem Hygienekonzept Regelungen zur Neuaufnahme und zum Besuch von Bewohnerinnen und Bewohnern in den Einrichtungen treffen mit der Maßgabe, dass deren Besuchsrechte nicht unverhältnismäßig eingeschränkt werden und Sterbebegleitung zulässig ist. Besuch darf nicht empfangen werden, wenn es in der Einrichtung ein aktuelles SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen gibt.

Übersteigt die aktuelle Inzidenzzahl 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Woche … so sind die Heimleitung oder die von dieser beauftragten Beschäftigten verpflichtet, den Besucherinnen und Besuchern sowie den Personen, die die Einrichtung betreten wollen, die Durchführung eines PoC-Antigen-Schnelltest anzubieten, um den Besuch bei Bewohnerinnen und Bewohnern oder das Betreten zu ermöglichen. Ein Besuch und ein Betreten darf erst bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses ermöglicht werden. Eine Testung ist nicht erforderlich, wenn die jeweils zu testende Person ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachweist und die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung höchstens 72 Stunden vor dem Besuch oder dem Betreten vorgenommen wurde. Der Test muss die jeweils geltenden Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen. Für Besucherinnen, Besucher und Dritte, die im Falle des Satzes 3 mehr als einmal pro Woche in die Einrichtung kommen, gilt Absatz 2 entsprechend. (aus Nd. Verordnung vom 30.10.2020 file:///C:/Users/erlu1244/AppData/Local/Temp/21067_Corona-Verordnung_ab_10-01-2021.pdf )


7) Spezielle Informationen zu Demenzerkrankungen

Auf den Webseiten der Alzheimer Gesellschaft finden Sie viele nützliche Infos zur Pflege zuhause und zum Kontakt zu Angehörigen in Pflegeheimen: https://www.deutsche-alzheimer.de/ueber-uns/presse/aktuelles-zur-corona-krise.html.

Hier ist auch folgender Leitfaden „Umgang mit dementen Patienten während der Sars-CoV-2 Pandemie“ vom 14.04.2020 von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie verlinkt: https://dgn.org/neuronews/neuronews/stellungnahme-praxisleitfaden-fuer-den-umgang-mit-dementen-patienten-in-pflegeeinrichtungen-zu-zeiten-der-sars-cov-2-pandemie/


8) Interessant zu wissen für alle, die pflegebedürftige Angehörige haben

Die Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt Verhaltenstipps für ältere Menschen und Vorerkrankte bereit und macht auf die Schutzbedürftigkeit dieser Personengruppe aufmerksam. Gegen Isolation und Vereinsamung: Kommunikation per Telefon und Skype (Broschüre "Nie zu alt fürs Internet"). Einige Beratungstelefonnummern gibt es auf einer Webseite vom BMFSFJ für pflegende Angehörige, auch für pflegende Kinder und Jugendliche. Bundarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen BAGSO https://www.bagso.de/ Podcast: Zusammenhalten in dieser Zeit: https://www.bagso.de/spezial/aktuelles/

Unterstützung durch die Pflegeversicherung

Die soziale Pflegeversicherung ist im elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) seit 1995 verankert und soll die finanziellen Belastungen der Pflege mildern. Alle, die krankenversichert sind, sind auch pflegeversichert. Die Pflegeversicherung deckt allerdings häufig nicht alle Kosten der Pflege ab. Den Rest tragen die Pflegebedürftigen oder ihre Familien selbst. Um Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss eine Pflegebedürftigkeit festgestellt werden.
Finanzielle Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick

Leistungen für pflegende Angehörige

Links zu den zuständigen Bundesministerien:

Infoseiten vom BMFSFJ z.B. zum altersgerechten Umbau der Wohnung:
http://www.serviceportal-zuhause-im-alter.de/

Empfehlung für Beratungsmöglichkeiten

Pflegesituationen von Angehörigen können sich langsam entwickeln oder plötzlich eintreten, sie sind in der Entwicklung und Dauer oft schwer einzuschätzen. Zusätzlich zu der emotionalen und psychischen Belastung müssen sich Familien und Lebensgemeinschaften oft in kürzester Zeit mit einer Fülle von Informationen auseinandersetzen und tragfähige Lösungen für die neue Situation finden. Wichtig ist es, sich bei Eintritt einer solchen Situation nicht zu scheuen, Unterstützung im Arbeitsumfeld aber auch bei Anlauf- und Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen.

"Wenn die Eltern pflegebedürftig werden...!" PDF zum Vortrag von Regina Schmidt und Ilka Haupt vom SPN der Stadt Oldenburg am 8.12.2015

Erste Anlaufstellen für unabhängige und kostenlose Beratung:

Pflege und Beruf vereinbaren

Möglichkeiten der Arbeitszeitreduzierung bzw. der Arbeitsfreistellung für bis zu 2 Jahre im Familienpflegezeitgesetz/ Pflegezeitgesetz

Infos vom BMFSFJ unter https://www.wege-zur-pflege.de/familienpflegezeit.html  
oder  Infos vom BMG unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/leistungen-der-pflege/vereinbarkeit-von-pflege-und-beruf.html

Zur kurzfristigen Arbeitsverhinderg: 10 Tage spontane Freistellung von der Arbeit für die Organisation einer akuten Pflegesituation mit der Möglichkeit, Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse zu beantragen  bzw. pandemiebedingt bis zu 20 Tage bis zum 30.09.2020 (siehe oben unter Covid-19 Infos). Achtung, die Bewilligung ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft: um einer akuten Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren! - Weitere Infos vom Familienservice: pdf 10 Tage spontane Freistellung

Interne Regelungen an der Universität Oldenburg:

Alternierende Telearbeit

bedeutet, einen Teil der Arbeitszeit zuhause und einen Teil an der Dienststelle zu erbringen. Die häusliche Arbeitsstätte muss dabei mit der Dienststelle durch elektronische Kommunikationsmittel verbunden sein. Als Telearbeitsplatz können nur Arbeitsplätze eingerichtet werden, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die genauen Bedingungen sind in der Dienstvereinbarung über Telearbeit im  Verwaltungsportal  abgelegt: https://verwaltungsportal.uni-oldenburg.de/p/hub#home.
Hier ist der Ablauf für den Erstantrag beschrieben: https://uol.de/arbeitssicherheit/ergonomie-telearbeit-bildschirmarbeit/telearbeit_intranet

Zeitausgleichsmöglichkeiten im Rahmen der Dienstvereinbarung zur gleitenden Arbeitszeit an der Universität Oldenburg für alle Beschäftigten

Von der Teilnahme an der gleitenden Arbeitszeit sind ausgeschlossen:
das wissenschaftliche und künstlerische Personal sowie Mitarbeiter*innen im Schichtdienst, im Botendienst, im Telefondienst, Hausmeister*innen, Hausarbei-ter*innen, Pförtner*innen, Raumpfleger*innen, Kraftfahrer*innen.

Die aktuelle Regelung zur gleitenden Arbeitszeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (zuletzt geändert am 26.11.2019) ist im  Verwaltungsportal  abgelegt: https://verwaltungsportal.uni-oldenburg.de/p/hub#home

Pflege und Studium vereinbaren

Eine Auswahl von Regelungen, die Ihnen ggf. nützlich sein können:

Längere Mitgliedschaft in der studentischen Kranken- und Pflegeversicherung:
Bei der Überschreitung des 14. Fachsemesters und ohne Hinderungsgründe bei Überschreiten des 30-igsten Lebensjahres fielen Studierende bis Ende 2019 aus der günstigen studentischen Krankenversicherung heraus. Mit Inkrafttreten des MDK-Reformgesetz 1. Januar 2020 ist die Begrenzung der studentischen Krankenversicherung auf eine Höchstsemesteranzahl (14 Fachsemester) entfallen. Das Geltendmachen von Hinderungsgründen wie z.B.
- "Erkrankungen und Behinderungen von Familienangehörigen, soweit dadurch eine Betreuung oder Pflege durch den Studenten erforderlich war. Hier ist eine Verlängerung der Versicherungspflicht um den Zeitraum möglich, um den eine Teilnahme am Studium nicht oder nur in eingeschränktem Maße möglich war" -
konnte bisher die Mitgliedschaft über die Altersgrenze des vollendeten 30. Lebensjahres bis zu einer absoluten Altersgrenze von 37 Jahren verlängern. Diese abslute Altersgrenze vo 37 Jahren ist durch das MDK-Reformgesetz seit 1. Januar 2020 aufgehoben. Unverändert bleibt jedoch, dass nur Hinderungsgründe vor Vollendung des 30. Lebensjahres bei der Verlängerung der Versicherungspflicht Berücksichtigung finden können und dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Hinderungsgrund und dem Überschreiten der Altershöchstgrenze bestehen muss.
(Vgl.: GKV-Spitzenverband 2020, S. 15f)

Befreiung von Langzeitstudiengebühren:
Studierende mit Pflegeverantwortung, die eine Angehörige oder einen Angehörigen mit einem Pflegegrad versorgen, können sich von Langzeitstudiengebühren befreien lassen (§ 12 Abs. 3 Nr. 3, § 13 Abs. 1 Nr. 3 Niedersächsisches Hochschulgesetz).

Verlängerung der BAföG - Förderungshöchstdauer:
Wenn Sie BAföG erhalten: Seit August 2019 wird die Pflege eines/einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen mit mindestens Pflegegrad 3 für die BAföG-Förderungsdauer als Verlängerungsgrund anerkannt.  Weitere Infos hierzu unter: https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-verlaengern.php, (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 BAföG)

Prüfungsordnungen:
Die meisten Prüfungsordnungen an der Universität Oldenburg beinhalten folgenden Paragraphen:
§ 11 a (Nachteilsausgleich)
Macht die oder der Studierende glaubhaft, dass sie oder er wegen einer länger andauernden Krankheit oder ständiger körperlicher Beschwerden bzw. einer Behinderung, aufgrund der Schutzbestimmungen des Mutterschutzes, wegen der Pflege naher Angehöriger oder wegen der Betreuung eines eigenen Kindes nicht in der Lage ist, Modulprüfungen ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form zu absolvieren, soll ihr oder ihm durch den Prüfungsausschuss ermöglicht werden, diese mit entsprechender Verlängerung der Bearbeitungszeit oder eine andere gleichwertige Prüfungsform abzulegen. Dazu kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden.
Sollte dies bei Ihrem Studiengang nicht der Fall sein, wenden Sie sich an den Familienservice.

Rentenansprüche für Pflegepersonen:
Wenn Sie als Studierende als Pflegeperson in die häusliche Pflege eines nahen Angehörigen mit regelmäßig mindestens 10 Stunden pro Woche über einen längeren Zeitraum eingebunden sind, steht Ihnen die Zahlung von Rentenbeiträgen von der Pflegekasse der Pflegebedürftigen zu, die Sie dort ggf. beantragen müssen. Sollte die Pflegekasse Sie nicht darüber informiert haben, fragen Sie dort nach. Mehr Infos gibt es unter:  https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Familie-und-Kinder/Angehoerige-pflegen/angehoerige-pflegen.html

Wie sorge ich rechtlich vor?

Welche Konzepte der rechtlichen Vorsorge verbergen sich hinter den Begriffen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung? PDF zur mittags-info von Ute Maulick, SKF Oldenburg

Informationen vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz zum Betreuungsrecht (Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung)

Broschüre zum Betreuungsrecht: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Betreuungsrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=34

Vorsorgevollmacht
Mit der Vorsorgevollmacht können Sie einer anderen Person das Recht einräumen, in Ihrem Namen stellvertretend zu handeln. Die Vorsorgevollmacht kann sich auf die Wahrnehmung bestimmter einzelner oder aber auch aller Angelegenheiten beziehen. Sie können vereinbaren, dass von der Vorsorgevollmacht erst Gebrauch gemacht werden darf, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über ihre Angelegenheiten zu entscheiden. Die Vorsorgevollmacht gibt Ihnen die Möglichkeit, die Bestellung eines Betreuers oder einer Betreuerin durch das Betreuungsgericht zu vermeiden. Sie sollten aber nur eine Person bevollmächtigen, der Sie uneingeschränkt vertrauen und von der Sie überzeugt sind, dass sie nur in Ihrem Sinne handeln wird.
Formular Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung
https://www.bmjv.de/DE/Themen/VorsorgeUndPatientenrechte/Betreuungsrecht/Betreuungsrecht.html?nn=6765634#[Thema3]

Demenzerkrankungen

Aktuelles: am 30.06.2020 vom Bundestag verabschiedet:
Nationale Demenzstrategie: https://www.nationale-demenzstrategie.de/

Wegweiser Demenz vom Bundesfamilienministerium:
ttps://www.wegweiser-demenz.de/startseite.html

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
https://www.deutsche-alzheimer.de/

Beratungsmöglichkeiten in Oldenburg:

Demenzdiagnostik
Gedächtnissprechstunden, Gedächtnisambulanzen und Memory-Kliniken sind Institutionen, die meist an größere Kliniken angeschlossen sind, in denen Spezialisten eine genaue Diagnose von Hirnleistungsstörungen durchführen. Nicht selten werden Demenzerkrankungen nicht rechtzeitig erkannt oder Hirnleistungsstörungen bei älteren Menschen, die auf andere Ursachen zurückzuführen sind, fälschlicherweise als Demenz eingeordnet. Bundesweite Übersicht dieser Diagnostik-Institutionen von der Alzheimer-Gesellschaft:  https://www.deutsche-alzheimer.de/unser-service/gedaechtnissprechstunden.html

Aktuelle Info zur Demenz-Diagnostik für Oldenburg und Umgebung:
Notfallbetrieb für Demenz-Diagnostik in der Gerontopsychiatrischen Institutsambulanz (GIA) der Karl-Jaspers-Klinik
Viele Bereiche der Gesundheitsversorgung sind pandemiebedingt aktuell nicht abrufbar. Die Demenz-Diagnostik der Gedächtnissprechstunde der GIA erhält auch während der andauernden Covid-19-Pandemie einen Notfall-Betrieb aufrecht. In der andauernden Corona-Pandemie können sich kognitive Fähigkeiten bei älteren Menschen, die bislang noch einigermaßen zurechtkamen, verschlechtern. Sollte in Ihrer Familie hieraus ein Notfall entstehen, bei dem eine genaue Diagnostik als Voraussetzung für weitere Maßnahmen wichtig ist, können Sie sich an die GIA wenden.

Veranstaltung zur Demenzdiagnostik der GIA  
Geplant ist eine mittags-info-Veranstaltung, coronabedingt erst im Januar 2020, mit Teresa Gersner, MBA, seit April 2020 neue Leitende Oberärztin der GIA.  Hier ein Auszug aus der Vortragsankündigung:
Dass man mit zunehmendem Alter langsamer wird und ab und an etwas vergisst, ist normal. Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheiten, die langfristig zum Verlust der kognitiven Leistungsfähigkeit führen. Verständlicherweise ist das Thema angstbesetzt. Vor allem bei frühzeitiger Diagnostik lassen sich aber mit der richtigen Therapie Symptome lindern und die Lebensqualität positiv beeinflussen. Symptome, die genauso wie eine Demenz aussehen und mit Vergesslichkeit einhergehen können aber auch zum Beispiel durch Depressionen, Alkoholsucht, bestimmte akute Krankheiten oder Medikamente ausgelöst werden, was einer ganz anderen Behandlung bedarf.
Die Gedächtnissprechstunde der gerontopsychiatrischen Institutsambulanz GIA in Bad Zwischenahn bietet für Menschen ab 65 Jahren die Möglichkeit einer umfassenden Demenz-Diagnostik und -Beratung durch ein mutidisziplinäres Team.

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Wo finde ich ambulante Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen?

Palliativ-/ Hospizversorgung

Gemäß Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) dient die Palliativmedizin der aktiven, ganzheitlichen Behandlung von Menschen mit einer fortschreitenden oder fortgeschrittenen lebensverkürzenden Erkrankung.

 

Rentenansprüche durch Angehörigenpflege

Viele Menschen, die Angehörige pflegen, machen ihren Anspruch auf Rentenbeiträge wegen der Pflege nicht geltend. Rentenbeiträge müssen beantragt werden. Rückwirkend ist das aber leider im Unterschied zu Kindererziehungszeiten nicht möglich. Dies ist wichtig zu wissen und ggf. auch als Info weiterzugeben. Es könnte helfen, Ihre Eltern zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, einen Pflegegrad zu beantragen, um für Sie als Pflegepersonen den Anspruch auf Pflegegeld, aber insbesondere auch auf Rentenansprüche für den geleisteten Einsatz nicht verfallen zu lassen. Rentenversorgungsansprüche sind sehr wertvoll.

Rentenansprüche für Pflegepersonen sind an bestimmte Bedingungen geknüpft (z.B. mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig zu sein oder selber Altersrente zu beziehen, also Rente nach Erreichen der Altersgrenze, sind Ausschlussgründe. Rentenbezug vor der Altersgrenze ist dagegen kein Ausschlussgrund. Eine unentbehrliche  Voraussetzung, um als Pflegeperson Rentenansprüche zu erwerben, ist die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit der Angehörigen mit einem Pflegegrad von mindestens Grad 2. Ihre Rentenansprüche als Pflegeperson sind umso höher, je höher der Pflegegrad ist und erhöhen sich, wenn Sie mehrere Personen häuslich pflegen bzw. an der Pflege regelmäßig beteiligt sind. Auch pflegende Studierende sind berechtigt, Rentenbeiträge zu erhalten.

Pflegeperson zu sein setzt voraus, in bestimmten zeitlichen Umfang als direkte Bezugsperson Tätigkeiten zu übernehmen, die Pflegebedürftige (Ältere und Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen jeden Alters) nicht mehr allein ausüben können. Diese Tätigkeiten sind nicht klar definiert und nicht eingeschränkt auf körperliche Pflegeleistungen. Es geht vielmehr darum, dazu beizutragen, die häusliche Versorgung sicherzustellen. Kommen Sie gerne mit Ihren Fragen hierzu in die Beratung des Familienservices.

Mehr Infos gibt es unter:  https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Familie-und-Kinder/Angehoerige-pflegen/angehoerige-pflegen.html

Leistungen für Familien mit beeinträchtigten Kindern

Für Familien mit beeinträchtigten Menschen ist es nicht leicht, sich im Dickicht der Sozialleistungen zurechtzufinden.  In der Broschüre vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. "Mein Kind ist behindert - diese Hilfen gibt es" erhalten Sie einen Überblick über Rechte und finanzielle Leistungen, die Menschen mit Behinderungen zustehen. Die Kapitel enthalten außerdem Hinweise für Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Die Publikation ist als Publikation abrufbar von der Website: https://bvkm.de/recht-ratgeber/

Notfallmappe zum Herunterladen

Notfallmappe als interaktive pdf-Version
Im Wesentlichen enthält die Mappe Formulare, die für Ihren Privatbereich gedacht sind und in einem gesundheitlichen Notfall für ihre Angehörigen von Bedeutung sein können. Das umfasst persönliche und medizinische Daten sowie Vorsorgevollmachten und Verfügungen. Im Notfall sind die wichtigsten Informationen schnell griffbereit und das weitere Handeln wird erleichtert. Das Dokument lässt sich wie ein Formular am PC ausfüllen, abspeichern oder ausdrucken.

Bei den in der Notfallmappe aufgeführten Angaben handelt es sich zum Teil um sensible Daten, die auch dem Datenschutz unterliegen. Deswegen empfiehlt es sich, zum einen genau zu prüfen und zu entscheiden, welche Angaben Sie in der Notfallmappe machen möchten und zum anderen auf eine sichere Verwahrung in Ihrem Privatbereich zu achten.

Gut zu wissen/ Literaturempfehlungen

Gesundheit der pflegenden Angehörigen im Fokus vom Pflegereport 2018
https://www.mhh.de/fileadmin/mhh/gleichstellung/Barmer-pflegereport-2018.pdf

Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und der Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) gemeinsam entwickelte Ratgeber "Entlastung für die Seele - Ein Ratgeber für Pflegende Angehörige" gibt den pflegenden Angehörigen einen umfassenden Überblick über die Ursache von möglichen Beschwerden und zeigt Auswege auf.

Wie bereite ich mich auf die Pflegebegutachtung vor?
Mit dem Pflegetagebuch können Sie sich einen Überblick über den täglichen Zeitaufwand für pflegerische und hauswirtschaftliche Unterstützung Ihrer Angehörigen oder Ihres Angehörigen verschaffen. Diese Dokumentation ist ein gutes Hilfsinstrument z.B. für die Einstufung in eine Pflegestufe. Das Pflegetagebuch sollte über zwei Wochen geführt werden. Im Internet finden Sie dazu verschiedene Vorlagen und Broschüren. Eine Vorlage bietet die Barmer Pflegversicherung.

Ein Netzwerk pflegender Angehöriger: https://www.wir-pflegen.net/

Internetportal für pflegende Angehörige (telefonische psychologische Beratung): https://www.pflegen-und-leben.de/online-beratung-pflegen-und-lebende.html 

 

Familienservice

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(Programm als pdf)
Individuelle Möglichkeiten der Vorsorge - Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung
28.01.2021, 13.00-13.30 Uhr, Anmeldung erforderlich

Möchten Sie per Email aktuelle Infos erhalten? Melden Sie sich an unter: "Familienservice Pflegeinfos" in stud.IP

Gesprächskreis Pflege: 3 Termine, Webmeeting, jeweils Mi,12.00-13.30 Uhr am 20.01., 24.02. und 24.03.2021
Anmeldung über PEOE.IP

Gesprächskreis Pflege

Anmeldung 2mal jährlich im Turnus des Weiterbildungsprogramms möglich unter https://uol.de/personalweiterbildung/

Der „Gesprächskreis Pflege“ bietet Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen für alle, die Sorgeverantwortung für pflegebedürftige Angehörige übernehmen oder absehen, dass dieses Thema demnächst auf sie zukommt. Ob Sie aus größerer Entfernung Unterstützung organisieren müssen, eine Pflegesituation in Ihrem Zuhause managen, Ihre in der Nähe lebenden Angehörigen unterstützen oder unmittelbar auf einen Krisenfall reagieren müssen: Es gibt Unterstützungsangebote und Beratungsmöglichkeiten, die es gilt zu überschauen und einzuschätzen, und es hilft zu erfahren, wie es anderen ergeht. Sie haben bei allen drei Terminen Gelegenheit, Ihre Anliegen einzubringen und auch, Informationen über Leistungen der Pflegeversicherung zu erhalten.
Sollten sie im Vorfeld Fragen haben oder einen individuellen Beratungstermin vereinbaren wollen, wenden Sie sich gerne an Claudia Batisweiler, Familienservice, Tel.: -2865.

Pflegepolitik

(Stand: 16.02.2021)