Julian Heidinger
Julian Heidinger
Institut für Geschichte (» Postanschrift)
Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2026 / 2027
Institutssekretariat
Julian Heidinger
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Geschichte des 19.-20. Jahrhunderts
Lebenslauf
Seit April 2026 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsche und Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Prof. Dr. Gunilla Budde, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
05/2022-03/2025 Kombinatorischer Master of Arts „Geistes- und Kulturwissenschaften“ an der Bergischen Universität Wuppertal mit den Fächern
· Methoden der Geschichtswissenschaft
· Wissenschafts- und Technikgeschichte
03/2025 Thesis mit dem Titel: Imagination des Unvorstellbaren? Eine institutionelle Geschichte der Schutzkommission beim Bundesministerium für Inneres
2021-2025 Studentische / Wissenschaftliche Hilfskraft an der Bergischen Universität Wuppertal
. im Mentoring Geschichte
. als Tutor mit der Veranstaltung: „Einführungstutorium: Ein guter Start ins Geschichtsstudium“
. im Projekt Kohärenz in der Lehrer*innenbildung (KoLBi)
· am Graduiertenkolleg 2196: Dokument – Text – Edition
· am Graduiertenkolleg 2696: Transformationen von Wissenschaft und Technik seit 1800: Inhalte, Prozesse, Institutionen des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschafts- und Technik-Forschung (IZWT)
· im Lehrgebiet für Wissenschafts- und Technikgeschichte
10/ 2021 Externe Prüfung in der Ausbildung als Verkäufer bei der Bergischen Industrie- und Handelskammer
10/2017 – 05/2022 Kombinatorischer Bachelor of Arts an der Bergischen Universität Wuppertal mit den Fächern
· Geographie
· Geschichte
05/2022 Thesis mit dem Titel: Die Flüchtlings- und Vertriebenenforschung im Institut für Raumforschung - Kontinuitäten und Diskontinuitäten zum „Dritten Reich“
Aktuelle Forschung
Startbahnen einer neuen Zukunft? Aufbau und Entwicklung der zivilen Luftfahrtinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen nach dem Zweiten Weltkrieg (Arbeitstitel)
Die Luftfahrtinfrastruktur war nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland – nicht nur metaphorisch – auf dem Boden geblieben. Erst rund zehn Jahre nach der Erfahrung der „totalen Niederlage“, mit der Wiedererlangung der Lufthoheit am 5. Mai 1955, konnte mit zaghaften Versuchen begonnen werden, die zivile Luftfahrtinfrastruktur in der Bundesrepublik in Eigenverwaltung auf- bzw. auszubauen. Gleichzeitig wurde mit der De Havilland Comet ab den frühen und mit der Boeing 707 ab den späten 50er Jahren ein neues Zeitalter eingeleitet: das Jet Age.
In diesem Forschungsprojekt soll in den Blick genommen werden, wie sich im bevölkerungsreichsten Bundesland des westdeutschen Teilstaates der Aufbau ziviler Luftfahrtinfrastruktur ab den 1950er Jahren vollzog. Dabei gilt das Hauptaugenmerk dem Aufbau und der Entwicklung der nordrhein-westfälischen Flughäfen. Gefragt werden soll zunächst danach, welche symbolische Bedeutung Flughäfen als imaginierte Zukunftsorte regionaler Prägung zugesprochen wurde. Hier ist nicht nur die Frage nach den treibenden Akteur*innen von Interesse, die für den Ausbau plädierten, sondern auch nach denjenigen Menschen, für die die Zukunftsversprechen eine Gefahr darstellten – etwa im Kontext von Fluglärm –, sodass sich der Blick auch auf Protest und Widerstand richtet. Gleichzeitig darf die lokale Perspektive den Kontext regionaler Interessenpolitik nicht aus dem Blick verlieren, da Flughäfen als ökonomische Einheiten in dauerhaftem Wettbewerb zueinander stehen.
Das Projekt richtet das Brennglas damit sowohl auf die lokalen Standorte der Flughäfen als auch auf die Region Nordrhein-Westfalen, um die Geschichte des Auf- und Ausbaus von Flughäfen als Teil eines miteinander vernetzten Systems sichtbar zu machen. Die Frage nach lokalen Zukunftszuschreibungen an Flughäfen wird dabei ebenso wichtig sein wie der Blick auf Protest und Widerstand der Beplanten sowie die Frage danach, was geschieht, wenn diese Zukunftsentwürfe scheitern, etwa im Kontext des Projekts „Westfalen 3IF“.
Forschungsinteressen
Infrastrukturgeschichte
Die Geschichte von Räumen, Raumplanung und Raumordnung
Die Regionalgeschichte Nordrhein-Westfalens
Wissenschafts- & Technikgeschichte
Wirtschaftsgeschichte
Mitgliedschaften
Gesellschaft für Technikgeschichte
Publikationen
Tagungsbericht:
Julian Heidinger / Nicolas Frederic Weber, Tagungsbericht: Un/Sichtbarkeiten – Energiegeschichte zwischen Materialität, Praxis und Repräsentation, in: H-Soz-Kult, 19.06.2026, https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-162992.
Lehrveranstaltungen
Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2026 / 2027