Die Studie The economic burden of dementia in Europe: COIN-Eu dementia, veröffentlicht im Journal of Alzheimer's Disease, untersucht die ökonomische Belastung durch Demenz in Europa aus gesellschaftlicher Perspektive. Mithilfe einer standardisierten Auswertung europäischer Kostenstudien wurden länderübergreifende Schätzungen zu direkten Kosten, Kosten durch Produktivitätsverluste und Kosten informeller Pflege erstellt, um das ökonomische Ausmaß der Erkrankung vergleichbar abzubilden.
Für 30 europäische Länder mit hohem Einkommen ergeben sich jährliche gesellschaftliche Kosten von rund 221,4 Milliarden Euro bzw. durchschnittlich 25.218 Euro pro Person mit Demenz. Besonders deutlich wird die Bedeutung der informellen Pflege durch Angehörige und andere nahestehende Personen: Sie macht mit rund 58 Prozent den größten Anteil der Gesamtkosten aus.
Die Ergebnisse verdeutlichen die erhebliche gesellschaftliche und ökonomische Belastung durch Demenzerkrankungen und zeigen zugleich, wie wichtig eine angemessene Erfassung und Bewertung informeller Pflege in gesundheitsökonomischen Analysen und zukünftigen Versorgungsstrategien ist.
Der Artikel ist als Open-Access-Beitrag frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1177/13872877261465575) lesbar.