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FWJ in der Abteilung Gesundheitsökonomie
Nadine Janssen verbringt ihr FWJ in der Abteilung Gesundheitsökonomie. Wir heißen sie herzlich willkommen!
Nadine Janssen hat in der Abteilung Gesundheitsökonomie am 01.09.2026 ihr Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr angetreten.
Wir heißen Nadine herzlich willkommen!
Neue Publikation in Alcohol: Clinical and Experimental Research
Die Studie untersucht soziale Unterschiede in der Gesamtmortalität im Zusammenhang mit Alkoholkonsum.
Im Rahmen ihrer Promotion hat Ida Butovetsky ihren ersten Artikel in Alcohol: Clinical and Experimental Research veröffentlicht. In der Publikation Socioeconomic Status, Alcohol Use, and Mortality: Results From a Prospective Cohort Study untersucht sie den Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status, Alkoholkonsum und Gesamtmortalität. Die Studie nutzt Daten der SHIP-START-Kohorte mit ursprünglich 4.307 Teilnehmenden sowie Informationen zur Mortalität im Follow-up bis Januar 2023.
Die Ergebnisse zeigen einen sozialen Gradienten der Gesamtmortalität. Insbesondere Personen mit niedrigem Einkommen wiesen auch unter Berücksichtigung weiterer Risikofaktoren ein erhöhtes Sterberisiko auf. Auch bei aktuell abstinenten Personen mit früherem Alkoholkonsum sowie bei Personen mit hohem Alkoholkonsum zeigte sich eine erhöhte Mortalität. Darüber hinaus fanden sich Hinweise auf statistische Interaktionseffekte zwischen sozioökonomischem Status und Alkoholkonsum. Insgesamt konnten die beobachteten sozioökonomischen Unterschiede in der Mortalität durch die untersuchten Risikofaktoren nicht vollständig erklärt werden.
Der Artikel ist als Open-Access-Beitrag frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1111/acer.70402) lesbar.
Cross-border Health Meet-up 2026 in Oldenburg
Am 9. Oktober bringt das Cross-border Health Meet-up Akteur*innen aus Deutschland und den Niederlanden in Oldenburg zusammen.
Am 9. Oktober 2026 findet von 9:30 bis 17:15 Uhr in der Alten Stadtkasse in Oldenburg das nächste Cross-border Health Meet-up statt. Unter dem Titel „Prävention ohne Grenzen: Gemeinsam gegen gesundheitliche Ungleichheiten in der deutsch-niederländischen Grenzregion“ bietet die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder inspirierende Keynotes, interaktive Diskussionen, Praxisbeispiele und Raum für Austausch und Vernetzung von Akteur*innen aus Deutschland und den Niederlanden.
Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Dr. Isa Steiner, neue wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Isa Steiner ist neue wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Gesundheitsökonomie. Wir heißen Isa herzlich willkommen!
Dr. Isa Steiner hat in der Abteilung Gesundheitsökonomie am 16.08.2026 ihre Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt TransVer angetreten.
Sie hat einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Straßburg und einen Master in Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster erworben.
Vor ihrer Tätigkeit in Oldenburg promovierte sie am Hamburg Center for Health Economics zum Thema „Balancing Quality of Life and Costs for Patients Receiving Biologic Therapies“ und arbeitete im Forschungsbereich Krankenhaus am Wissenschaftlichen Institut der AOK.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Stefanie Beinert im Interview zum Gender Health Gap
Stefanie Beinert spricht bei oeins über den Gender Health Gap in Forschung und Versorgung.
Im Interview mit dem Oldenburger Lokalsender oeins spricht Stefanie Beinert über den sogenannten Gender Health Gap und geschlechtsspezifische Unterschiede in der medizinischen Forschung und Versorgung. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf ihrer Forschung zu Geschlechterunterschieden bei chronischen Schmerzen.
Im Gespräch wird unter anderem thematisiert, wie die historisch starke Orientierung der Medizin am männlichen Körper bis heute zu Unterschieden in Forschung, Diagnostik und Behandlung beitragen kann und warum mehr Aufmerksamkeit für geschlechtsspezifische Unterschiede notwendig ist.
Mehr zum Thema gibt es im vollständigen Interview bei oeins.
Neue Publikation in Diabetologia
Die Studie nutzt Langzeitdaten der KORA-Kohorte, um den Einfluss von Umweltfaktoren auf Prädiabetes zu untersuchen.
Die Studie Association of long-term exposure to air pollution, built environment and air temperature with the incidence of prediabetes phenotypes, and prediabetes remission and progression to type 2 diabetes: a longitudinal study in the KORA cohort, veröffentlicht in Diabetologia, untersucht den langfristigen Zusammenhang zwischen Umwelteinflüssen und der Entstehung sowie gegebenenfalls einer Rückbildung verschiedener Prädiabetes-Phänotypen. Grundlage der Analysen sind Langzeitdaten der KORA-Kohorte aus Süddeutschland.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine langfristige Belastung durch Luftverschmutzung sowie ungünstige Merkmale der bebauten Umwelt mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Prädiabetes-Formen verbunden ist. Zudem waren höhere Umweltbelastungen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit verbunden, dass sich ein Prädiabetes wieder zu einer normalen Glukosetoleranz zurückbildet. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung von Umweltfaktoren für die Prävention von Typ-2-Diabetes.
Der Artikel ist als Open-Access-Beitrag frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1007/s00125-026-06814-2) lesbar.
Neue Publikation im Journal of Alzheimer's Disease
Europaweite Kostendaten ermöglichen neue Einblicke in die gesellschaftliche Belastung durch Demenz.
Die Studie The economic burden of dementia in Europe: COIN-Eu dementia, veröffentlicht im Journal of Alzheimer's Disease, untersucht die ökonomische Belastung durch Demenz in Europa aus gesellschaftlicher Perspektive. Mithilfe einer standardisierten Auswertung europäischer Kostenstudien wurden länderübergreifende Schätzungen zu direkten Kosten, Kosten durch Produktivitätsverluste und Kosten informeller Pflege erstellt, um das ökonomische Ausmaß der Erkrankung vergleichbar abzubilden.
Für 30 europäische Länder mit hohem Einkommen ergeben sich jährliche gesellschaftliche Kosten von rund 221,4 Milliarden Euro bzw. durchschnittlich 25.218 Euro pro Person mit Demenz. Besonders deutlich wird die Bedeutung der informellen Pflege durch Angehörige und andere nahestehende Personen: Sie macht mit rund 58 Prozent den größten Anteil der Gesamtkosten aus.
Die Ergebnisse verdeutlichen die erhebliche gesellschaftliche und ökonomische Belastung durch Demenzerkrankungen und zeigen zugleich, wie wichtig eine angemessene Erfassung und Bewertung informeller Pflege in gesundheitsökonomischen Analysen und zukünftigen Versorgungsstrategien ist.
Der Artikel ist als Open-Access-Beitrag frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1177/13872877261465575) lesbar.
Neue Publikation im Journal of Cancer Research and Clinical Oncology
Die Studie beleuchtet die Bedeutung sozialer Ungleichheiten entlang des gesamten Krebsverlaufs in Deutschland.
Die Studie ,,Social inequalities in cancer in Germany: a call to action'', veröffentlicht im Journal of Cancer Research and Clinical Oncology, beleuchtet die Bedeutung sozialer Ungleichheiten entlang des gesamten Krebsverlaufs in Deutschland. Der Beitrag zeigt, dass ein niedriger sozioökonomischer Status mit erhöhten Risikofaktoren, geringerer Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, späterer Diagnose sowie schlechteren Überlebensraten verbunden ist.
Die Ergebnisse basieren auf einer Synthese bestehender wissenschaftlicher Evidenz, wie Arbeiten auf Basis von Daten aus Krebsregistern, Krankenkassen, Kohortenstudien und bevölkerungsbezogenen Gesundheitsbefragungen, sowie den Einschätzungen von über 30 Expert:innen aus Krebsepidemiologie und Ungleichheitsforschung. Hierbei zeigen sich erhebliche Datenlücken und strukturelle Herausforderungen, die eine umfassende Analyse und gezielte Maßnahmen erschweren.
Die Autor:innen fordern daher eine verbesserte Datenverfügbarkeit, stärkere Berücksichtigung von Chancengleichheit in der Gesundheitspolitik sowie gezieltere Interventionen für vulnerable Gruppen, um vermeidbare Ungleichheiten in der Krebsversorgung zu reduzieren.
Der Artikel ist als Open-Access-Beitrag frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1007/s00432-026-06438-4) lesbar.
Anna Homann, neue wissenschaftliche Mitarbeiterin
Anna Homann ist neue wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Gesundheitsökonomie. Wir heißen Anna herzlich willkommen!
Anna Homann, MSc., hat in der Abteilung Gesundheitsökonomie am 01.02.2026 ihre Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin angetreten. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in War Studies am King's College London und einen Master of Public Health an der London School of Hygiene and Tropical Medicine erworben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Neue Publikation im Journal of Cachexia, Sarcopenia and Muscle
Auf Basis von Daten der KORA-Age-Studie wurde die Häufigkeit kognitiver Sarkopenie und ihre gesundheitlichen Folgen im Alter untersucht.
Die Studie „Cognitive Sarcopenia: Prevalence and the Risk for Mortality and Healthy Aging in the KORA-Age Study“, veröffentlicht im Journal of Cachexia, Sarcopenia and Muscle, untersucht die Prävalenz „kognitiver Sarkopenie“ sowie deren Zusammenhang mit Mortalität und gesundheitlichen Einschränkungen im höheren Lebensalter.
Die Analyse basiert auf Daten der bevölkerungsbasierten KORA-Age-Studie (2008/2009) mit Follow-up-Erhebungen nach drei und sieben Jahren und umfasst 1.055 Personen im Alter von 65 bis 93 Jahren. „Kognitive Sarkopenie“ wurde als gleichzeitiges Auftreten von Sarkopenie („Muskelschwund“) und kognitiver Beeinträchtigung definiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu die Hälfte der älteren Personen mit möglicher Sarkopenie auch kognitive Einschränkungen aufwies. Die Studie unterstreicht die Bedeutung integrierter Präventions- und Versorgungsansätze, die sowohl körperliche als auch kognitive Aspekte des Alterns berücksichtigen.
Der Artikel ist als Open-Access-Beitrag frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1002/jcsm.70201) lesbar.
Vortrag: Pain and Prejudice – Warum Schmerz nicht geschlechtsneutral ist.
In ihrem Vortrag am 28.01.2026 beleuchtete Stefanie Beinert Schmerz aus einer geschlechter- und diversitätssensiblen Perspektive.
Warum werden Schmerzen von Frauen häufiger als „emotional“ interpretiert? Weshalb erhalten Männer schneller invasive Diagnostik, während Frauen eher Beruhigungsmittel verschrieben bekommen? Welche Rolle spielen Geschlechternormen, Stereotype und implizite Vorurteile im klinischen Alltag? Und wie wirken sich diese Mechanismen auf Diagnostik, chronische Schmerzverläufe, Therapieadhärenz und Versorgungsungleichheiten aus? Zu diesem Thema hielt unsere Mitarbeiterin Stefanie Beinert am vergangenen Mittwoch, am 28.01.2026 einen Vortrag vor rund 160 Personen.
In ihrem Vortrag beleuchtete sie Schmerz aus einer geschlechter- und diversitätssensiblen Perspektive und zeigte, wie strukturelle Vorannahmen und Bias („prejudice“) die Wahrnehmung, Bewertung und Behandlung von Schmerz systematisch prägen. Ihr Ziel war es, Bewusstsein für Gender Bias in der Schmerzmedizin zu schaffen, zentrale Mechanismen einzuordnen und Ansatzpunkte für eine gerechtere, evidenzbasierte und patient*innenzentrierte Schmerzversorgung aufzuzeigen.
Geschlechtersensible Medizin ist für eine moderne und inklusive Medizin unumgänglich und dennoch wird sie leider kaum gelehrt. Deswegen haben die kritischen Mediziner*innen Oldenburgs @kritmeds.ol die Initiative ergriffen, um genau für diese Themen eine Plattform zu schaffen.
Neue Publikation in Environment International
Die Studie nutzt Daten der KORA Studie, um den Zusammenhang zwischen Umweltfaktoren und Subtypen des Typ 2 Diabetes zu untersuchen.
Die Studie „Longitudinal associations of long-term exposure to ambient air pollution, residential greenness, and air temperature with type 2 diabetes subphenotypes: results from the KORA cohort study“, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Environment International, untersucht den Zusammenhang zwischen Umweltfaktoren und unterschiedlichen Formen des Typ 2 Diabetes.
Auf Basis von Daten der KORA Studie aus den Jahren 2006 bis 2008 und 2013 bis 2014 wurden Personen mit Typ 2 Diabetes drei Subtypen zugeordnet. Unterschieden wurden insulinmangelbedingter, altersassoziierter und insulinresistenter Diabetes.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine höhere Belastung durch Feinstaub und Rußpartikel mit einem erhöhten Risiko für insulinresistenten Diabetes verbunden ist. Zudem erhöhten Kombinationen aus Luftverschmutzung, stärkeren Temperaturschwankungen, niedrigeren Durchschnittstemperaturen und geringer Begrünung das Risiko für altersassoziierten und insulinresistenten Diabetes.
Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Rolle von Umweltfaktoren bei der Entstehung von Diabetes und liefert Ansatzpunkte für gezielte Präventionsstrategien.
Der Artikel wurde als Open Access-Beitrag veröffentlicht und ist frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1016/j.envint.2025.110043) lesbar.