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  • Lisa Gassen im Interview mit Teilnehmerinnen des Projekts MediaWatt [Foto: MediaWatt].

Projekt MediaWatt: Film im Film

Die Doktorandinnen am ICBM Lisa Gassen und Judith Ewald untersuchen den Wasserhaushalt an der Meeresoberfläche. Kürzlich wurde ihre Arbeit von Nachwuchsredakteurinnen des Projekts MediaWatt im Filmclip dokumentiert.

FÖJlerinnen porträtieren Arbeit junger ICBM-Forscherinnen

Die Doktorandinnen am ICBM Lisa Gassen und Judith Ewald untersuchen den Wasserhaushalt an der Meeresoberfläche. Kürzlich wurde ihre Arbeit von Nachwuchsredakteurinnen des Projekts MediaWatt im Filmclip dokumentiert.

Es ist ein hauchfeiner Film an der Meeresoberfläche, für den sich Lisa Gassen am Wilhelmshavener Standort des ICBM interessiert. Genauer gesagt untersucht sie den Wasserhaushalt dieses Häutchens und der darunterliegenden ein bis zwei Meter der Meeresoberfläche im erweiterten Labormaßstab. Es geht vor allem darum, wie Regenwasser – je nach Niederschlagsintensität – in diesen Bereich eindringt, wie stark es sich mit dem Salzwasser vermischt und wie schnell es an der Grenze zur Atmosphäre wieder verdunstet. Ein Schlüssel, um die klimatisch bedeutsamen Vorgänge zu bestimmen, ist der unter den unterschiedlichen Bedingungen herrschende Salzgehalt.

Gassen führt dazu Beregnungsversuche an einem eigens dafür eingerichteten überdachten Versuchsbecken am Standort Wilhelmshaven des ICBM durch. Ihre Kollegin Judith Ewald, ebenfalls Doktorandin in der von Prof. Dr. Oliver Wurl geleiteten ICBM-Arbeitsgruppe Prozesse und Sensorik Mariner Grenzflächen, wird die von Gassen gewonnenen Erkenntnisse für ihre Arbeit mit den großflächigen Verhältnissen im offenen Ozean nutzen.

Was die beiden Jungwissenschaftlerinnen da tun und warum, dafür interessierten sich kürzlich drei junge Frauen, die derzeit an zwei Wilhelmshavener Einrichtungen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr ableisten. Im Rahmen des Projekts MediaWatt trafen sie mit den Doktorandinnen zusammen, um deren Arbeit in einem Videoclip zu porträtieren. MediaWatt, ein Vorhaben des Wadden Sea Forums (WSF), wird von der Wattenmeerstiftung finanziell gefördert. Das WSF ist eine unabhängige Interessenvertretung für die Bereiche Landwirtschaft, Energie, Fischerei, Industrie und Hafen, Naturschutz, Tourismus sowie lokaler und regionaler Behörden Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande. Damit soll vor allem die umweltverträgliche, nachhaltige aber auch sozial verträgliche und wirtschaftliche Nutzung der Wattenregion unterstützt werden.

Mit MediaWatt hat das WSF sich zur Aufgabe gestellt, regionale Forschung zu Themen rund um den Klimawandel sowie dessen Folgen für das Welterbe Wattenmeer und die Region öffentlich zu machen und junge Menschen an Medienarbeit heranzuführen. Gleichzeitig soll das Bewusstsein der Bevölkerung, insbesondere jüngerer Menschen, darauf gelenkt werden, was sich vor Ort verändert. Die Themenbereiche sollen jugendlich ansprechend dargestellt und Möglichkeiten der Einflussnahme medial aufbereitet werden.

In diesem Rahmen wurden Marit Petersen und Carina Moschner, FÖJlerinnen des UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrums Wilhelmshaven, sowie Amelie Banke, die am Gemeinsamen Wattenmeersekretariat (CWSS) in Wilhelmshaven ihr ökologisches Jahr absolviert, von der Redakteurin am Oldenburger Lokalsender Oeins Sabine Molitor begleitet und unterstützt. Molitor macht im Rahmen von MediaWatt Nachwuchsreporterinnen und –reporter mit der Medienarbeit vertraut. Die dabei entstehenden Radio-, Fernseh- und Social-Media-Beiträge werden über den projekteigenen YouTube-Kanal, Oeins, Radio Jade, Radio Weser und in podcasts verbreitet. Der aktuelle Videoclip zu den Arbeiten Lisa Gassens und Judith Ewalds ist seit kurzem online verfügbar.

(Stand: 08.11.2021)