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Hörforschung wird zum Alleinstellungsmerkmal in Niedersachsen

Niedersächsisches Zentrum für Hörforschung in Oldenburg eröffnet

Mit einer feierlichen Festveranstaltung wurde am 23. Januar 2008 im Oldenburger Haus des Hörens das „Zentrum für Hörforschung“ eröffnet. Hier arbeiten künftig Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover und weitere niedersächsische Institutionen der Audiologie sowie der angewandten Hörforschung zusammen. Das Land fördert gezielt die in Niedersachsen beheimatete Hörforschung, um sie für die neue Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung zu stärken.

„Als die Oldenburger Hörforschung im vergangenen Jahr bei der ersten Entscheidung über die Exzellenzcluster leer ausging, war die Enttäuschung zunächst groß“, erinnert sich Professor Birger Kollmeier, Physik-Professor der Universität Oldenburg. „Doch es hat kein Jahr gebraucht, bis die Bemühungen um einen Hörforschungs-Cluster dennoch Wirkung zeigen.“

Mit 3,75 Millionen Euro unterstützt das Land Niedersachsen die Forschungsinitiative „Hören und seine Störungen“, bei der die Universität Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover sowie weitere niedersächsische Hochschulen zusammenarbeiten. Geleitet wird das Zentrum von den Oldenburger Professoren Georg Klump (Biologie), Birger Kollmeier (Medizinische Physik) und dem Direktor der MHH-Klinik für HNO, Professor Thomas Lenarz.

Seit Jahren zählen die Universität Oldenburg und die Medizinische Hochschule Hannover zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Audiologie sowie der angewandten Hörforschung. Eine ganze Reihe erfolgreich arbeitender Strukturen wurden geschaffen; darunter die beiden Hörzentren Oldenburg und Hannover, das Oldenburger Kompetenzzentrum HörTech sowie die gemeinsame Audiologie-Initiative Niedersachsen. In etwa 80 Prozent aller weltweit vertriebenen Hörgeräte findet sich ein Stück Oldenburger Forschungsarbeit. An der Medizinischen Hochschule Hannover werden weltweit die meisten Cochlea Implantate und implantierbaren Hörgeräte implantiert.

„Das Thema ‚Hören’ entwickelt sich zu einem Alleinstellungsmerkmal in Niedersachsen“, betonte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann in seiner Ansprache. „Mit dem Zentrum für Hörforschung setzt die Universität Oldenburg gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule konsequent den Weg einer landesspezifischen Profilbildung fort, der bereits in der Audiologie-Initiative Niedersachsen seinen Ausgang gefunden hat.“

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Verantwortlich für diese Seite: Melanie Pust

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