Dringender Appell an die Landesregierung!

Wir fordern die Niedersächsische Landesregierung auf, die Zahl der Medizinstudienplätze an der Universität Oldenburg zum Wintersemester 2022/23 endlich von 80 auf 120 Studienplätze zu erhöhen. Die dafür erforderlichen Finanzmittel von jährlich knapp 11 Millionen Euro müssen in den kommenden Monaten im Doppelhaushalt 2022/23 verankert werden. Sonst verliert der Nordwesten Niedersachsens wertvolle Jahre für die Sicherung seiner Krankenversorgung. 
Viele der heute praktizierenden Ärztinnen und Ärzte gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Bereits in knapp zehn Jahren benötigt der Nordwesten Niedersachsens rund 1.400 Hausärztinnen und -ärzte und weitere 1.000 niedergelassene Fachärztinnen und -ärzte. Die Landesregierung in Hannover kennt das Problem und verspricht seit Jahren, die Zahl der Medizinstudienplätze an der Universität Oldenburg stufenweise von derzeit 80 auf 200 im Jahr 2024/25 zu erhöhen. Dieses Versprechen wird nicht gehalten. Wir sind deshalb in großer Sorge.

Fakten und Hintergründe

Niedersachsen benötigt dringend mehr Medizinstudienplätze

Unter den großen Flächenländern weist Niedersachsen die niedrigste Zahl an Humanmedizin-Studienplätzen pro Einwohner auf. Gerade im Nordwesten ist die Lage alarmierend: Laut Prognose der Kassenärztlichen Vereinigung werden bis zum Jahr 2030 rund 1.400 Hausärzt*innen und über 1.000 weitere niedergelassene Fachärzt*innen benötigt. Hinzu kommt ein Bedarf von über 3.000 Ärzt*innen in den Krankenhäusern und Gesundheitsämtern. Das Land benötigt dringend mehr Medizinstudienplätze – dafür braucht es eine starke Universitätsmedizin im Nordwesten!


Stufenweise Erhöhung der Medizinstudienplätze in Oldenburg muss weitergehen


Im Koalitionsvertrag 2017 verständigte sich die Landesregierung darauf, neue humanmedizinische Studienplätze zu schaffen – einen Großteil in Oldenburg. Die Planung sah vor, dass die aktuell 80 Studienplätze im abgelaufenen Jahr 2020 auf 120 und bis zum Wintersemester 2024/25 auf 200 Studienplätze pro Jahr anwachsen. Die Niedersächsischen Landesregierung hat ihr Wort nicht gehalten. 


Kosten für Ausbildung in Oldenburg liegen deutlich unter Bundesdurchschnitt


Dabei würde es sich für das Land rechnen: Bei 200 Studienanfänger*innen pro Jahr liegen am Standort Oldenburg die Kosten für die Ausbildung in der Humanmedizin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Niedersächsischen Wissenschaftsministerium wurde bereits im Frühjahr 2019 eine differenzierte Finanzplanung abgestimmt. Daraus ergibt sich für Oldenburg eine Landeszuweisung von 41 Tsd. Euro pro Studierenden der Humanmedizin. Bundesweit lag der Schnitt bereits vor zehn Jahren – im letzten verfügbaren Vergleichsjahr – bei 49 Tsd. Euro.

Das Land muss
sich bekennen

In Oldenburg ist es in kurzer Zeit gelungen, mit der European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) einen europaweit einzigartigen und innovativen Studiengang zu etablieren. Die Prüfungsleistungen der Studierenden sind im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich. Auch der Wissenschaftsrat hat der EMS in seiner Stellungnahme zur Evaluation der Oldenburger Universitätsmedizin ein „beeindruckendes Studienangebot“ attestiert, das „überzeugend umgesetzt“ worden sei.


Wissenschaftsrat fordert „starkes Bekenntnis des Landes zum Standort Oldenburg“


Nach Ansicht des wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremiums von Bund und Ländern hat die Oldenburger Universitätsmedizin die Stärken ihres Gründungskonzepts zu einem „attraktiven standortspezifischen Profil“ ausgebaut. Um die Weiterentwicklung zu sichern, fordert der Wissenschaftsrat „ein starkes Bekenntnis des Landes zum Standort Oldenburg mit einem starken finanziellen Engagement“ und mahnt unter anderem an, die erforderlichen Infrastrukturen weiterzuentwickeln – auch um den geplanten Ausbau des Studiengangs zu realisieren.


Erste Weichen sind gestellt


Nachdem das Land im vergangenen Jahr das Lehr- und Forschungsgebäude der Universitätsmedizin zunächst nicht finanzieren wollte, hatten sich Universität, Stadt und Region sowie Ärzteverbände und zahlreiche Interessenvertretungen vehement gewehrt. Mit Erfolg: Neben 40 Millionen Euro aus dem Etat des Wissenschaftsministeriums stellt das Land zunächst weitere 40 Millionen Euro bereit. Die Gesamtkosten für das dringend benötigte Gebäude belaufen sich auf etwa 142 Millionen Euro.

Jetzt mehr Studienplätze
in Oldenburg schaffen

Der Nordwesten darf bei der ärztlichen Versorgung nicht länger vergessen werden. Wir brauchen jetzt mehr Medizinstudienplätze an der Universität Oldenburg. Wer in der Region studiert hat, bleibt häufig in der Region. Die Zeit drängt, denn es droht ein gravierender Hausärzt*innenmangel. Zwischen dem Beginn des Studiums und der Qualifizierung zur Hausärztin / zum Hausarzt liegen etwa 12 Jahre Studium und Ausbildung. 


Die Universitätsmedizin Oldenburg benötigt endlich ein solides, tragfähiges Fundament


Wir fordern die Landesregierung auf, jetzt die finanziellen Mittel für 120 Studienplätze im Doppelhaushalt 2022/23 zu verankern und damit eine zusätzliche jährliche Zuweisung aus dem Landeshaushalt von knapp 11 Millionen Euro festzuschreiben. Die Universitätsmedizin Oldenburg benötigt endlich ein solides, tragfähiges Fundament! Nur dann kann sie das auch von der Politik gewünschte Ziel erreichen: die Ärzteversorgung im Nordwesten zu sichern. Die aktuelle Pandemiesituation führt uns tagtäglich mit aller Deutlichkeit vor Augen, wie wichtig ein funktionierendes und leistungsstarkes Gesundheitssystem ist.


Region unterstützt vehement den weiteren Ausbau 


Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass die Universitätsmedizin Oldenburg noch in dieser Legislaturperiode ausgebaut wird. Dabei haben wir viele Unterstützer, beispielsweise den Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund, den Arbeitgeberverband Oldenburg, die IHK Oldenburg, die IHK Ostfriesland und Papenburg, die Arbeitsgemeinschaft der Landkreise und kreisfreien Städte in Weser-Ems oder den Landesverband Oldenburg des Deutschen Roten Kreuzes.

Stimmen

Im Profil

Historie der Universitätsmedizin Oldenburg

Im Jahr 2010 war es soweit: Der Wissenschaftsrat, das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungs­gremium von Bund und Ländern, ebnete im November den Weg für die Gründung eines neuen medizinischen Standorts an der Universität Oldenburg.

Dieses positive Votum des Wissenschaftsrats zum deutsch-niederländischen Gemeinschaftsprojekt „European Medical School Oldenburg-Groningen“ (EMS) sorgte bundesweit für große Aufmerksamkeit, denn es ermöglichte die erste Neugründung einer Medizinischen Fakultät seit mehr als 20 Jahren in Deutschland: Im Jahr 2012 wurde an der Universität Oldenburg die Fakultät Medizin und Gesundheitswissenschaften gegründet.

Das Thema Medizin hatte die Universität bereits seit dem Jahr 1971 beschäftigt: Damals hatte der Gründungsausschuss, in der Hoffnung auf den Aufbau eines medizinischen Fachbereichs, eine Planungskommission Medizin eingerichtet. Dies scheiterte jedoch an den Kosten.   


Zusammenarbeit mit starken Partnern


Seit dem Wintersemester 2012/13 gibt es nun die Möglichkeit, an der Universität Oldenburg im Modellstudiengang Humanmedizin eine grenzüberschreitende Ausbildung mit medizinischem Staatsexamen zu absolvieren – in dieser Form einmalig in Europa. Das Studium, das aktuell pro Jahr 80 Studierenden offen steht, ist durch die bundesweite Approbationsordnung geregelt und orientiert sich zugleich am Groninger Curriculum. So verwundert es nicht, dass die Rijksuniversiteit Groningen mit dem Universitätsklinikum Groningen (UMCG) wichtigster Partner der Oldenburger Universitätsmedizin ist. Hinzukommen das Evangelische Krankenhaus Oldenburg, das Klinikum Oldenburg, das Pius-Hospital Oldenburg und die Karl-Jaspers-Klinik sowie etwa 160 Lehrpraxen und fünf akademische Lehrkrankenhäuser im Nordwesten Deutschlands. Die Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg besteht heute aus den Departments für Humanmedizin, für Medizinische Physik und Akustik, für Neurowissenschaften, für Psychologie sowie für Versorgungsforschung.


Weitere Unterstützer


Zur Etablierung und Förderung einer Universitätsmedizin im Nordwesten gab und gibt es zahlreiche Unterstützer: Bereits früh hatte sich der Verein „Freunde und Förderer der Universitätsmedizin Nordwest e.V.“ gegründet, dessen Mitglieder sich unter anderem für eine stärkere Vernetzung von Wissenschaft und regionalen Unternehmen im Bereich Medizin und Gesundheit in der Metropolregion Bremen-Oldenburg einsetzen. Bis heute fördert der Verein den Studiengang und steht mit seiner Expertise beratend zur Seite.


Vor dem Studienstart


Es galt in den letzten Monaten vor dem Semesterbeginn 2012 einige Hürden zu nehmen: Im Juni hat der Niedersächsische Landtag mit der Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes die rechtlichen Rahmenbedingungen für die EMS geschaffen  – das Gesetz trat am 15. Juli 2012 in Kraft. Der Vertrag mit Groningen wurde unterzeichnet und damit das deutsch-niederländische Kooperationsprojekt auch formal besiegelt. Mit der Bestellung des Gründungsdekanats durch das Präsidium wurde dann im August 2012 die sechste Fakultät der Universität Oldenburg gegründet. Ende September 2012 dann ein weiterer Meilenstein: Der Rahmenvertrag, der die Zusammenarbeit der Universität mit den örtlichen Krankenhäusern koordiniert, wird unterschrieben. Feierlich eröffnet wurde die European Medical School Oldenburg-Groningen am 23. Oktober 2012.  

Ein Modellstudiengang mit Pioniercharakter

Der Modellstudiengang Humanmedizin – die European Medical School Oldenburg-Groningen – unterscheidet sich erheblich von den sonstigen Regelstudiengängen der Humanmedizin und hat in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle.

Patientenorientiertes und fächerübergreifendes Arbeiten, problemorientiertes Lernen mit Tutoren, ein konsequenter Forschungsbezug und ein intensives Kommunikationstraining – das sind nur einige der wichtigsten Standards, die im Modellstudiengang Humanmedizin der European Medical School Oldenburg-Groningen von Anfang an die Ausbildung der Studierenden bestimmen. Hier liegt auch der große Unterschied zum klassischen humanmedizinischen Studium: Die angehenden Ärztinnen und Ärzte sammeln an der Universität Oldenburg bereits ab dem ersten Semester Erfahrungen in Hausarztpraxen und Einrichtungen der ambulanten Medizin. Außerdem absolvieren sie während ihres sechsjährigen Studiums ein Studienjahr an der Rijksuniversiteit Groningen – ein einzigartiges Projekt in Europa.


Grundlagenwissen, medizinisch-klinische Inhalte und Praktika


In den ersten Jahren konnte in jedem Wintersemester 40 Studierende ihr Humanmedizinstudium an der Universität Oldenburg aufnehmen. Eine Zahl, die bis Mitte der 2020er Jahre sukzessive auf 200 erhöht werden soll – aktuell sind es bereits 80 Studierende. Bei der Auswahl der Studierenden schauen die Verantwortlichen im Rahmen des hochschuleigenen Auswahlverfahrens nicht allein auf die Leistungen im Abitur, sondern es spielen auch Faktoren wie medizinische Vorerfahrungen und kommunikative Kompetenzen eine Rolle.

Sechs Jahre Studienzeit umfasst dieser erste grenzüberschreitende Studiengang, der mit dem deutschen Staatsexamen abschließt. In den ersten drei Jahren stehen naturwissenschaftliche Grundlagenfächer sowie klinische Fächer und praktische Fertigkeiten – in je vier zehnwöchigen Modulen pro Jahr – auf dem Lehrplan. Daneben gibt es vier einwöchige allgemeinmedizinische Hospitationen, Wahlpflichtpraktika und Forschungszeit, sodass jedes Studienmodul mindestens eine praktische Woche beinhaltet. Abschluss dieses ersten Studienabschnittes ist das Physikumäquivalent nach dem dritten Jahr.


Vertiefung durch Blockpraktika, Hospitationen und Forschungsarbeit


Ab dem vierten Studienjahr liegt der Schwerpunkt auf den praktischen und kommunikativen Fertigkeiten, die auf den theoretischen und praktischen Grundlagenkenntnissen der vorausgegangenen drei Jahre aufbauen. Die Lehre findet jetzt im Klinischen Trainingszentrum (kurz KTZ) und in den Kliniken statt. Vier zehnwöchige Blöcke teilen sich in je fünf Wochen Propädeutikum im KTZ und fünf Wochen praktische Ausbildung in der Klinik auf. Das fünfte Jahr besteht ebenfalls aus praktischer Lehre in den Kliniken. Die Studierenden absolvieren fünf Blockpraktika á vier Wochen und die restliche Zeit steht für eine verpflichtende Forschungsarbeit zur Verfügung, die in Oldenburg wie auch in Groningen absolviert wird. Im Anschluss daran schreiben die Medizinstudenten das zweite (schriftliche) Staatsexamen. Das sechste Jahr gehört dem Praktischen Jahr (kurz PJ) – aufgeteilt in drei Tertiale. Nach diesen zwölf Monaten erfolgt das dritte (mündliche) Staatsexamen.


Ein Studienjahr umfasst 40 Semesterwochen


Ein großer Unterschied zu anderen Regel- und Modellstudiengängen ist, dass an der Universität Oldenburg ein Studienjahr aus 40 Semesterwochen besteht – an anderen Universitäten absolvieren Studierende in der Regel pro Jahr zwischen 26 und 30 Wochen. Dafür sind alle in der Approbationsordnung vorgeschriebenen Famulaturen in das Studium integriert und fallen nicht in die vorlesungsfreie Zeit.

Innerhalb des Studiums ist ein einjähriger Aufenthalt in Groningen vorgesehen, in dem die Studierenden ihren Lebensmittelpunkt in die niederländische Stadt verlegen. Durch den großen Praxisbezug des Studiums erhalten die Studierenden regelmäßig die Möglichkeit, im universitätseigenen Klinischen Trainingszentrum Untersuchungsmethoden, bestimmte Fertigkeiten sowie kommunikative Aspekte des Berufs in einer geschützten Umgebung zu üben. In Oldenburg sind die Übungseinheiten im KTZ von Anfang an fester Bestandteil des Medizinstudiums. „Die EMS beschreitet damit neue Wege in der Medizinerausbildung, ein starker Praxisbezug und forschungsorientiertes Lernen prägen den Studienalltag“, sagt Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften.

Forschungs­schwerpunkte und Forschungs­zentren

An der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften bestehen zwei Forschungsschwerpunkte, die das wissenschaftliche Profil der Fakultät besonders prägen: die Neurosensorik und Hörforschung sowie die Versorgungsforschung.

Strukturell wird die Forschung durch zwei Forschungszentren sowie koordinierte Drittmittelprogramme getragen.


Forschungszentrum Neurosensorik


Wie erstellt unser Gehirn auf der Grundlage der Meldungen unserer Sinnesorgane ein inneres Bild der Welt, die uns umgibt? An dieser Frage arbeiten interdisziplinär Mediziner, Neurobiologen, Psychophysiker, Psychologen, Akustiker, Ingenieure, Biochemiker und Neurogenetiker. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vorgänge, die in den Sinnesorganen aus der Flut der Sinneseindrücke erste sensorische Bausteine erstellen – und die Prozesse, die daraus im Gehirn eine Wahrnehmung konstruieren. Besonderes Augenmerk legen die Experten auf das Untersuchen von Interaktionen verschiedener Sinneseindrücke.

Die Neurosensorik ist einer von elf Forschungsschwerpunkten der Universität Oldenburg. Bislang haben sich in diesem Bereich über 30 Arbeitsgruppen etabliert, das Forschungszentrum Neurosensorik bildet die Dachorganisation. Es bündelt die interdisziplinären Aktivitäten der Arbeitsgruppen und fördert aktiv die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Institutionen. Eine wichtige Aufgabe sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums auch im gezielten Fördern des Wissenschaftlichen Nachwuchses.


Exzellenzzentrum für Hörforschung


Das Exzellenzcluster „Hearing4all“ widmet sich buchstäblich dem „Hören für alle“. Durch eine verbesserte individualisierte Hördiagnostik und Versorgung mit persönlichen Hörhilfen wollen die Wissenschaftler die Kommunikationssituation von Betroffenen entscheidend verbessern. Das Exzellenzzentrum für Hörforschung ist die gemeinsame wissenschaftliche Dachstruktur der Universität Oldenburg, der Medizinische Hochschule Hannover und der Universität Hannover, die das Hearing4all-Projekt betreibt.

Ziel des Exzellenzzentrums ist es, die gemeinsame Forschung zwischen den Universitäten an den international anerkannten und gut vernetzten Clusterstandorten Oldenburg und Hannover zu unterstützen und zu koordinieren. Dabei trägt es zu nachhaltigen, universitätsübergreifenden gemeinsamen Strukturen bei, die Grundlagenforschung mit klinischer und translationaler Forschung bündeln.


Den medizinischen Alltag im Blick


Die Mobilität von Senioren testen, Daten von Krebspatienten auswerten oder Roboter für die Altenpflege entwickeln: So unterschiedlich sind die Themen, mit denen sich die Oldenburger Versorgungsforscherinnen und -forscher beschäftigen. Schwerpunkte liegen beispielsweise in der Versorgungsepidemiologie – hier stehen Fragen zur Versorgungslage und zur Behandlung ausgewählter Krankheiten und Symptome im Fokus – sowie auf der Versorgungsqualität und der Datenintegration und -analyse. Hinzu kommen neuere Abteilungen wie „Assistenzsysteme und Medizintechnik“, die in Zusammenarbeit mit dem OFFIS – Institut für Informatik entstanden ist. Seit 2018 kooperiert das Department zudem eng mit der neu gegründeten Aletta Jacobs School of Public Health in Groningen. Unter dem Dach des sich im Aufbau befindlichen gemeinsamen Cross-Border Institute of Healthcare Systems and Prevention analysieren die Experten vergleichend das niederländische und deutsche Gesundheitssystem.

Weiterführende Informationen: https://uol.de/medizin/forschung

 

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