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Volker Schindel

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Oldenburger Musikstudierende in den USA

Vom 2. bis zum 9. Oktober 2007 waren 24 Studierende des Instituts für Musik der Carl von Ossietzky Universität in Begleitung von drei Lehrenden (Fred Ritzel, Silja Stegemeier und Peter Vollhardt) am Department of Music der Towson University in der Nähe von Baltimore in den USA zu Besuch. Anlass war der Festakt des 20. Jubiläums der Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten, bei dem auch der Präsident der Oldenburger Universität, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, anwesend war.

Workshop in Towson USA

Die Oldenburger Studierenden präsentierten ihre Revue „It’s Oh So Quiet – Exilkomponisten in Hollywood“, die an ausgewählten Musikstücken zeigt, welche großartigen Komponisten aus Nazi-Deutschland vertrieben wurden - sei es aufgrund ihrer jüdischen Abstammung, ihrer politischen Einstellung oder der von den Nazis als ‚entartete Musik’ b­ezeichneten Werke - und die in den USA in der Filmindustrie Hollywoods Beschäftigung fanden und dort zum Teil großen Erfolg hatten.

Plakat Revue Exilkomponisten Die Multimedia-Revue arbeitet mit Musik und Szenen, die mit Filmausschnitten, Fotos und Originaltonaufnahmen der Komponisten, in denen sie über ihre Musik sprechen, zu einer Kollage zusammengeführt wurden. Nach den erfolgreichen Aufführungen in Oldenburg im April 2007 bot es sich an, die Revue beim Jubiläums-Festakt der beiden Universitäten zu zeigen. Dank der hervorragenden Koordination von Dr. Phillip Collister und Dr. Leneida Crawford von der Towson University sowie der finanziellen Unterstützung des Präsidiums, des Instituts für Musik und der Universitätsgesellschaft konnte diese Idee realisiert werden.
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Szene Revue Exilkomponisten

In der Aufführung am 5. Oktober im "Center for the Arts" der Towson University sangen im zweiten Teil der Revue 58 Studierende aus Oldenburg und Towson zusammen das Finale aus Franz Waxman’s „The Song Of Terezín“ (Theresienstadt) im Gedenken an über 1,5 Millionen Kinder, die in den Konzentrationslagern während des 2. Weltkriegs umgebracht wurden.




Szene Revue ExilkomponistenDer Besuch des Theaterstücks „A Shayna Maidel“ an der Rep-Stage in Columbia über das Schicksal einer jüdischen Familie mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur und den Darstellern eröffnete den Studierenden weitere Einblicke in das Schicksal des Judentums in Europa.

Neben den Proben für die Revue gab es einen gemeinsamen Konzertabend der Studierenden aus Towson und Oldenburg. Die Oldenburger Studierenden hatten außerdem die Möglichkeit, an Kursen des Department of Music teilzunehmen. Fred Ritzel und Peter Vollhardt hielten einen Vortrag über die Entstehung des Projekts, die Biografien und die Bedeutung der Komponisten aus der Revue. Silja Stegemeier bot einen Workshop über die Interpretation klassischer und romantischer deutscher Lieder an und Peter Vollhardt studierte mit allen Beteiligten (Studierenden und Lehrenden) einen vierstimmigen Chorsatz der Comedian H­armonists ein.

Szene Revue ExilkomponistenZwischen den Lehrenden beider Universitäten wurde ein gemeinsames Musiktheaterprojekt für das Jahr 2010 verabredet; eine bilinguale Produktion, die sich mit der Globalisierung, der Macht und ihrem Missbrauch und den Konsequenzen beschäftigt, die eine Welt hervorruft, die nicht im Gleichgewicht ist.

Nach dem Aufenthalt in Towson fuhr die Oldenburger Gruppe für vier Tage nach New York und besuchte dort die „Kurt Weill Foundation“ sowie das Department of Music Education der New York University.

Musik-Webmassoter2ljk (musiklk7il@ukzo7nolqfvu.de) (Stand: 07.11.2019)