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26. März 2009   114/09  

„Neue Kultur des Hinsehens“
4. Oldenburger Forum für Schülerstreitschlichter

Oldenburg. Mobbing an Schulen ist ein „ernstzunehmendes Problem“, Gewalt unter Schülern ist erfreulicherweise eher rückläufig – so die ersten Ergebnisse der bisher größten Studie zur Jugendgewalt in Europa, die derzeit im Auftrag des Bundesinnenministeriums entsteht. Offensichtlich habe sich „eine neue Kultur des Hinsehens“ an den Schulen etabliert, erklärte das für die Untersuchung verantwortliche Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN). Die Ergebnisse machen einerseits Mut, andererseits unterstreichen sie die Notwendigkeit zu handeln.
Das „Oldenburger Forum für Schülerinnen- und Schülerstreitschlichter“ will dieses Handeln gerade vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse und Diskussionen um die Gewalt an deutschen Schulen aktiv unterstützen – und hat heute bereits zum vierten Mal rund 350 SchülerInnen und 50 LehrerInnen der Sekundarbereiche I und II aus Oldenburg, Delmenhorst und dem Ammerland an die Universität Oldenburg eingeladen. Veranstalter des Streitschlichterforums ist das Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ) in Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat (PRO) der Stadt und der Polizeidirektion Oldenburg.
Der Einladung gefolgt sind SchülerInnen, die bereits als Streitschlichter tätig sind oder sich in der Ausbildung dazu befinden. Die Entwicklung von Ideen und Perspektiven für die Streitschlichterarbeit, der Austausch von Erfahrungen, die gemeinsame Suche nach Möglichkeiten der Gewaltprävention und nicht zuletzt die Probleme und Herausforderungen, die sich aus der Aufgabe ergeben, standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Das Programm umfasste insgesamt 27 Workshops. Das Spektrum der Themen reichte von „Mobbing? – Da mach´ ich nicht mit!“ über „SchülerVZ – Kontaktbörse, Datensammlung, Mobbingplattform“ und „Computerspiele als Ursache von Gewalt?“ bis hin zu „Wie sag ich´s meinen Eltern…?“. In diesem Jahr hatten zudem erstmals auch SchülerInnen die Gestaltung und Leitung zweier Arbeitsgruppen übernommen.
Parallel zum Programm für die SchülerInnen wurden auch für Lehrkräfte Veranstaltungen zu aktuellen Themen wie „Jugendliche in der Medienwelt“ und „Rechtsextremismus bei Jugendlichen“ abgeboten. Zudem gab es das Austausch- und Ideenforum „Brainstorming Streitschlichtung“.
Das „Oldenburger Forum für Schülerinnen- und Schülerstreitschlichter“ gehört bundesweit zu den wenigen Foren, die kontinuierlich angeboten werden. Seinen Ursprung hat es in dem von Präventionsrat und OFZ aufgebauten Netzwerk Oldenburger Schulmediatorinnen und Schulmediatoren (NOSS). Dieses Unterstützungssystem für Schulen hat sich zum Ziel gesetzt, Mobbing und gewalttätigen Auseinandersetzungen vorzubeugen und einzudämmen. Von besonderer Wichtigkeit ist den InitiatorInnen, SchülerInnen in ihrer Rolle und Kompetenz als StreitschlichterInnen zu fördern und bei ihrer Arbeit in den Schulen zu unterstützen.
Partner des diesjährigen 4. Oldenburger Forums waren der Kreispräventionsrat Ammerland, der Kriminalpräventive Rat Delmenhorst und die Jugendhilfe-Stiftung Delmenhorst.

ⓘ www.streitschlichterforum-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
Ulrike Heinrichs, Leiterin Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ), Tel.: 0441/798-3036, E-Mail: ofz(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 29.05.2024)  | 
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