Kontakt

Leitung

Prof. Dr.-Ing. Daniel Sonntag

Sekretatriat

Sprechstunde nach Vereinbarung

Anschrift

Stiftungsprofessur Künstliche Intelligenz
Marie-Curie Str. 1
D-26129 Oldenburg

Siehe auch

Applied Artificial Intelligence

Die Arbeitsgruppe „Applied AI“, die in den Forschungsbereich Interaktives Maschinelles Lernen des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz integriert ist, thematisiert die Anwendung und Anpassung von Verfahren der Künstlichen Intelligenz auf beispielsweise industrielle und medizinische Anwendungen. In Oldenburg spielt das Thema Nachhaltigkeit (Sustainability) eine große Rolle.

Forschungsrelevante Anwendungsaspekte adressieren vor allem den Einsatz von lernenden Systemen und intelligenten Benutzerschnittstellen. Besondere Arbeitsschwerpunkte sind die multimodale Ein- und Ausgabe sowie Multisensor-Anwendungen mittels Umgebungs- und Zustandserkennung, Sensordatenverarbeitung und Fragen der Echtzeitfähigkeit und Interaktivität beim Lernen mit sehr großen oder sehr kleinen Datenmengen bis hin zu Zuverlässigkeitsaspekten (inklusive Vertrauen in KI und erklärbare KI).

Ungeachtet spezieller Themengebiete liegt das übergeordnete Forschungsziel in der Gestaltung von Handlungsanweisungen für die praktische Anwendung von Künstlicher Intelligenz. Zusätzlich wird Grundlagenforschung im interdisziplinären Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion in Kombination mit Maschinellem Lernen betrieben.

Studentenprojekte für den KI-Transfer sind uns besonders wichtig, eine Auswahl ist hier zu finden: iml.dfki.de Für Bachelor- und Masterarbeiten wenden Sie sich bitte an oder .

News

Best Paper Award bei CHI 2026

Großer Erfolg für AAI-Mitglied Christoph A. Johns: Gemeinsam mit Julien Gori (Sorbonne University), Aurelien Nioche (University of Glasgow) und Antti Oulasvirta (Aalto University) wurde er auf der renommierten CHI 2026 für das Paper „A decision-theoretic representation of assistive interfaces“ mit einem Best Paper Award ausgezeichnet.

Auf der ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI 2026) – der weltweit führenden Konferenz im Bereich der Mensch-Computer-Interaktion – wurden Julien Gori, Aurelien Nioche, Christoph A. Johns und Antti Oulasvirta mit dem prestigeträchtigen Best Paper Award für die Top 1% der akzeptierten Forschungsarbeiten ausgezeichnet. Ihr Beitrag „A decision-theoretic representation of assistive interfaces“ adressiert eine fundamentale Lücke in der Entwicklung von Assistenzsystemen.

Während adaptive Schnittstellen, Empfehlungsdienste und intelligente Assistenten in der Informatik allgegenwärtig sind, fehlte es bisher an einer gemeinsamen konzeptionellen Basis über verschiedene Disziplinen hinweg. Die Autoren präsentieren in ihrer Arbeit ein formales Modell, das Assistenz als sequenziellen Entscheidungsprozess unter Unsicherheit zwischen zwei Agenten – dem Nutzenden und dem Assistenten – beschreibt.

Die Forschungsarbeit, die auch im Rahmen der Dissertation von AAI-Postdoc Christoph A. Johns an der Aarhus University entstand, nutzt sogenannte Partially Observable Stochastic Games (POSGs), um Interaktionsdynamiken mathematisch greifbar zu machen. Das Modell erlaubt es erstmals, Begriffe wie Adaption, Augmentierung und Delegation mathematisch zu definieren und Assistenz als Optimierungsproblem zu behandeln. Neben der theoretischen Herleitung stellten die Forscher eine Implementierung in Form einer Python-Bibliothek vor, die den praktischen Einsatz dieses Frameworks ermöglicht.

Paper in der ACM Digital Library: https://doi.org/10.1145/3772318.3791819

(Stand: 10.02.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p79699n13267
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