Multimodale Brain-Body-Systeme
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Multimodale Brain-Body-Systeme
Gruppenleitung: Dr. rer.nat. Franziska Klein
In der Gruppe Multimodale Brain-Body-Systeme werden Methoden und Technologien zur multimodalen Erfassung, KI-basierten Verarbeitung und Interpretation neurophysiologischer, physiologischer und verhaltensbezogener Daten entwickelt. Dabei verbinden wir Verfahren der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens mit Methoden der digitalen Signalverarbeitung, Statistik und Modellierung. Ziel ist es, neuronale, körperliche und verhaltensbezogene Zustände sowie deren Veränderungen zuverlässig zu erfassen und die dynamischen Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Körper und Verhalten besser zu verstehen.
Ein methodischer Schwerpunkt liegt auf der robusten Analyse und Integration komplexer multimodaler Daten. Dazu gehören Signalverarbeitung, Artefakterkennung und -korrektur, Merkmalsextraktion, Datenfusion und KI-basierte Modellierung. Neurophysiologische Mess- und Bildgebungsverfahren sowie Biosignale werden mit Bewegungs- und Aktivitätsdaten sowie Wearable- und appbasierten Daten verknüpft. Auf dieser Grundlage entwickeln wir digitale Biomarker und Ansätze des Digital Phenotyping, um individuelle Zustände, Verläufe und Veränderungen kontinuierlich und kontextbezogen abzubilden.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Übertragung dieser Methoden in klinische und alltagsnahe Anwendungskontexte bis hin zur Nutzung im häuslichen Umfeld. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen im Bereich Mental Health sowie in Neurologie und Rehabilitation. Die entwickelten Ansätze reichen von digitalem Monitoring und Früherkennung über Prognose und personalisierte Unterstützung bis hin zu adaptiven Neurotechnologien. Dazu zählen unter anderem Brain-Computer Interfaces und Neurofeedback sowie KI-gestützte Systeme zur Unterstützung psychischer, kognitiver und körperlicher Funktionen.
Förderung
Die Forschungsgruppe Multimodale Brain-Body-Systeme ist Teil des AI Incubator Mental Health und wird im Rahmen des Projekts REGAIN gefördert. Der AI Incubator ist Bestandteil des universitätsweiten Programms „A Programme for Excellence. Developing Strengths and Building Potentials by Interdisciplinary and International Networking“, das durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die VolkswagenStiftung unterstützt wird.
Im Projekt REGAIN werden Ansätze an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, Mental Health und multimodalen Brain-Body-Daten entwickelt und in klinische sowie alltagsnahe Anwendungskontexte übertragen.