REGAIN

REGAIN

Real-time Explainable AI for Early Detection and Adaptive Neuromodulation in Depression Care

Warum REGAIN?

Der Übergang von der stationären Behandlung zurück in den Alltag ist für Menschen mit Depressionen eine besonders sensible Phase. Obwohl viele Patientinnen und Patienten während eines Klinikaufenthalts Fortschritte erzielen, können sich nach der Entlassung erneut Symptome oder Rückfälle entwickeln. Gleichzeitig endet häufig die engmaschige klinische Begleitung. REGAIN setzt genau an dieser Versorgungslücke an und entwickelt innovative digitale Technologien, die Patientinnen und Patienten auch nach der Entlassung begleiten und den Übergang von der Klinik in das häusliche Umfeld unterstützen.

Ziel des Projekts

REGAIN entwickelt ein KI-gestütztes, patientenzentriertes Unterstützungssystem, das frühe Anzeichen einer psychischen Destabilisierung erkennt und individuelle Hilfestellungen im Alltag ermöglicht. Ziel ist es, Anzeichen einer psychischen Destabilisierung frühzeitig zu erkennen, Rückfällen möglichst vorzubeugen, die Versorgung während des Übergangs in das häusliche Umfeld zu verbessern und die langfristige Stabilität von Menschen mit Depressionen zu fördern.

Unser Ansatz

Mithilfe von Smartphones, Wearables und mobilen fNIRS-basierten Neurofeedback-Systemen werden alltagsnahe Informationen zu Stimmung, Aktivität, Schlaf und Stress erfasst. Erklärbare Methoden der Künstlichen Intelligenz analysieren diese Daten und identifizieren individuelle Veränderungen, die auf eine beginnende psychische Destabilisierung hindeuten können. Auf dieser Grundlage können personalisierte Empfehlungen oder adaptive Neurofeedback-Trainings angeboten werden. Alle KI-gestützten Empfehlungen dienen als klinische Entscheidungshilfe und bleiben jederzeit unter therapeutischer und ärztlicher Kontrolle.

REGAIN verbindet erstmals kontinuierliches Alltagsmonitoring, Künstliche Intelligenz und mobiles Neurofeedback in einem klinisch integrierten Versorgungskonzept für Menschen mit Depressionen.

Mehrwert für Patientinnen und Patienten

REGAIN schafft eine Brücke zwischen der Behandlung in der Klinik und dem Leben zu Hause. Die digitale Begleitung endet nicht mit der Entlassung, sondern unterstützt Patientinnen und Patienten kontinuierlich während der Rückkehr in ihren Alltag. Frühzeitig erkannte Veränderungen ermöglichen eine rechtzeitige Unterstützung, bevor sich eine erneute depressive Episode entwickelt. Gleichzeitig bleiben behandelnde Fachkräfte über den gesamten Verlauf eingebunden. So verbindet REGAIN digitale Innovation mit persönlicher therapeutischer Betreuung und trägt zu einer nachhaltigeren und patientenzentrierten Versorgung bei.

Projektpartner

REGAIN vereint klinische Expertise, Künstliche Intelligenz und digitale Gesundheitstechnologien. Die Karl-Jaspers-Klinik ist der zentrale klinische Partner des Projekts und begleitet die Entwicklung sowie Evaluation des Systems im psychiatrischen Versorgungskontext. Durch die enge Zusammenarbeit mit Patientinnen und Patienten sowie klinischen Fachkräften wird sichergestellt, dass die entwickelten Technologien praxisnah sind und sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Versorgung orientieren. OFFIS e.V. – Institut für Informatik unterstützt REGAIN mit seiner Forschungsinfrastruktur und schafft die technischen Voraussetzungen für die Entwicklung und Erprobung innovativer KI- und Neurotechnologien. Im IQON – Innovationsquartier Oldenburg werden diese Ansätze im Sinne der Co-Innovation gemeinsam mit Wissenschaft, Klinik und perspektivisch auch Industriepartnern unter realitätsnahen Bedingungen weiterentwickelt und erprobt.

Förderung

REGAIN ist ein Projekt innerhalb der AI Incubator Forschungsgruppen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Die Forschungsgruppe wird im Rahmen des Programms „A Programme for Excellence. Developing Strengths and Building Potentials by Interdisciplinary and International Networking“ gefördert, das durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderlinie „Potenziale strategisch entfalten“ unterstützt wird. Das Programm stärkt die interdisziplinäre Forschung, internationale Vernetzung sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Oldenburg.

Projektleitung

Dr. Franziska Klein

 

(Stand: 27.07.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p120701
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