Case Management
Aktive Versorgungssteuerung im Gesundheitswesen
Verbessern Sie Ihre Karrierechancen im Gesundheitswesen und qualifizieren sich für Führungspositionen in Bereichen wie Rehabilitation, Pflege und Therapie. Mit dem Universitätszertifikat „Case Management” erwerben Sie Kenntnisse und Fähigkeiten, um Leistungsprozesse erfolgreich zu steuern. Sie qualifizieren sich für Case Management sowie Pflegeberatung und können passgenaue Konzepte für die Versorgung entwickeln, in der Praxis anwenden und evaluieren.
Unsere Weiterbildung ist von der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) zertifiziert, was eine dauerhafte Qualitätssicherung garantiert. Absolvent*innen, die die entsprechenden Kriterien erfüllen, erhalten nach erfolgreicher Prüfung ein DGCC-Zertifikat, das ihre Qualifikation als Case Manager*in bestätigt. Mit dem Abschluss erhalten Sie außerdem den Qualifikationsnachweis für die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI. Wir folgen dabei den Empfehlungen des GKV-Spitzenverbands.
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. rer. medic. habil.
Martina Hasseler
Das Programm schließt mit dem Certificate of Advanced Studies „Case Management: Aktive Versorgungssteuerung im Gesundheitswesen“ ab. Mit dem universitären Zertifikat investieren Sie in Ihre berufliche Zukunft im Gesundheitswesen!
Auf einen Blick
Abschluss
Certificate of Advanced Studies (CAS) der Universität Oldenburg;
Pflegeberatung nach § 7a SGB XI; Case Manager:In (DGCC)
Start und Dauer
4 Module mit 12 Kreditpunkten in 6 Monaten
Beginn
23. Oktober 2026
Lehrformat
Berufsbegleitend und praxisorientiert; online plus sechs kompakte Workshops; mentoriell begleitet
Zulassung
- Humanwissenschaftlicher Hochschulabschluss und eine einjährige Berufserfahrung oder anderer nichthumanwissenschaftlicher Hochschulabschluss nach Einzelfallprüfung
- Abschluss einer Fachschule im Sozial- und Gesundheitswesen und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung und dem Nachweis über den Erwerb von Beratungskompetenzen (mind. 120 UE) oder andere Berufsausbildungen des Gesundheits- oder Sozialwesens nach Einzelfallprüfung
Kosten
3.850 Euro
Ihr Profil – Ihre Perspektiven
An wen richtet sich die Weiterbildung?
Mit dem Programm qualifzieren sich Beschäftigte für die Eingliederung, die sektorübergreifende Versorgung und das Case Management. Angesprochen sind insbesondere Fachkräfte in
- Akut- und Rehakliniken, Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Einrichtungen mit rehabilitativen Aufgaben
- den Bereichen Altenpflege, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege
- den Bereichen Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie
Fragen zur Weiterbildung
Für welche Aufgaben qualifiziert die Weiterbildung?
Die Teilnehmenden lernen eine Handlungsmethode kennen, durch die sie die Versorgung von Menschen während des sektorübergreifenden Versorgungsprozesses im Gesundheitswesen zielgerichtet steuern können. Sie werden befähigt, den Bedarf einer komplexen Versorgung bei betroffenen Menschen zu identifizieren, zu beurteilen und ein passgenaues Versorgungsangebot zu entwickeln. Unter Anleitung der Dozent*innen qualifizieren sich die Teilnehmenden zu kompetenten Fachkräften, die betroffene Menschen dabei unterstützen die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken und ihre Versorgung wieder eigenständig zu übernehmen. Sollten Rahmenbedingungen die eigenständige Versorgung nicht zulassen, unterstützen die Case Manager*innen die Menschen dabei tragfähige Unterstützungssysteme für die Versorgung zu entwickeln.
Wie ist das Programm aufgebaut?
Das Programm besteht aus vier Modulen, die über einen Zeitraum von sechs Monaten absolviert werden. In den Modulen Case Management, Interprofessionelle Kommunikation und Sozialrecht werden Ihnen die Grundlagen des Case Managements und der begleitenden Themen vermittelt. An drei Kaminabenden werden Ihnen darüber hinaus Impulse zu den Themenfeldern Teilhabe und Pflege vermittelt und aktuelle (politisch relevante) Änderungen aus dem Gesundheitswesen gemeinsam mit der wissenschaftlichen Leitung der Weiterbildung lebendig diskutiert.
Warum ist Case Management in Sozial- und Gesundheitsberufen wichtig?
Case Management hilft Menschen in komplexen Hilfesituationen nachhaltig in ihrer eigenen Handlungsfähigkeit zu stärken. Case Manager*innen übernehmen dabei temporär die Steuerung und Koordination der komplexen Unterstützungs- und Versorgungsprozesse im regionalen Versorgungsgefüge. Viele Menschen in komplexen Hilfesituationen benötigen Leistungen unterschiedlicher Einrichtungen, Kostenträger und Fachstellen. Ohne strukturierte Abstimmung entstehen häufig Versorgungslücken, Doppelstrukturen oder lange Wege für die Betroffenen. Case Manager*innen sorgen dafür, dass Hilfen bedarfsgerecht geplant, Ressourcen sinnvoll genutzt, Kosten reduziert und Beteiligte zielorientiert miteinander vernetzt werden. Des Weiteren wird durch die Tätigkeit der Case Manager*innen eine qualitative Veränderung von Organisationen und des regionalen Versorgungsgefüges erwirkt.
Kann ich berufsbegleitend teilnehmen?
Ja, das Angebot ist auf berufstätige Fachkräfte zugeschnitten. Die Inhalte sind praxisnah gestaltet und lassen sich gut mit der eigenen beruflichen Tätigkeit verbinden. Teilnehmende können Methoden und Instrumente des Case Managements direkt auf Fragestellungen aus ihrem Arbeitsfeld übertragen. Dadurch eignet sich die Weiterbildung besonders für Personen, die ihre Beratungskompetenz erweitern und komplexe Fälle in Berufsalltag strukturierter bearbeiten möchten. Die Inhalte erarbeiten die Teilnehmenden im Blended Learning Format. Neben kurzen, abendlichen Online-Meetups findet der Austausch auch in kompakten Wochenend-Workshops statt.
Welche beruflichen Perspektiven eröffnet die Weiterbildung?
Eine Weiterbildung im Case Management qualifiziert für koordinierende, beratende und steuernde Aufgaben in sozialen, gesundheitlichen und rehabilitativen Arbeitsfeldern. Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Sozialdiensten, Reha-Einrichtungen, Jobcentern, Jugendämtern, Trägerorganisationen oder Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Die erworbenen Kompetenzen sind besonders relevant für Aufgaben in Fallmanagement, Versorgungskoordination, Hilfeplanung, Entlassmanagement, Teilhabemanagement oder Netzwerkmanagement.
Wodurch zeichnet sich das Angebot aus?
Die Weiterbildung Case Management der Universität Oldenburg verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen mit hoher Praxisorientierung. Teilnehmende setzen sich mit aktuellen Anforderungen in Sozial- und Gesundheitsberufen auseinander und reflektieren konkrete Fall- und Netzwerksituationen aus der beruflichen Praxis. Der interdisziplinäre Ansatz unterstützt dabei, individuelle Unterstützungsprozesse professionell zu gestalten, Organisationen besser zu vernetzen und die Qualität von Beratungs- und Versorgungsleistungen zu verbessern.