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Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung

Gleichstellung/Diversität im Referat Planung und Entwicklung

Diversity Audit

Die Universität Oldenburg nimmt seit Oktober 2020 am Diversity Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbandes teil. Ziel des zweijährigen Auditierungsprozesses ist die Entwicklung und Implementierung einer hochschulspezifischen Diversitätsstrategie, die Diversität langfristig als Querschnittsthema in allen Bereichen des universitären Lebens verankert. Kern des Auditierungsprozesses sind fünf hochschulinterne Workshops, die von einer externen Auditorin begleitet werden und in die Mitglieder aller universitären Statusgruppen mit ihrer Expertise einbezogen werden.

In Diversity Foren des Stifterverbandes erfolgt ein kollegialer Austausch mit den Hochschulen, die zeitgleich am Diversity Audit teilnehmen. Neben der Universität Oldenburg nehmen aktuell die Freie Universität Berlin, die Hochschule für Gesundheit Bochum, die Technische Universität Clausthal, die Fachhochschule Kiel, die Philipps-Universität Marburg und die Universität Potsdam am Audit teil.

Mit der Teilnahme am Diversity Audit knüpft die Universität Oldenburg an die gewinnbringenden Erfahrungen mit dem Programm „Ungleich besser! Verschiedenheit als Chance“ 2010-2012 an, in dem sie mit ihrem Konzept der „Hörsensiblen Universität“ ausgezeichnet wurde.

Weitere allgemeine Informationen zum Diversity Audit finden Sie auf der Homepage des Stifterverbandes.

Struktur des Diversity Audits an der Universität Oldenburg

Der Prozess des Diversity Audits an der Universität Oldenburg wird von der Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung Prof. Dr. Annett Thiele geleitet. Unterstützt wird die Projektleitung durch Mitarbeiter*innen des Referats Planung und Entwicklung, die gemeinsam das Projektleitungsteam bilden und über die strategische und inhaltliche Ausrichtung des Audits entscheiden.

In der Steuerungsgruppe, die aus dem Projektleitungsteam und weiteren Mitgliedern aus dem Präsidium und den präsidiumsunterstützenden Referaten besteht, findet eine enge Abstimmung über die strategische und inhaltliche Ausrichtung des Prozesses statt.

Der Diversitätsausschuss setzt sich aus Mitgliedern zusammen, die die unterschiedlichen Statusgruppen der Universität repräsentieren oder als Beauftragte und Interessenvertretungen mit verschiedenen Diversitätsaspekten befasst sind. Der Ausschuss übernimmt damit einerseits eine Repräsentationsfunktion sowie andererseits eine Kommunikationsfunktion, indem er als Multiplikator für Diversitätsthemen an der Universität dient. Der Ausschuss hat zudem die Aufgabe, die Projektgruppen zu beraten und inhaltliche Impulse zu setzen.

Die Projektgruppen sind je nach Themenfeld mit Expert*innen unterschiedlicher Statusgruppen besetzt. Sie haben die Aufgabe, konkrete Inhalte zu erarbeiten und zu diskutieren sowie einzelne Ziele und Maßnahmen zu entwickeln, die im Rahmen des Auditierungsprozesses umgesetzt werden sollen.

Der Wissenschaftliche Beirat berät die Projektleitung in wissenschaftlichen Fragen. In ihm sind Wissenschaftler*innen der Universität Oldenburg vertreten, die in ihrer Arbeit mit Diversitätsthemen befasst sind und hier auf eine ausgewiesene Expertise zurückgreifen können.

Ein wesentlicher Teil des Prozesses sind die fünf hochschulinternen Workshops, die von Dr. Daniela De Ridder begleitet werden, die als externe Auditorin die Projektleitung zur Prozessgestaltung berät.

Öffentlichkeitsarbeit

Uni ist Vielfalt – Was bedeutet Diversität für die UOL?

Unter diesem Titel fand zum 9. Deutschen Diversity-Tag am 18.05.2021 eine digitale Veranstaltung ausgerichtet von der Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung, Professorin Dr. Annett Thiele, statt. In ihrem Grußwort vor den bis zu 55 Beschäftigten, Studierenden und Externen im virtuellen Publikum hob die Vizepräsidentin hervor, dass Diversität für die Universität ein Schatz sei, den es zu heben gilt. Mit dem Diversity Audit, an dem die Universität Oldenburg seit Herbst 2020 teilnimmt und in dessen Rahmen eine Diversitätsstrategie für die Universität entstehen soll, gewinnt die Verankerung von Diversität an zusätzlicher Dynamik.

Diese Dynamik unterstrichen auch Ayla Satilmis und Dr. Martin Podszus in ihren anschließenden Impulsvorträgen. Unter dem Titel „Ein weites Feld: Diversität an der Hochschule“ beleuchtete Ayla Satilmis die Hochschule in ihren verschiedenen Facetten aus einer intersektionalen und diskriminierungskritischen Perspektive und bot Denkanstöße für aktuelle Herausforderungen an der Universität.

Dr. Martin Podszus ging in seinem Vortrag „Diversität im akademischen Kontext!? - Gesundheitliche Beeinträchtigung und digitalisierende Hochschulen“ auf die Situation Studierender mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ein. Dabei wies er darauf hin, dass es bereits beim Zugang zur Hochschule Handlungsbedarfe gäbe, aber auch im Studium selbst. Hier sei beispielsweise eine universellere Gestaltung von Lehrangeboten zu empfehlen.

In der anschließenden Diskussion spiegelte sich die Vielfalt dessen wider, was Diversität an der Universität ausmacht. Es wurden verschiedene Themen angesprochen, wie die Situation von INT* Studierenden sowie Fragen nach Empfehlungen, wie das eigene Handeln diskriminierungsfrei gestaltet werden kann, oder wie Diversität in die Antragsstellung zur Forschungsförderung einfließen kann. Die Impulse aus der Diskussion werden in den weiteren Prozess und die Arbeit der Projektgruppen im Rahmen des Diversity Audits einfließen. Damit wurde, auch wenn die Veranstaltung nach anderthalb Stunden bereits vorbei war, das Ziel erreicht, die Diskussion über Diversität an der Uni lebendig zu halten und gleichzeitig #Flagge für Vielfalt zu zeigen.

(Stand: 29.07.2021)