Mobbing-Interventions-Team in der Schule (MIT) - Gruppenbezogene Nachsorge nach Mobbing - Mobbingprozesse aufarbeiten, bewusst und nachhaltig vorbeugen, Klassenklima stärken

Anmeldung im NLC
Nummer: KOL.2637.07
Termine:
Do., 10.09.2026, 14:00 – 17:00 (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Campus Haarentor, Uhlhornsweg, 26129 Oldenburg)
Do., 17.09.2026, 09:00 – 17:00 (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Campus Haarentor, Uhlhornsweg, 26129 Oldenburg)
Do., 24.09.2026, 09:00 – 14:30 (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Campus Haarentor, Uhlhornsweg, 26129 Oldenburg)
Do., 08.10.2026, 09:00 – 17:00 (Jugendherberge Oldenburg, Straßburger Straße 6, 26123 Oldenburg (Oldenburg))
Do., 12.11.2026, 14:00 – 17:00 (Jugendherberge Oldenburg, Straßburger Straße 6, 26123 Oldenburg (Oldenburg))
Do., 03.12.2026, 09:00 – 17:00 (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Campus Haarentor, Uhlhornsweg, 26129 Oldenburg)
Do., 04.02.2027, 14:00 – 17:00 (Online-Veranstaltung - BBB)
Do., 04.03.2027, 09:00 – 17:00
Do., 15.04.2027, 09:00 – 17:00
Do., 27.05.2027, 14:00 – 17:00
Anmeldeschluss:20.08.2026
Kosten: Die Teilnahmekosten betragen 285 Euro.
Kursbeschreibung:

GRUNDLAGE: Die Etablierung des Mobbing-Interventions-Teams in der Schule im Rahmen des schuleigenen Sicherheits- und Gewaltpräventionskonzeptes (Rd.Erl. MK, Ml, MJ v. 9.11.2010) professionalisiert die Schule u.a. in den Qualitätsbereichen «Lernen und Lehren» und «Schulkultur» des Niedersächsischen Orientierungsrahmens für Schulqualität. Zur Schaffung eines lernförderlichen Klimas geht es u.a. um die Förderung wechselseitiger Wertschätzung und eines von Respekt und Unterstützung geprägten Umganges miteinander. Grundlegend hierfür ist die Stärkung der personalen und sozialen Kompetenzen der Schüler*innen.

INHALT: Der Fortbildungsschwerpunkt liegt darauf, Mobbing als systemisches Phänomen zu begreifen. Mobbing wird dabei nicht als isoliertes Problem einzelner Personen verstanden, sondern als Ergebnis wiederkehrender Interaktionsmuster und struktureller Rahmenbedingungen innerhalb einer Schulklasse. Im Mittelpunkt stehen typische systemische Dynamiken (z. B. Eskalationsspiralen, Koalitionsbildungen, Rollenverfestigungen und Kommunikationsschwierigkeiten), die sich über die Zeit verfestigen können. Betrachtet werden außerdem die unterschiedlichen Rollen im System (betroffene Person, Akteure und ihre Assistierenden, Zuschauende, Lehrkräfte) sowie Faktoren wie Schulkultur, Regeln, Konfliktbearbeitung und informelle Normen. Aus dieser Perspektive werden Ansatzpunkte für Prävention, Intervention und Nachsorge abgeleitet, die sowohl individuelles Verhalten als auch Schulstrukturen in den Blick nehmen.

Die drei Säulen des MIT (Mobbing-Interventions-Team) sind:

(1) Prävention (Vorsorge)
Maßnahmen, die Mobbing vorbeugen und eine prosoziale Klassen  und Schulkultur stärken (z. B. Klassenregeln, soziales Lernen, Aufklärung, Medienbildung). 
(2) Intervention (Akut Intervention)
konsequentes, zeitnahes Beenden eines laufenden Mobbingfalls durch ein abgestimmtes Vorgehen (z. B. No Blame Approach oder Farsta, je nach Schwere und Rahmenbedingungen). 
(3) Nachsorge
Stabilisierung und Wiederaufbau des Klassensystems nach einem Vorfall, um Wiederholungen zu verhindern (z. B. Klassentraining, Arbeit am Gruppenklima, Reflexion und Vereinbarungen).

Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt daher auf der pädagogischen Arbeit mit ganzen Klassen, die insbesondere als Nachbearbeitungs- und Präventionsmaßnahmen in von Mobbing betroffenen Lerngruppen eingesetzt werden. Übungen und Trainingssequenzen werden in der Ausbildungsgruppe praktisch erprobt und anschließend gemeinsam reflektiert.

Die Fortbildung zielt nicht ausschließlich auf die Einübung klassischer Akut Interventionsmodelle zur unmittelbaren Beendigung von Mobbing (z. B. Farsta, No Blame Approach). Diese Verfahren stehen nicht im Mittelpunkt der Fortbildung, werden jedoch im Überblick in die drei Säulen des MIT eingeordnet und hinsichtlich ihrer Zielsetzung und Grenzen kurz vorgestellt. Die Fortbildung ist daher nicht geeignet, wenn eine vertiefte Schulung zu spezifischen Akut Interventionsverfahren (z. B. Farsta) erwartet wird.

Ergänzend beinhaltet die Fortbildung die Erarbeitung einer Projektwoche zum Themenfeld Mobbing/Cybermobbing. Grundlage hierfür ist die Online Plattform des Projekts «Gemeinsam Klasse sein» der Techniker Krankenkasse. Diese wird allen Teilnehmenden kostenfrei mithilfe eines Codes zugänglich gemacht. Die Plattform bietet einen aufeinander abgestimmten Fundus aus Arbeits- und Hintergrundmaterialien für die Klassenarbeit, Materialien für Lehrpersonen sowie Informationsangebote für Eltern und Checklisten zur Planung und Durchführung einer Projektwoche.
In den Netzwerktreffen wird Zeit und Raum geboten, gemeinsam mit den Schulleitungen an einem Schutzkonzept gegen Mobbing zu arbeiten und die Implementierung und Arbeitsgrundlagen des MIT zu planen. Daher ist die Teilnahme eines Mitgliedes der Schulleitung für das Gelingen der Netzwerktreffen sowie der perspektivischen Umsetzung des MIT in der Schule essentiell.

AUFTAKT- UND NETZWERKTREFFEN: Ein wesentlicher Gelingensfaktor für die spätere erfolgreiche Etablierung des MIT ist die Teilnahme der Schulleitungen, auch und gerade von Schulen mit bestehenden MITs, an insgesamt vier Veranstaltungen. Zentrale Fragestellungen sind u.a. die Gestaltung der Auftragslage des MITs im Rahmen schulischer Krisenintervention und Prävention, die Klärung zeitlicher und sachlicher Ressourcen, sowie die Bearbeitung inner- und außerschulischer Schnittstellen. Die Teilnahme des Schulleiters bzw. der Schulleiterin ist für das Gelingen der gesamten Maßnahme und zur Erarbeitung der Entwicklungsthemen in den Netzwerktreffen erforderlich. Ohne die ausdrückliche Unterstützung durch die Schulleitung sind die Inhalte der MIT-Qualifizierung kaum umzusetzen.

KOOPERATIONSPARTNER: Zentrales Angebot des 3. Netzwerknachmittages ist die Weiterentwicklung der Kooperation der Schule mit der Polizei und weiteren außerschulischen Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Die für die jeweilige Einzelschule zuständigen Beauftragten für Jugendsachen der Polizei nehmen nach Möglichkeit an der Veranstaltung teil, um ein persönliches Kennenlernen herbeizuführen und die Zusammenarbeit im Kontext Mobbing zu vertiefen.

PROJEKTUMFANG: 

- Auftaktveranstaltung: Teilnehmende: Schulleitungen und zukünftige Mitglieder MIT, zeitlicher Umfang: 1 Nachmittag - 5 Ausbildungsmodule: Teilnehmende: zukünftige Mitglieder MIT, zeitlicher Umfang: 6 Tage 

- 3 Netzwerktreffen: Teilnehmende: Schulleitungen und zukünftige Mitglieder MIT, zeitlicher Umfang: 3 Nachmittage 

BETEILIGTE: Damit sich in jeder Schule ein Mobbing-Interventions-Team bilden kann, meldet sich zwei bis vier Personen einer Schule zur Teilnahme an. In jedem Fall sollten Vorerfahrungen im Bereich des sozialen Lernens und/oder Beratungserfahrungen vorhanden sein. Die Schulleitungen melden sich zur Auftaktveranstaltung, den Netzwerknachmittagen und dem Nachtreffen an. (bitte bei Bemerkungen angeben, dass Sie zur Schulleitung gehören). 

Terminübersicht: 

 1. Do., 10.09.2026, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, Auftaktveranstaltung 

 2. Do., 17.09.2026, 09.00 Uhr – 17.00 Uhr, Modul 1, Teil 1 

 3. Do., 24.09.2026, 09.00 Uhr – 14.30 Uhr, Modul 1, Teil 2 

 4. Do, 08.10.2026, 09.00 Uhr – 17.00 Uhr, Modul 2 

 5. Do., 12.11.2026, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, Netzwerktreffen 1 

 6. Do., 03.12.2026, 09.00 Uhr – 17.00 Uhr, Modul 3 

 7. Do., 04.02.2027, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, Netzwerktreffen 2 

 8. Do., 04.03.2027, 09.00 Uhr – 17.00 Uhr, Modul 4 

 9. Do., 15.04.2027, 09.00 Uhr – 17.00 Uhr, Modul 5 

10. Do., 27.05.2027, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, Netzwerktreffen 3

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Anbieter: OFZ – Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung der Universität Oldenburg, www.ofz.de

Wichtige Hinweise: (weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren allgemeinen Bedingungen)

  • […] Vor der Anmeldung müssen Sie sich die Genehmigung zur Teilnahme von der vorgesetzten Dienststelle einholen, auch wenn Fortbildungsveranstaltungen in der dienstfreien Zeit und/oder online stattfinden (Anmerkung: Diese muss uns nicht vorgelegt werden). […] Die Bestätigung des Eingangs der Anmeldung bedeutet noch keine Zusicherung der Teilnahme. Erst durch die Zusendung der Einladung akzeptiert das OFZ die Anmeldung. Mit der Anmeldung akzeptieren Sie die allgemeinen Bedingungen des OFZ.
     
  • Ein Rücktritt von einer Veranstaltung erfolgt direkt im Niedersächsischen LernCenter unter «Veranstaltungsanmeldungen». Alternativ ist auch eine schriftliche Abmeldung per E-Mail () unter Angabe der Kursnummer möglich. […] Grundsätzlich sollen Abmeldungen so früh wie möglich getätigt werden, damit freie Plätze frühzeitig an andere Interessierte weitergegeben werden können. Dies gilt auch für kostenfreie Angebote. […] Abmeldungen nach Erhalt der Einladung, dem Erreichen des Meldeschlusses oder Nichterscheinen, gleich aus welchem Grund, entbinden nicht von der Zahlung der im NLC ausgewiesenen Kosten. Der entsendenden Schule bzw. Dienststelle werden die im NLC ausgewiesenen Kosten in Rechnung gestellt. […]

Tipps zur Nutzung des NLC

Im Februar 2024 wurde die Veranstaltungsdatenbank VeDaB durch die Software NLC (Niedersächsisches LernCenter) abgelöst. Seitdem erreichen uns viele Anfragen zum Anmeldeverfahren.

Hier einige Tipps zur Selbsthilfe:

  • Anmeldungen zu unseren Fortbildungen sind ausschließlich über NLC möglich.
     
  • Für die Nutzung von NLC ist zwingend eine Registrierung erforderlich. 
     
  • Bei einer Neuregistrierung müssen alle mit * gekennzeichneten Pflichtfelder ausgefüllt werden. Leider nimmt das System auch Neuregistrierungen mit fehlenden Daten an. Sie können sich mit unvollständigen Profilen aber nicht zu den Fortbildungen anmelden.
     
  • Bestehenden VeDaB-Konten wurden automatisch in NLC-Konten umgewandelt. Eine erneute Registrierung ist in diesem Fall nicht erforderlich. Bitte prüfen Sie, ob die in Ihrem Profil hinterlegten Daten noch aktuell sind.
  • Im NLC ist der Anmeldename Ihre Mailadresse. Der VeDaB-Benutzername wird im NLC nicht mehr verwendet. Ihr VeDaB-Passwort kann weiterverwendet werden. Sie können sich aber selbstverständlich auch einen Link zum Zurücksetzen Ihres Passwortes zusenden lassen.
  • Eine Anmeldung zu Fortbildungen ist nur möglich, wenn Sie sich vorher eingeloggt haben.
  • Video-Tutorials zur Nutzung von NLC finden Sie und FAQ 

Fragen und technische Probleme können Sie per Email oder per Telefon unter 05121 / 1695-400 klären.

(Stand: 11.02.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p48049
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